Freitag, 4. September 2015

Ich glaub', ich les' nicht recht: Deutschland befiehl, wir folgen!

Mowitz
Die Leute, deren Darmwind den Verlauf der Weltgeschichte mehr beeinflusst, als noch so friedfertige Demonstrationen des Prekariats, die sogenannte internationale (Ä)lite, ist nach einer Untersuchung der deutschen Entwicklungsorganisation GIZ, (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) der Auffassung, "die deutsche Dominanz über die EU würde von nennenswerten Teilen der Eliten in zahlreichen Ländern weltweit akzeptiert und in nicht wenigen Fällen positiv bewertet", berichtet German-Foreign-Policy. Man sieht Deutschlands führende Rolle in Europa durchaus positiv und hofft auf stärkere Kriegsbeteiligungen Deutschlands als es bisher der Fall gewesen ist.

Deutschland wird schon fröhlich, als "Gegengewicht zum Imperium der Schande USA" gehandelt. Na, wenn die (Ä)liten da nicht den Wunsch zum Vater des Gedankens machen und Deutschlands reale Voraussetzungen kräftig überbewerten, bevor sie ïhre Vorstellungen überhaupt zu Ende gedacht haben.

Deutsche Amtsträger, wie Pastor Gauck, haben sich bereits mehrfach positiv mit den Einflüsterungen der herrschenden Klasse öffentlich zu Wort gemeldet; so forderte Gauck schon im Januar 2014 während der Münchner Sicherheitskonferens eine neue deutsche Außenpolitik, "ein Ende der Zurückhaltung" und "eine stärkere Rolle Deutschlands in der Welt". Militärische Machtmittel inklusive. Nun weiß man zumindest auf wessen Mist Gaucks Äußerungen gewachsen sind und wer ihn vorschickte um einen neuen deutschen Militarismus in Deutschland zu predigen. Da ist doch ein treuherzig blickender Pastor die ideale Besetzung um ein kaltschnäuziges Spiel der (Ä)liten mit dem Tode, heilig zu sprechen.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Ignoriert wurden in der Umfrage die unteren Mittel- und Unterschichten, die etwa in Griechenland von Berlin in die Verarmung getrieben wurden. Bei ihnen wächst der Unmut über die deutsche Dominanz, schreibt GFP weiter. Die Auswahl der Befragten holte man sich aus den bessergestellten Kreisen und der herrschenden Klasse, also solche Menschen die allein schon durch die Entweichung ihrer Darmwinde aus dem After, den DAX positiv oder negativ beeinflussen können. Je nach persönlichen Wünschen und Neigungen. Weniger nach realen Notwendigkeiten. Sie sind beseelt von dem Gedanken, was gut ist für (Ä)liten, ist auch gut für die Gesellschaft. Ein Geschäftsmodell, bei dem die Unterschichten bereits katastrophale Folgen zu tragen hatten, wie z.B. bei dem Finanz- und Börsencrash 1929, mit seinem Schwarzen Donnerstag, und der Finanzkrise ab 2007 die das Leben der Völker radikal verschlechterten. Die Bürden die nach diesen kriminellen Börsen- und Finanzspielen zu tragen waren, wurden total solidarisch auf die Schultern der Unterschichten verteilt. Die Soros' und Buffets mussten sich auch weiterhin keine Gedanken über ihr täglich Brot machen. Alles Resultate elitärer Selbstüberschätzung und Gigantonomie - eine immer unsichere Zukunft sicher gestalten zu können. Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Der "schwarze Donnerstag" gab den Nazis Auftrieb, die deutsche Rüstungsindustrie begann zu brummen wie nie zuvor; und am Ende bezahlten hauptsächlich Unter- und Mittelschichten für die Interessen der (Ä)liten mit ihrem Leben.

Die Toten des Zweiten Weltkrieges, mit Verbrechen und Kriegsfolgen einbezogen, werden auf 80 Millionen Menschen geschätzt. Auch das eine Folge elitärer Großmachtpolitik. Keine Großmacht, kein Hegemon, kein Imperium hat auf Dauer Bestand. Am Ende überschätzen sie sich und brechen zusammen. Ein Prozess der jetzt auch in den USA zu beobachten ist. Die entscheidende Frage ist nur, ob dieser Prozess friedlich oder mit einem finalen Nuklearkrieg endet. Gewinner bei Atomwaffenkriegen gibt es nur in der Fantasie von Generälen, die ihre Truppen in Sandkastenspielen souverän von einem Sieg zum nächsten führen.

Man stelle sich nur das Chaos von Milliarden Menschen auf der Flucht in hochverstrahlten Gebieten vor. Soviel Fantasie muss man schon aufbringen um zu verstehen, warum im nächsten Krieg die Überlebenden die Toten nicht beklagen, sondern beneiden werden.

