Donnerstag, 3. Juni 2010

Bewusste Hinrichtung von Friedensaktivisten

Der schwedische Religionshistoriker Mattias Gardell, Professor an der Universität Uppsala und einer der Initiatoren für "Ship to Gaza", war an Bord des türkischen Schiffes "Mavi Marmara" als mindestens neun Friedensaktivisten brutal von israelischen Freibeutern vorsätzlich ermordet wurden. Er landete heute morgen mit weiteren sechs schwedischen Aktivisten in Istanbul wo sie vom schwedischen Außenminister Carl Bildt begrüßt wurden. Laut Expressen erhob Mattias Gardell schwerste Vorwürfe gegen Israel und die von ihm eingesetzten Killer bei der Stürmung von "Mavi Marmara".

  • "Die Israelis begingen vorsätzlich Mord. