Montag, 6. Februar 2012

Hillary Clinton - eine Parodie

Mowitz
China und Russland haben das getan, was sie schon lange angekündigt hatten: Eine Kriegsresolution gegen Syrien im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gestoppt. Der kriegstreibende Westen hat zur Veränderung der Weltordnung nicht zum ersten Mal den Sicherheitsrat für seine schnöden Öl-, Gas- und Dollarinteressen eingespannt. Heute schon fast vergessen, weil totgeschwiegen, ist der phantasievolle Lügenauftritt das damaligen US-Außenministers Powell mit einer Bild-Präsentation vor dem UN-Sicherheitsrat, als er Saddam Hussein und den Irak beschuldigte Massenvernichtungswaffen zu besitzen, die im Irak versteckt seien und die Welt bedrohten. Die vielen schönen Bilder der führenden Schlapphutorganisation CIA sollten den Sicherheitsrat vom Wahrheitsgehalt des US-britisch-israelischen Lügengespinstes überzeugen. Richtig schweres Geschütz fuhr Powell auf und prophezeite, dass die Vereinigten Nationen "irrelevant" würden, wenn sie dem Irak weiterhin gestatteten, die Inspektionen ins Leere laufen zu lassen. Er beschuldigte Saddam Hussein auch, dass er mit Terroristen zusammenarbeiten würde und seit Jahren palästinensische Selbstmordattentäter unterstütze. Auch den verlogenen Hinweis der Irak fördere sogar das Terrornetzwerk von Al Qaida, ließ Powell mit einfließen. Sämtliche Beschuldigungen gegen den Irak, die Powell in seinem Auftritt vor dem UN-Sicherheitsrat auf den Tisch legte, restlos alle, waren erstunken und erlogen und veranlassten Powell im Jahre 2005, nach Ende seiner politischen Karriere, zu dem beschämenden Eingeständnis, dass seine Inszenierung vor dem Sichhereitsrat im Februar 2003 ein „Schandfleck meiner Karriere“ gewesen war.

Dieser kleine "Schandfleck", den Powell jetzt auf einmal bei "Unzulänglichkeiten" von US-amerikanischen Geheimdiensten ausmachte, kostete 1 Million Irakern das Leben, machten 4,7 Millionen Menschen oder etwa 16 Prozent der Bevölkerung zu Flüchtlingen. [...] Die Kosten für die Kriege im Irak, in Afghanistan und Pakistan beliefen sich auf mehr als vier Billionen Dollar. In dieser Summe sind die direkten Kosten und die langfristigen Auswirkungen auf Gesundheit und Wirtschaftswachstum enthalten. Hunderte Milliarden Dollar wurden an private Söldnerfirmen und Profiteure verteilt. Mindestens sechzehn Milliarden Dollar sind verlorengegangen oder wurden gestohlen. Die Kosten des Krieges wurden in den Büchern der Kriegsindustrie als Einnahmen und Gewinne verbucht.

Die Koalition der Willigen ließ es sich nicht nehmen, schwerste Kriegsverbrechen zu begehen und dabei auch DU- Bomben als auch Weißen Phosphor-Bomben einzusetzen. Prof. Chris Busby, hat die Folgen der Kriegsverbrechen in der irakischen Stadt Falluja studiert und kam zu dem erschreckenden Ergebnis, dass "Falluja schlimmer als Hiroshima" ist. Bei neugeborenen Babys sind Missbildungen teilweise so grotesk, dass Fernsehsender wie Al Jazeera wie auch BBC, sich weigerten, die Bilder an ihre Zuschauer zu senden. Beispiele von Deformationen, die Ahmad Mansour aufgenommen hat, sind:
  • ohne Augen geborene Kinder
  • Kinder mit zwei oder drei Köpfen
  • Kinder ohne Körperöffnungen
  • Kinder mit bösartigen Gehirn und Augen/Retina – Tumoren
  • Kinder ohne lebenswichtige Organe
  • Kinder mit fehlenden oder zusätzlichen Gliedern
  • Kinder mit schweren Herzmissbildungen
  • usw
Das sind nur einige der schlimmsten Folgen des Irak-Krieges - der übrigens kein Mandat des Sicherheitsrates für den Angriff auf den Irak erhielt, so dass er völkerrechtlich als illegaler Angriffskrieg gilt. Heute tun die Kriegsverbrecher so, als sei ihnen das Leben der Syrer so unentlich wichtig, dass sie zu ihrem Schutz noch einen Nato-Einmarsch, wie in Libyen benötigten, der auch über 50.000 zivile Todesopfer forderte als die Nato sie "schützte".

