Sonntag, 2. August 2015

Erfundene "Todeslager" in Bosnien dienten als Vorwand für die 1992 erfolgte "Humanitäre Intervention" in Jugoslawien, die mit der Verpflichtung zum Schutz gerechtfertigt wurde

Global Research, 21.07.15

Serbische Auffanglager für bosnische Flüchtlinge wurden der westlichen Öffentlichkeit als "Konzentrationslager" verkauft, um deren Unterstützung für die geplante Intervention in Jugoslawien zu gewinnen.

Im August 1992 waren Millionen von Menschen entsetzt über Fotos, die angeblich aus einem serbischen Todeslager in Bosnien stammten. Die Story über die Todeslager war aber erlogen. Das Kamerateam des britischen TV-Senders Independent Television News / ITN hatte aus einem umzäunten Gehege heraus gefilmt und den Eindruck erweckt, die bosnischen Männer (die sich vor dem Zaun befanden) seien in einem mit Stacheldraht umzäunten Lager eingesperrt. Mit manipulierten Screenshots aus dem Videofilm, die viele westliche Medien verbreiteten, wurde die Lügenstory von den serbischen Konzentrationslagern bebildert.

In Wirklichkeit war das "Todescamp" ein Auffanglager für Flüchtlinge.

Die "Fotos" stammten aus einem Videofilm eines ITN-Kamerateams, das sich einen Tag in Bosnien aufgehalten hat. Der Film wurde in einem Flüchtlingslager in der Stadt Trnopolje gedreht, die Tern-op-ol-yay ausgesprochen wird.

Das am häufigsten verbreitete Foto zeigt einen großen, stark abgemagerten Mann mit nacktem Oberkörper und einem eingefallenen Brustkorb hinter Stacheldraht. Erinnern Sie sich an dieses Bild?

Es war eine Fälschung.

Das wird in einem serbischen TV-Dokumentarfilm nachgewiesen, dessen englisch kommentierte Version den Titel "Judgment!" (Urteil, s. https://www.youtube.com/watch?v=xox7TR11evI&feature=related) trägt und von Jared Israel und Peter Makara produziert wurde, die auch die Website "The Emperor's New Clothes" (Des Kaisers neue Kleider, s. hier) betreiben.

Schon der Stacheldrahtzaun war eine Inszenierung. In dem Dokumentarfilm wird gezeigt dass sich das ITN-Kamerateam innerhalb eines mit Hasen- und Stacheldraht abgezäunten Lagerplatzes befand und durch den Zaun nach draußen filmte; dadurch erzeugte es den falschen Eindruck, die gefilmten Menschen seien eingesperrt. Wenn es sich tatsächlich um ein Todeslager gehandelt hätte, in dem Menschen ermordet wurden, wäre es sicher nicht nur mit einem 2 Meter hohen Zaun aus Hasendraht gesichert worden, der leicht mit bloßen Händen einzureißen ist.

Das war aber nur der erste schmutzige Trick. Der Film "Judgment!" zeigt Schritt für Schritt, wie die gefälschten Bilder kreiert wurden. Die Beweise sind so erdrückend, dass die Rechtsanwälte des TV-Senders ITN der Internetfirma, die den Server betreibt, über die unter www.tenc.net für den Film geworben wird, mit einer Klage drohten.

Die gefälschten Fotos wurden ab dem 6. August 1992 weltweit verbreitet; in Bildunterschriften und Kommentaren wurde Trnopolje mit den Todeslagern der Nazis verglichen.

Die ganze Story war eine faustdicke Lüge.

Seit 1992 haben die Mainstream-Medien immer wieder gefälschte Videos und Bilder benutzt, um Interventionen der USA und der NATO auch im Irak, in Syrien, in Libyen und in der Ukraine zu rechtfertigen.

Auch in dem unter https://www.youtube.com/watch?v=4xss0Ep1MJM aufzurufenden Video wird nachgewiesen, dass Bilder aus dem ITN-Film den Mainstream-Medien dazu dienten, den Überfall auf einen souveränen Staat als "humanitäre Aktion" zu beschönigen.



(Luftpost hat den Artikel komplett übersetzt und mit Ergänzungen und Links in Klammern versehen. Die eingefügten Fotos, auf Luftpost, sind Screenshots und wurden dem Film "Judgment!" entnommen. Wir möchten daran erinnern, dass auch der damalige deutsche Außenminister Joschka Fischer mit seiner Äußerung – "Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz." (weitere Infos dazu s. unter http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wortlaut-auszuege-aus-der-fischer-rede-a-22143.html) – dazu beigetragen hat, den völkerrechtswidrigen Überfall der USA und der NATO auf Jugoslawien und den ersten verfassungswidrigen Kriegseinsatz der Bundeswehr "salonfähig" zu machen.)

Mehr zum Thema:

Willi Wimmer: Die Kriegstreiber geben nun schon 10 Jahre den Ton an.....

Freitag, 31. Juli 2015

Der Rohrkrepierer ging schon 1962 nach hinten los: „Wir haben einen Abgrund von Landesverrat im Lande“ - Netzpolitik.org heute: der Generalbundesanwalt ermittelt

Mowitz
Am 7. November 1962, 17 Jahre nach Ende des Wk II und auf dem Höhepunkt der Spiegel-Affäre, empörte sich der damalige Bundeskanzler Adenauer mit zitternder Stimme und drohend erhobenen Zeigefinger im Bonner Bundestag mit seinem berühmten Satz: „Wir haben einen Abgrund von Landesverrat im Lande.“

Anlass war der Artikel "Bedingt abwehrbereit" im Spiegel über das NATO-Manöver "Fallex 62," aus dem sich später die Spiegel-Affäre entwickelte. Der Artikel stellte das damalige Konzept eines atomaren Erstschlags und die entsprechende Rüstungspolitik unter Verteidigungsminister Strauß in Frage. Das war noch zu der Zeit als die Bundeswehr von Hitlers ehemaligen, mit Ritterkreuzen behängten Generäle aufgebaut, und unter der Oberaufsicht der USA, ihre bedingte Souveränität einbringen durften.

