Die russische Regierung betrachtet den möglichen Einstieg des heimischen Automobilherstellers GAZ bei Opel als eine „kommerzielle Frage“ und mischt sich darin nicht ein.
Das sagte der russische Ministerpräsident Wladimir Putin in einem Interview für japanische Medien im Vorfeld seiner Reise nach Tokio. Er verwies darauf, dass Opel, auch wenn er seinen Sitz in Deutschland hat, zum US-amerikanischen Automobilkonzern gehöre.
Dass Fiat oder GAZ für Opel bieten wollen, sei durchaus normal. „Neulich wurde die Fusion von Volkswagen und Porsche angekündigt. Weltweit vollziehen sich weitere Prozesse dieser Art“, sagte Putin. Nach seinen Worten verfolgt die russische Regierung diese Geschehnisse, mischt sich jedoch nicht ein.
Die GAZ Group hat laut Medienberichten neben dem italienischen Autobauer Fiat und dem kanadischen Zulieferer Magma Kaufinteresse am angeschlagenen Autohersteller Opel. GAZ gilt selber als finanziell angeschlagen und musste die Produktion in den vergangenen Wochen stark zurückfahren. Russische Medien mutmaßten, dass eine mögliche Übernahme von Opel durch die GAZ Group, die selber einen Schuldenberg von umgerechnet 915 Millionen Euro hat, auf Unverständnis bei der russischen Regierung stoßen würde, die sich um eine Sanierung des Unternehmens von Milliardär Oleg Deripaska bemüht.
Quelle: RIA Novosti
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