Westerwelle, sich der Presse- und anderer Schelte bei Deutschlands Enthaltung im Sicherheitsrat gegen den Überfall auf Libyen noch voll bewusst, singt heute im Chor der Kriegswilligen gegen Syrien unter vollem Einsatz aller Plattitüden, denen er mächtig ist, mit. Er verteidigt das unheilvolle Wirken deutscher Parteienstiftungen in Ägypten und überall dort, wo sie am Sturz ausländischer Regierungen mitwirken, oder die deutsche Auslandsspionage ihre Agenten in Kriegsgebieten als Entwicklungshelfer tarnt, die natürlich dadurch den höheren Risiken ausgesetzt sind, die Spione des BND naturgemäß ertragen müssen.

Hillary Clinton, wie der Rest der US-amerikanischen Regierung von Wall-Streets- Gnaden und ihre europäischen Vasallen, finden: „Das, was sich gestern in der Uno abgespielt hat, war eine Parodie“ und lassen konzerneigene und Politruk-Medien die Desinformationen über die Hintergründe der Ölkriege, als "Besorgnis" für eine bessere Zukunft erscheinen.
Zu oft werden die Konsumenten von Mainstreammedien Opfer von Betrug. Man denkt, man kann den Artikeln, die man liest, trauen – warum sollte man nicht? Man denkt, man kann die ideologische Voreingenommenheit durchschauen und die Fakten bekommen. Aber man kennt nicht die Zutaten, die in dem Produkt stecken, das man kauft. Es ist wichtig zu verstehen, wie das Wissen über aktuelle Ereignisse im Nahen Osten produziert wird, bevor man ihnen traut. Selbst wenn es keine offensichtlichen ideologischen Voreingenommenheiten gibt, wie man sie häufig sieht, wenn es um Israel geht, gibt es doch grundlegende Probleme auf der erkenntnistheoretischen und methologischen Ebene. Diese schaffen Verzerrungen, Unwahrheiten und rechtfertigen die Auffassung derjenigen mit Macht.
Die Ziele der USA gehen über das Öl weit hinaus

In dem Krieg gegen Libyen verfolgten die USA gleichzeitig mehrere Ziele, so wie sie es mit einer Fortsetzung gegen Syrien auch anstreben:
1. Kontrolle über das Erdöl. 2. Sicherheit für Israel. 3. Verhinderung der Befreiung der arabischen Welt. 4. Verhinderung der afrikanischen Einheit. 5. Installierung der NATO als Gendarm für Afrika.
Viele Ziele auf einmal? Allein die Stellung als globaler Hegemon xzu halten, erfordert viele Ziele und Millionen Tote gleichzeitig. Wie bei den vergangenen Kriegen gegen den Irak, Jugoslawien und Afghanistan. Auch gegen den Iran wird man mit öffentlichem Lug und Trug vorgehen, Atomkrieg nicht ausgeschlossen. Und unsere "freien" Medien verkaufen es als "Sorge" um die Menschen. Dass die Mächtigen im Hintergrund ohne jede Skrupel sind, ist allgemein bekannt, ihre Medienhandlanger schießen in ihrer Verlogenheit aber den Vogel ab und sind für mich die wirklichen Unholde. Denn ohne permanente Lügen, Manipulationen, Fälschungen und Berieselung durch diese Medien, würden sich die Kriege der Völker längst gegen die wirklichen und eigenen Unterdrücker richten.

Nachtrag: Ein aufmerksamer Leser merkte das Fehlen in meinem Artikel von der Einkreisung Russlands und die direkte Bedrohung Chinas, als wichtigstes Element der Weltherrschaftaspläne der US/Wall-Street-Regierung, durch die Nato an. Keine böse Absicht meinerseits, aber um alle Eroberungspläne des Kapitalismus zu behandeln, ist ein bescheidener Blog kaum ausreichend.