FH

Donnerstag, 3. September 2015

Und keiner wills gewesen sein - Der ertrunkene syrische Junge an einem türkischen Badestrand

Mowitz
Am Strand des türkischen Badeortes Bodrum liegt ein toter, von den Wellen angespülter syrischer Junge.

Einem Bericht der britischen Zeitung "The Guardian" zufolge, überlebten möglicherweise auch der Bruder des Jungen und die Mutter die Überfahrt nicht. Der Mainstream ist sich schnell einig das Bild als "Botschaft" auszuschlachten. Eine "Botschaft", die "freiheitliche W(ä)rte" des Westens transportieren soll.

So schreibt ein Bernard-Henri Lévi in Springers Postille für gehobene transatlantische Wall Street-Ansprüche, dass der syrische Flüchtlingsstrom, wie sollte es auch anders in Springers Augen sein, einem "verrückten Despoten", gemeint ist wohl der gewählte syrische Präsident Assad, anzuhängen ist. Den er dann noch mit weiteren, unbewiesenen Propagandabehauptungen zu dämonisieren versucht. Nämlich dass er (Assad), mit "Mord an 240.000 (exakt?) seiner Leute versuche, sein Land zu entvölkern." Auf dem Niveau liegt Lévi, und tut sich folglich auch nicht schwer damit, höchst berechtigte Hinweise des russischen Außenministers Lawrow, dass Flüchtlinge nur aus arabischen Ländern kommen die vorher vom Westen bombardiert wurden, als "Nebelkerzen" zu bezeichnen, die er dann mit Nichtachtung übergeht. Das gilt im heutigen "Qualitätsjournalismus" unserer Lei(d)medien, schon als sauber und unabhängig recherchierte Quellenkritik. Der Mann könnte glatt beim CIA-Presseamt für Agitation und Propaganda in die Lehre gegangen sein. Was die Schieflage in seinem Meinungsbildungsprozess eventuell erklären könnte.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Wer wundert sich da noch, dass der Rechtsextremismus in Deutschland inzwischen bereits mitten in der Gesellschaft angekommen ist und wächst und wächst und wächst? Was sogar dem S?PD Vorsitzenden und Vizekanzler Gabriel aufgefallen ist.

Für eine Springer-Journaille die sich das deutsche Bildungsbürgertum als Zielgruppe auserwählt hat, eine peinliche Argumentationslosigkeit. Es kann aber auch - und das scheint mir sehr viel wahrscheinlicher zu sein - dass die "Intelligentia" des deutschen Bildungsbürgertums keine höheren Ansprüche an "korrekte" Informationen stellt, sondern sich mit dem begnügt was ihm Lei(d)- und Lügenmedien, so zwischen Tür und Angel, mal schnell bescheren.

Heute ist bereits die Meinung in den Köpfen desinformierter Konsumenten unserer "Qualitätsmedien" fest verankert, dass keiner dieses Ausmaß an Flüchtlingsbewegungen habe vorhersehen können. Komisch, dieses Argument hatten wir doch schon letztens beim Finanzcrash den die Wall Street-Gurus mit ihrer Immobilienblase auslösten, von denen dann auch keiner etwas "vorhergesehen" hat. Wie sollte das auch in einer Spaß-, Schieß- und Pornogesellschaft möglich sein? In der muss man sich ja um alles selbst kümmern. In der man verlernt hat "sich zur Abwechslung mal abends eigene Gedanken zu machen".

Das Ausmaß dieser und kommender Flüchtlingsströme mitsamt ihren Ursachen, sind schon lange bekannt und werden diskutiert. Auch wenn Konzernmedien aus Dummheit oder auf Anordnung, diesen Eindruck nicht vermitteln. Konzern- und Staatsmedien sehen ihre Aufgabe heute nicht mehr darin für Aufklärung in breiten Schichten der Bevölkerung zu arbeiten, sondern sie mit allerlei Firlefanz und vollbusigen Schönheiten unwissend zu halten. So wird viel Geld mit dem "vor sich Hindämmern" einer anspruchslosen Käuferschar gemacht. Ist nicht ein anderes Springer-Blatt, "BILD", das auflagenstärkste Massenblatt Europas? Noch wird keiner gezwungen es zu kaufen, aber es wird trotzdem gekauft. Zwar von immer weniger Käufern, die aber immer noch zu viele sind. Und eine "Enteignet Springer-Kampagne", die schon in den 1960er Jahren nichts brachte, würde nach heutigem Zeigeist die Todesstrafe zur Folge haben. Die ist zwar nach Art. 102 des GG abgeschafft, würde aber wohl zum Schutze des Springer-Vermögens zumindest temporär wieder "angeschafft". Das geht in null Komma nichts. Ruck, zuck! (Wenn es denn seinen Interessen dient).

