Folker Hoffmann
Kommenden Dienstag sollte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy zu einem offiziellen Besuch in Stockholm eintreffen. Den stellt er nun kurzfristig ein, weil der konservative schwedische Außenminister Carl Bildt in einem Interview am Montag im "Le Figaro" für einen EU-Beitritt der Türkei warb.
Bildt sagte u.a.: "Unter den kommenden Jahrzehnten brauchen wir die wirtschaftliche und demographische Dynamik der Türkei".
Bildt, auch ehemaliger Ministerpräsident Schwedens und fast ständiger Teilnehmer der Bilderberg-Gruppe, ist schon immer ein Schoßhund der USA gewesen. Für die USA kann die EU gar nicht groß genug sein. Je größer, schwerfälliger und handlungsunfähiger die EU, um so größer die Führungsrolle der USA - gerade in Europa.
Der EU, heute schon ein impotentes Monster, würde es gut tun, kleiner zu werden als größer. Wenn man nicht gleich das gesamte EU-Projekt infrage stellen will.
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