Von Folker Hoffmann
Ein Blick auf die Landkarte sollte auch dem Dümmsten genügen um die Propagandaschlachten der deutschen Staats- und Finanzmedien als das zu entlarven was sie sind: Lügen und Verdrehungen von Tatsachen. Während Israel mit Hilfe sämtlicher westlicher Staaten, ungestört seinen feuchten, expansiven Träumen eines Groß-Israel mit militärischen "Säuberungen" nachgehen darf, schreit die westliche W(ä)rtegemeinschaft empört bei der UN-Antirassismus-Konferenz in Genf auf, als Irans Präsident Ahmadinedschad das Wort ergriff und Israel bescheinigte, eine rassistische Regierung zu haben. Das Erste Deutsche Märchenfernsehen dröhnte, wie erwartet, von einem Eklat Ahmadinedschads. Was soll falsch an dieser Feststellung Ahmadinedschads sein? Welche Bezeichnung wäre denn den Märchenmedien für eine Regierung, die sich einen ausgewiesenen rassistischen und faschistischen Außenminister Lieberman leisten darf, lieber gewesen? Lieberman macht keinen Hehl daraus, was er von Arabern hält.
Als der ehemalige Premierminister Ariel Sharon, der immer noch im Koma liegt, 2003 die Freilassung von 350 palästinensischen Gefangenen erwog, murmelte Lieberman laut Zeitungsberichten, es sei besser, die Gefangenen im Toten Meer zu ertränken – wofür er als Transportminister Busse zur Verfügung stellen würde. 2006 forderte er die Hinrichtung arabisch-stämmiger Parlamentskollegen, die Kontakte zu Hamas oder Hisbollah haben – und verglich sie mit „Nazi-Kollaborateuren“, die in den Nürnberger Prozessen verurteilt wurden. Im Gazakrieg 2009 regte Lieberman an, die Hamas zu bekämpfen, wie die USA im Zweiten Weltkrieg Japan bekämpften, denn dann sei eine Besatzung unnötig. Diese Bemerkung wurde als Anspielung auf den Abwurf von zwei amerikanischen Atombomben auf Japan verstanden. Der TagesspiegelIsrael Friedensliebe und um den Ausgleich mit den Palästinensern bemüht, zu bescheinigen, hätte wohl den öffentlichen Märchenanstalten den letzten, rudimentären Rest an Glaubwürdigkeit gekostet. Zu beachten sind auch die schon wieder, oder noch immer wiederholten Lügen der "Qualitätsmedien", was Ahmadinedschad gesagt hat oder auch nicht. Die Tagesschau zierte sich lange ihre verlogenen Behauptungen richtig zu stellen, mussste aber schließlich folgendes eingestehen:
"In eigener Sache: Der iranische Präsident Ahmadinedschad hat nicht wörtlich die 'Tilgung Israels von der Landkarte' gefordert. Nach der Übersetzung des Sprachendienstes des Deutschen Bundestages sagte Ahmadinedschad: 'Das Regime, das Jerusalem besetzt hält, muss aus den Annalen der Geschichte getilgt werden.' (bpb.de) Hierauf hat auch Irans Außenminister hingewiesen: tagesschau.de. Ahmadinedschad hat mittlerweile - vermutlich auf innenpolitischen Druck - erklärt, dass der Iran keine Pläne habe, Israel anzugreifen." http://www.tagesschau.de/ausland/meldung154160.htmlInzwischen wiederholt die Tagesschau ganz unverfroren wieder ihre selbst eingestandenen Lügen - und verkauft sie einem unbedarften Publikum als Wahrheit. In der Tat, die heutigen "Qualitätsmedien" befinden sich ganz auf dem Niveau Alfred Hugenbergs.
So wie es im Augenblick aussieht, praktiziert Israel genau das, was man Ahmadinedschad vorwirft, obwohl er es beweislich nie gesagt hat. Nicht Israel wird oder soll von der Landkarte getilgt werden, sondern Israel tilgt seit Jahrzehnten Palästina von der Karte und verleibt sich immer mehr Gebiete völkerrechtswidrig ein. Auch das unter einem eigenen atomaren "Schutzschild" mit dem es seine Nachbarn erpresst und einschüchtert. Und die westliche W(ä)rtegemeinschaft empört sich darüber, dass auch der Iran nach "höherem" strebt. Israels Existenzrecht wird mehr durch die eigene aggressiv-expansionistisch-rassistische Politik, der israelische Historiker Ilan Pappe nennt das ethnische Säuberungen, gefährdet, als durch vermeintliche oder reale Bedrohungen seiner Nachbarn.
Aktualisierung:
Offizielle Übersetzung der Rede Ahmadinedschads
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