Das Israel nie an einem Frieden mit den Palästinensern interessiert war, zeigte sich wieder einmal in aller Deutlichkeit bei der brutalen und völkerrechtswidrigen Erstürmung des zivilen Hilfskonvois "Ship to Gaza" in internationalen Gewässern, bei dem nach bisherigen Angaben 19 Friedensaktivisten ermordet und über fünfzig verwundet wurden.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Israels Geschichte ist voll von Beispielen internationales Recht zu ignorieren und mit militärischer Macht seine eigenen Vorstellungen von Recht durchzusetzen. Israel meint für sich in Anspruch nehmen zu können, ihnen missliebige Menschen nach eigenem Gusto ermorden zu dürfen, um seine angestrebte Vormachtsstellung im Nahen Osten zu etablieren. Der Mord an einem Hamasführer in Dubai vor einiger Zeit, bei dem sich ein Mörderkommando des Terrornetzwerkes Mossad mit gestohlenen und gefälschten Pässen der EU zu tarnen versuchte, flog auf und löste diplomatische Verwicklungen mit der EU aus.
Allerdings ist die Attacke gegen "Ship to Gaza" noch sehr viel schlimmer. Israel ist auf dem besten Weg sich selbst aus der internationalen Völkergemeinschaft auszuschließen, wenn es denn je ein Interesse daran gehabt haben sollte, ihr angehören zu wollen.
Nun besteht das überhängende Risiko, dass in dem allgemeinen Nachrichtenchaos und den mit Sicherheit zu erwartenden Manipulationen der israelischen Regierung, wie es zu den Massenmorden auf den Schiffen kommen konnte, die Kernfrage, das Schicksal der von Israel im Gaza-Ghetto - und darüber hinaus - gefangengehaltenen und entrechteten 1,5 Mio. Palästinensern in der Öffentlichkeit untergeht. Hintergrund des internationalen Hilfskonvois war und ist, den Menschen zu helfen, die seit Jahren der Quälerei israelischer Kriege und Okkupation ausgesetzt sind. Lieferungen von lebensnotwendigen Gütern werden behindert oder erst gar nicht zugelassen. Das Warschauer Ghetto der Nazis während des Zweiten Weltkrieges als Vorbild für den Unrechtsstaat Israel?
Die Krise im Nahen- und Mittleren Osten, wird jetzt noch zusätzlich, nach einem Bericht der Times, durch die Entsendung von den vom deutschen Steuerzahler finanzierten, atombestückten U-Booten der Dolphin-Klasse in den Persischen Golf, angeheizt. Der Fahrplan zu einem weiteren Krieg, bei dem uns der gesamte Planet noch um die Ohren fliegen könnte, ist längst geschrieben.
Gut das die Deutschen, mit Lena Meyer-Landrut, der Siegerin einer Quatsch- und Nonsensveranstaltung in Oslo, wieder eine Figur gefunden haben, der sie zujubeln können. Das entlässt sie von der Qual des eigenen Nachdenkens. Genau was in einer Lach- und Spaßgesellschaft angesagt ist.
FH
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