Karikatur: © Ursula Behr, http://urs1798.wordpress.com/
Die Situation am Interbanken-Markt hat sich schon wieder rapide verschlechtert.
Gestern ging noch alles, heute ist der Geldmarkt schon wieder wie gelähmt, berichten Händler. Die Situation sei die gleiche wie letzte Woche. Der Geldmarkt sei zu.
Das Mißtrauen unter den Banken sei nicht gewichen. Besonders bedrohlich sei die Situation für jene Häuser, die keine von der Bundesbank oder EZB akzeptierten Verbriefungen besitzen.
Die Nachfrage übersteige bei weitem das Angebot. Viele Banken seien aber auf den Geldmarkt angewiesen, um ihre Verbindlichkeiten zu finanzieren.
Nach Angaben eines Insiders ist es der Geldmarkt, welcher in der Vergangenheit den Kreditexzess erst ermöglichte. Hunderte Banken rund um den Globus liehen sich gegeneinander Geld aus. Da dies kurzfristige Geschäfte waren, fragte niemand nach Sicherheiten. Doch diese einfache Form der Geldbeschaffung scheint nun auch trotz staatlicher Sicherheiten nicht zu funktionieren, da jeder Marktteilnehmer weiss, dass "so viel Geld, wie tatsächlich benötigt wird, einfach nicht existiert".
Diese beklemmende Tatsache dürfte in Kürze für erhebliche Unruhe sorgen. (MMnews)
Wie kommen die Banken eigentlich an das viele Geld, das sie verleihen und das sie NICHT HABEN?
Wenn das lächerlich anmutet, schaut hier:
In den letzten Jahrzehnten sind durch beständigen Lobbyismus der Banken die Bedingungen, um neue Einlagen bei der Zentralbank zu machen, in manchen Ländern so gut wie aufgehoben worden, und das tatsächliche Verhältnis ist nicht unbedingt länger 9:1. Für manche Gattungen von Bankkonto sind 20:1 oder auch 30:1 üblich. In manchen Fällen gar keine Reserven. In jüngerer Zeit – indem man Kreditgebühren nutzt, um die nötigen Reserven vom Kreditnehmer zu holen – haben Banken einen Weg gefunden, Reservebedingungen komplett zu umgehen.
Also … auch wenn die Regeln komplex sind, merkt der gesunde Menschenverstand:Banken können so viel Geld erschaffen, wie wir leihen können.
„Jedermann spürt unbewusst, dass Banken kein Geld verleihen.
Wenn man von seinem Konto abheben möchte, sagt einem die Bank nie, dass man gerade nicht kann, weil sie das Geld jemand anderem geliehen hat.“
(Mark Mansfield, Ökonom und Autor)
Trotz der ständig gezeigten Münzanstalten macht von der Regierung ausgestelltes Geld normalerweise weniger als 5% der Geldmenge im Umlauf aus. Mehr als 95% alles heutzutage vorhandenen Geldes wurde erschaffen, indem jemand mit seiner Unterschrift eine Schuldverpflichtung gegenüber einer Bank einging.
Hinzu kommt, dass dieses Schuldgeld in großen Mengen geschaffen und vernichtet wird – jeden Tag – indem neue Schulden gemacht und alte abbezahlt werden.
„Ich fürchte, dass ein normaler Bürger nicht gerne hört, dass Banken Geld erschaffen können und es auch tun. …Und die über den Kredit einer Nation verfügen, lenken deren Politik und haben das Schicksal des Volkes in der Hand“
Lesen Sie den gesamten Artikel von Paul Grignon "Geld als Schuld", hier. Bertolt Brechts Zitat:
„Der Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank.“war nie so aktuell wie heute.



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