Montag, 22. Februar 2010

Leseempfehlung an Zensursula - oder wie der Vatikan Pädophilieverbrechen in den eigenen Reihen vertuscht

Die katholische Theologin Uta Ranke-Heinemann rechnet in einem bemerkenswerten junge Welt-Artikel "Der Papst weint Krokodilstränen" mit der verlogenen Doppelmoral in Sachen Kindesmissbrauch, wenn der kath. Klerus ihn begeht, ab.


Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Man erfährt beispielsweise etwas von zwei Geheimschreiben, die im Tresor jedes Bischofs verschlossen liegen.

"Das erste stammt von Kardinal Ottaviani von 1962 und heißt: Crimen sollicitationis (Verführung zu sexuellen Handlungen). Das zweite stammt von Kardinal Ratzinger, ist aus dem Jahr 2001 und heißt: De delictis gravioribus (Von den schwersten Verbrechen). In diesen beiden Geheimschreiben wird die »ausschließliche Kompetenz des Vatikans«, was Pädophiliefälle anbelangt, betont und werden sämtliche Bischöfe unter Strafe der Exkommunikation aufgefordert, alle Pädophiliefälle ausschließlich und nur an den Vatikan zu melden."
Oder das im Neuen Weltkatechismus von 1992 Nummer 2357 der Papst seine Schäfchen belehrt:
"es sei besser, die eigenen Töchter zur Vergewaltigung preiszugeben, als homosexuelle Akte zuzulassen."
Der Vatikan hat in seiner langjährigen Geschichte der "Unfehlbarkeit" nicht nur "Irrtümer" begangen, sondern gerade auch widerliche Verbrechen.

Hier geht's zum Artikel in der jungen Welt

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