FH

Deutsche Bonmots - Weder witzig noch geistreich - Trotzdem wieder gefährlich - Zum Lachen ab in den Keller

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Deutsche Großmachtbestrebungen jetzt in Afrika - Inklusive Exklusivwarnung an Russland: Germans to the front!
Botschaft an die Weltöffentlichkeit: Die Bundeswehr übernimmt eine Führungsrolle bei dem für Ende September anberaumten NATO-Großmanöver "Trident Juncture". Die Leitung der Kriegsübung, an der sich mehr als 36.000 Soldaten beteiligen werden, liegt bei dem deutschen NATO-General Hans-Lothar Domröse; für die Koordination ist das im baden-württembergischen Ulm stationierte "Multinationale Kommando Operative Führung" der deutschen Streitkräfte maßgeblich verantwortlich. Geprobt wird eine Militärintervention in einem fiktiven Staat am Horn von Afrika unter Einsatz der vorrangig aus Bundeswehrangehörigen bestehenden "Speerspitze" der NATO-Eingreiftruppe. Dem Manöverszenario zufolge sehen sich die westlichen Einheiten dabei sowohl mit regulären Truppen als auch mit einer Guerillaarmee konfrontiert und haben außerdem mit "mangelnder Ernährungssicherheit", "Massenvertreibungen", "Cyberattacken", "chemischer Kriegsführung" und "Informationskrieg" zu kämpfen. Wie der Befehlshaber des "Multinationalen Kommandos Operative Führung", Generalleutnant Richard Roßmanith, erklärt, geht von "Trident Juncture" eine nicht zuletzt an Russland gerichtete "Botschaft" aus: "Jeder sollte sich gut überlegen, wie er mit uns umgeht" - schließlich sei die NATO das "stärkste Militärbündnis der Welt" und verfüge über einen Aktionsradius von "360 Grad". Weiter >>> german-foreign-policy

Imperialismus als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme! Nach Agenda 2010 jetzt Agenda 2020?
Kriegsopfer als Humankapital: Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) will die Berliner Flüchtlingsabwehr um ein Programm zur Nutzung von Flüchtlingen aus Südosteuropa als Arbeitskräfte für die deutsche Wirtschaft erweitern und verlangt eine "Agenda 2020" für die Migrationspolitik. Wie Schröder in einem aktuellen Zeitungsbeitrag schreibt, könnten deutschen Unternehmen schon in 15 Jahren "6 Millionen erwerbsfähige Menschen fehlen". Ein Teil davon lasse sich womöglich in Südosteuropa gewinnen, von wo Zehntausende in diesen Tagen in die EU flöhen, da "ein berufliches Weiterkommen und ein Leben in Würde" in ihren Heimatländern kaum möglich sei. Sie sollten mit einem Ausbildungsprojekt "so qualifiziert" werden, "dass sie für den deutschen Arbeitsmarkt auch wirklich geeignet sind"; dann dürften sie nach Deutschland kommen. Die Heranziehung von Flüchtlingen zur Deckung des Arbeitskräftebedarfs in der Bundesrepublik wird bereits seit Monaten nicht zuletzt vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) gefordert. Hintergrund ist auch, dass insbesondere höherqualifizierte Arbeitsmigranten aus aller Welt nach wie vor die Arbeitssuche in Großbritannien oder auch in den USA vorziehen, weil die mangelnde gesellschaftliche Offenheit in Deutschland sie abschreckt. Die Bundesregierung ist prinzipiell offen für die Forderungen des BDI. Weiter >>> german-foreign-policy

Reichskanzlerin Merkel auf der Reichspressekonferenz über deutsche Großmachtpolitik und die Ausblendung US-amerikanischer Atomwaffen in Deutschland
„Wenn an anderer Stelle dann Atomwaffen stationiert werden und in Deutschland keine mehr sind, muss man sich fragen, ist dann eigentlich der Balance und der Sicherheit mehr gedient (…). Unsere Politik ist nicht, Russland zu provozieren. Aber es ist natürlich auch so, wenn sie sich Russlands Rüstungspolitik anschauen und Modernisierungspolitik, dann ist es nicht so, dass dort gar nichts passiert, das heißt, es gibt auch keinen Grund, nichts zu tun“, sagte Merkel. Weiter >>> Sputnik

Geisteshaltung: Der schwarze Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will sich verdeutlichen

Seine Feststellung in Plasbergs Sendung 'Hart aber aber fair':
"Roberto Blanco, war immer ein wunderbarer Neger, der den meisten Deutschen wunderbar gefallen hat",
sei als Antwort auf das eingespielte bayerische Urviech bei Plasberg zu verstehen, der meinte: "Neger wolle er überhaupt nicht haben"; dabei hatte Roberto Blanco schon vor Jahren die CSU aufgefordert: "Wir Schwarze müssen zusammenhalten!"

FH