Es ist eine Ungeheuerlichkeit wie sehr sich Staatsorgane um nazistische Aufmärsche verdient machen, während sie gleichzeitig demokratische, gewaltfreie Gegenaktionen kriminalisieren. Im Sachsensumpf ist vieles eine Selbstverständlichkeit. Nie mehr Faschismus!? Wir stecken doch mitten drin!
Dazu erreichte mich heute folgende e-mail mit der Bitte um Weiterverbreitung, der ich gerne nachkomme.
„Liebe FreundInnen und Interessierte,
nachdem die polizeiliche Repression gegen die Mobilisierung zur Verhinderung des europaweit größten Nazi-Aufmarschs weitergeht und die Website des Bündnisses Dresden-Nazifrei von der Polizei abgeschaltet wurde, gibt es am Donnerstag, 28.1.10 eine bundesweite öffentliche Plakatieraktion.
In Frankfurt: Do., 28.1.10, 16:00 Parteibüro DIE LINKE (Kurfürstenplatz/Große Seestr. 29)
Je mehr sich beteiligen, desto erfolgreicher ist die Signalwirkung.
Bitte leitet die Info weiter.
Auf nach Dresden! Jetzt erst recht! No pasaran!
Weitere Infos auf antinazi.wordpress.com und http://www.dresden-nazifrei.com/
Schöne Grüße
Euer Stadtteilprojekt
Anbei die Mitteilung zur Aktion:
BITTE AN ALLE WEITERLEITEN! BITTE AN ALLE WEITERLEITEN! BITTE AN ALLE WEITERLEITEN! BITTE AN ALLE WEITERLEITEN!
Aufruf zur bundesweiten Plakatierung der kriminalisierten „Dresden Nazifrei“-Plakate am Donnerstag, 28.01.2010, 16 Uhr
Am 19. Januar 2010 durchsuchte die Polizei in Dresden und Berlin zwei Objekte und beschlagnahmte Plakate und Flugblätter des Bündnisses „Dresden Nazifrei“. Der Vorwurf laute, geplante Blockaden gegen einen Naziaufmarsch am 13. Februar 2010 in Dresden seien ein Aufruf zu Straftaten.
„Dresden- Nazifrei“ ist ein breites, zivilgesellschaftliches Bündnis, dem Gewerkschaftsgliederungen, DIE LINKE, der Landesverband der Grünen Berlin, die Jusos, die linksjugend [´solid], Die Linke.SDS, Antifagruppen, etliche Bundestagsabgeordnete und Künstler wie Konstantin Wecker und Bela B. von den „Ärzten“ angehören. Die Beschlagnahmungen lösten einen Sturm des Protestes in der demokratischen Öffentlichkeit auf. Die Linke.SDS rief für den Abend des 20. Januars dazu auf, die Plakate öffentlich zu verkleben, um sich so gegen die Kriminalisierung antifaschistischen Protestes zu stellen. Dabei wurden die Bundestagsabgeordnete Dorotheé Menzner (Die LINKE) und vier jungendliche Plakatierer verhaftet.
Wir werden diese fortgesetzte Kriminalisierung antifaschistischen Engagements nicht hinnehmen! Nazi-Aufmärsche zu blockieren ist unser Recht und unsere demokratische Pflicht. Es ist ein in Jahrzehnten von sozialen Bewegungen durchgesetzter Standard, dass Blockaden und ähnliche Aktionsformen zivilen Ungehorsams keine Straftaten darstellen, sondern ein Bestandteil demokratischer Protestkultur sind. Dies werden wir uns auch von reaktionären Dresdener Staatsanwälten nicht nehmen lassen. Wir werden weiter mobilisieren, um den Nazi-Aufmarsch in Dresden am 13. Februar gemeinsam und entschlossen mit allen Mitteln des zivilen Ungehorsams zu verhindern.
Um deutlich zu machen, dass wir uns das Recht nicht nehmen lassen, öffentlich dazu aufzurufen, Naziaufmärsch zu blockieren, rufen wir dazu auf, am Donnerstag, 28. Januar 2010 um 16 Uhr bundesweit an vielen Orten die kriminalisierten Plakate zu verkleben. Die Aktionen sollen öffentlich angekündigt werden.
Wir appellieren an Abgeordnete, Gewerkschaftsfunktionäre, KünstlerInnen und sonstige Personen des demokratischen öffentlichen Lebens, sich an den Plakatierungen zu beteiligen und den Plakatierenden einen möglichst großen politischen Schutz vor polizeilicher Repression zu bieten.
TREFFPUNKT: DONNERSTAG, 28.01.2010 UM 16.00 UHR IM PARTEIBÜRO (GROßE SEESTRAßE 29 IN FFM)
UnterzeichnerInnen
Antifaschistische Linke Berlin (ALB)
Avanti – Projekt undogmatische Linke
Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Jena
Pedram Shahyar (attac Ko-Kreis)
Florian Wilde (Die Linke.SDS)
Stefanie Graf (Mgl. im Parteivorstand Die LINKE)
Konstantin Wecker (Künstler)
Franziska Drohsel (Bundesvorsitzende der JUSOS)
Björn Böhning (Sprecher dl 21, SPD)
Gesine Agena (Sprecherin Grüne Jugend)
Franziska Stier (BSPR linksjugend.[´solid])”
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