Ich empfehle aber gerne zwei Artikel zum Thema. Einer von Diana Johnstone, Russland einkreisen, China ins Visier nehmen, und einen anderen von Rick Rozoff, Vom Zweiten zum Dritten Weltkrieg: Die globale NATO und das remilitarisierte Deutschland

FH

Freitag, 3. Februar 2012

US-Appendix meldet sich zu Wort

Mowitz
Catherine Ashton, mit nicht eindeutigen Aufgaben in der EU versehen, mischt sich nun ungebeten und mit altimperialem britischen Hochmut,
"Rule, Britannia! Britannia, rule the waves; Britons never will be slaves., (Herrsche, Britannia! Britannia, beherrsche die Wellen: Briten werden niemals Sklaven sein)"Wiki
in die am 4. März 2012 anstehenden russischen Präsidentenwahlen ein. Vor dem Europaparlament hatte die "Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik", Baroness Ashton of Upholland, einen dreisten Versuch gestartet die Legitimität der russischen Wahlen in Zweifel zu ziehen bevor sie überhaupt stattgefunden haben.

Worüber sich die Dame niedrigen Adels empört gab, war der Umstand, dass die Wahlbehörden Russlands dem neoliberalen Grigori Jawlinski die Registrierung als Präsidentschaftskandidat verweigerte. So etwas regt auch heute immer noch im Land der eisenen Baroness Thatcher of Kesteven auf, die zu ihrer aktiven Zeit als Ministerpräsidentin Großbritanniens, zusammen mit US-Präsident Ronald Reagan, dem Neoliberalismus, oder wie ihn böse Zungen auch nennen, Raubtierkapitalismus, mit all seinen Verwerfungen, politisch-global zum Durchbruch mitverhalf.

Dass die Wahlbehörden Russlands geltendes russisches Wahlrecht anwandten, nahm die "Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik" nicht zur Kenntnis und forderte keck die russischen Behörden auf, ihre Entscheidung doch zu revidieren.

Donnerwetter auch! Die Überprüfung von Jawlinskis gesammelten zwei Millionen Unterstützerunterschriften ergab, dass etwa 25 Prozent von der Zentralen Wahlkommission als ungültig bewertet wurden. Das scheint nicht Ashton zu interessieren, trotz dass der Anteil ungültiger Unterschriften laut Gesetz nur höchstens fünf Prozent betragen darf.
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Richtig, Briten werden niemals Sklaven sein, andere schon, nicht wahr Frau Ashton? Wie sicher fühlt sich eigentlich der Westen bei seinen Bemühungen nicht nur den Nahen und Mittleren Osten zu destabilisieren, sondern gleich Russland und China miteinzubeziehen? Gegen Weißrussland wird auch schon seit längerer Zeit schweres Geschütz aufgefahren. Die EU wurde uns doch als das ganz große Friedensprojekt verkauft und jetzt alles in einem Aufwisch? Dass man sich verschlucken wird und ein weltweites Gemetzel unvorstellbaren Ausmaßes auslöst, ist bei den Profitaussichten die man sich einredet ein "gesundes" Risiko.

Die US-amerikanische Regierung hat militärische Ressourcen und kriminelle Energie genug um die Welt in Brand zu setzen und für Europas und Kleinbritanniens Krämerseelen, so hofft wohl Frau Ashton stellvertretend für den Rest der EU, wird auch noch etwas übrig bleiben. Wozu eigentlich noch diesen Krieg anzündeln, wo doch Fukushima still vor sich hinstrahlt und mit dem beschwiegenen Fortschreiten seiner weltweiten Verseuchung die Arbeit eines Atomkrieges schon erledigen wird.

FH

Anmerkungen

Moskau wirft Ashton Einmischung in Wahlprozess in Russland vor

Fukushima: Ein Atomkrieg ohne einen Krieg - Die verschwiegene Krise einer weltweiten Verstrahlung
BELARUS: Initiative des Westens zur Destabilisierung der Regierung von Alexander Lukashenko?

Mittwoch, 1. Februar 2012

ACTA: "Der Krieg wird von den Herrschenden gegen die eigenen Untertanen geführt - und sein Ziel ist weder ein Sieg über Eurasien oder über Ostasien - sondern die Aufrechterhaltung der Gesellschaftsstruktur"

Mowitz
Selten ist George Orwells Satz vom Krieg gegen die eigenen Untertanen so überdeutlich nachvollziehbar gewesen wie bei der Vorbereitung der neuesten Schlacht der Geldsäcke und ihrer gekauften Politiker gegen das Volk also die Arbeit mit dem so genannten Anti-Counterfeiting Trade Agreement / ACTA (Anti-Piraterie-Abkommen). Eine Arbeit, die das Licht der Öffentlichkeit scheute wie der Teufel das Weihwasser. Es geht nicht nur darum mehr Geld für die Spaß- und Puffindustrie einzusacken, sondern vor allen Dingen darum den Menschen die Informationsfreiheit zu nehmen, die das Internet anbietet.