Auch damals wurden Journalisten verhaftet und der Generalbundesanwalt ermittelte auf Deubel komm raus wegen Landesverrat gegen den Spiegel. Viele Aktionen wurden damals in der Öffentlichkeit gestartet um die Pressefreiheit zu retten und einen Rückgang in einen totalitären Staat zu verhindern. Am Ende war Franz-Josef Strauß seinen Ministerposten für Verteidigung los und war in der Bundespolitik nicht mehr tätig. Bis auf ein Zwischenspiel in der Großen Koalition 1966–1969 als Finanzminister. 1965 entschied der Bundesgerichtshof dass keine Beweise vorlägen, die einen wissentlichen Verrat von Staatsgeheimnissen belegen würden. Ob das Urteil ohne den konsequenten Protest "wehrhafter" Demokraten gefällt worden wäre, darüber kann nur spekuliert werden.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Im Zeitalter des Internet, haben sich die Medien neu positioniert. Mainstream- und Konzernmedien, die selber gerne unter der Losung "Qualitätsmedien" marschieren, spendieren enorme Summen um ihre Leser zu manipulieren, schreibt der international renommierte und höchst unverdächtige Philosoph und Linguist Prof. Noam Chomsky. Das ist wohl die eigentliche Ursache des Mainstreamtodes. Die Leute haben es auch bemerkt.

Also lässt man eine neue "Landesverratskampagne" von der Leine und lässt den Generalbundesanwalt ermitteln. Nicht gegen ausländische Spione "befreundeter" Mächte von der NSA und GCHQ, die gegen Merkel und ihre Regierung mit hoher Wahrscheinlichkeit Spionage betreiben. (Dem Generalbundesanwalt Harald Range fehlen allerdings noch "gerichtsfeste Beweise" um Ermittlungen durchzuführen, wie er spon wissen ließ).

Jetzt verschaffen sich schon die ersten Empörungen im Netz und bei den Printmedien Gehör. Die Ermittlungen gegen das Blog Netzpolitik.org werden scharf kritisiert. Sogar in etablierten Kreisen schwindet das Verständnis für das Verfahren. "Der Landesverrat von Journalisten ist ja wohl ein schlechter Scherz", twitterte der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner. Die Vorsitzende des Bundestags-Rechtsauschusses, Renate Künast (Grüne), hat die Ermittlungen durch Generalbundesanwalt Harald Range gegen die Verantwortlichen der Online-Plattform Netzpolitik.org wegen angeblichen Landesverrats kritisiert. "Mich ärgert das Missverhältnis", sagte sie dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag-Ausgabe). "Auf eine Anzeige hin prüft er nicht lange. Da geht das zack, zack."

In den 60er Jahren war die Spiegel-Affäre ein Weckruf auf welch dünnem Eis die "Demokratie" so vor sich hinschlittert. Aber bald schlitterte die 68er-Bewegung zu Tausenden auf den Straßen mit und ging sogar in die Geschichtsbücher ein. Im Guten wie im Schlechten.

FH


Landesverrat vs. "Ganz besonders die Pressefreiheit ist ein hohes Gut!"


Mittwoch, 29. Juli 2015

Der Einzelne darf nicht die politische Elite stören

Verfassungsschutz will soziale Medien überwachen
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Noam Chomsky
Der international renommierte Philosoph, Linguist und politische Aktivist, Professor Noam Chomsky, spricht mit Sputnik über globale Medientrends im Informationskrieg.
Die meisten westlichen Massenmedien versuchen laut Noam Chomsky ihr Publikum für propagandistische Zwecke zu manipulieren um so eine öffentliche Meinung zu etablieren.

Massenmedien schaffen künstliche Bedürfnisse und trennen Menschen. Das Ziel ist, nicht zuzulassen, dass normale Mitbürger die Kreise der politischen Elite stören. Die meisten großen Medienunternehmen strengen sich wirklich an, um Menschen in "isolierte Atome des Verbrauchs" zu verwandeln, meint Chomsky.

Zeitungen wie die New York Times und Washington Post spendieren enorme Summen um ihre Leser zu manipulieren.

Wenn Massenmedien und moderne Technik in falsche Hände geraten, können sie zu einem gefährlichen Mittel werden, dass nur den Interessen einer begrenzten Gruppe dient.

Moderne Medien werden ständig weiterentwickelt um ihre Form zu verändern, aber die grundlegenden Prinzipien bleiben die gleichen, wie Noam Chomsky in seinem Buch "Manufacturing Consent" (deutsch: "Die Konsens-Fabrik") aus dem Jahr 1988 beschreibt.

Chomsky schreibt in seinem Buch, dass alle Medien von den Regeln des Marktes gesteuert werden, während das Publikum als eine Art Produkt, an Auftraggeber verkauft wird.

Gefunden auf Sputnik Sverige. Übersetzt aus dem Schwedischen von Folker Hoffmann (Mowitz), Gegenmeinung.