Seitdem der Einfluss über die Hirne der Massen von der Mainstream nicht länger gewährleistet ist, obwohl sie tut was sie kann um die Menschen mit Lügen und Halbwahrheiten vollzupumpen, wird dieser Erosionsprozess der Macht für die Mächtigen zu einem Problem und soll nun, unter dem Deckmantel "geistiges Eigentum", bestraft werden. Beispielsweise werden wir dahin kommen, dass ein Zitat wie dieses von Orwell hier, von irgendjemand beansprucht werden wird, der die "Rechte" gekauft hat. Sollte das heute gesetzlich noch nicht möglich sein, so wird man es in Kürze möglich machen.

Ich zitiere nochmal, solange es nichts kostet, diesmal aber das ganze Zitat:
Eine hierarchische Gesellschaft ist nur auf der Grundlage von Armut und Unwissenheit möglich. Die neue Variante ist die Vergangenheit, und keine andere Vergangenheit kann je existiert haben.Im Prinzip soll jede Kriegsanstrengung die Gesellschaft am Rande des Verhungerns halten. Der Krieg wird von den Herrschenden gegen die eigenen Untertanen geführt - und sein Ziel ist weder ein Sieg über Eurasien oder über Ostasien - sondern die Aufrechterhaltung der Gesellschaftsstruktur.
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Die Gesellschaftsstrukturen die uns überall auf der Welt umgeben, haben als Fundament Unwissenheit und Armut der Massen als Herrschaftskonzept und sind Voraussetzung für die Herrschenden ihre Herrschaft nach Gutdünken auszuüben. Kriege der Herrschenden von den eigenen Untertanen ausführen zu lassen, gehört noch zu den einfacheren Propagandamanövern, wozu hat man schließlich seine Presse?
"Adolf Hitler 1938 zur deutschen Presse:
Dem deutschen Volk bestimmte außenpolitische Vorgänge so beleuchten, dass die innere Stimme des Volkes selbst langsam nach der Gewalt zu schreien beginnt." steinbergrecherche
Zu welch schlimmen Wirkungen der Angst und Schrecken verbreitende Meinungsterror von ARD, ZDF, Spiegel & Co. führen, zeigt die Umfrage die das ZDF vom  2. bis zum 8. November des vergangenen Jahres durchführte, in der sich besonders junge Deutsche für gezielte Tötungen, natürlich zur "Gefahrenabwehr" durch Geheimdienstagenten aussprachen. Insgesamt waren es 54 Prozent der Befragten, die das vollkommen in Ordnung fanden. Hier zeigt sich noch die mehr oder weniger totale Herrschaft der Lügenmedien der Konzerne und Politruks, die es geschafft haben eine völlig irreale Wirklichkeit zu implantieren, und es geschafft hat, "Terror" den anderen anzuheften und den eigenen Terror, in Libyen, Afghanistan, Irak, Palästina, Afrika etc., der hundertfach höher einzuschätzen ist, einfach zu verschweigen, und als Kampf gegen den Terror zu belügen. So wird der Kriegsterror zum Klau von Naturrecourcen anderer Länder, als nichtexistent in den Köpfen vieler unbedarfter Mainstream-Konsumenten versinken. Damit sich daran nichts ändert, will man jetzt auch ein freies Internet mit ACTA, SOPA und PIPA zu einem unfreien umgestalten.

CDU-Politiker Ansgar Heveling sagt der "lieben Netzgemeinde" schon vorsorglich den Kampf an. Nehmen wir ihn beim Wort.

FH

Anmerkungen

ZDF-Umfrage: Deutsche wollen Geheimdienst-Morde zur Gefahrenabwehr

CDU-Politiker: Kampfansage an die "liebe Netzgemeinde"
ACTA, ein Akt des Krieges: Ein insgeheim vorbereitetes Zensurinstrument könnte das Internet total verändern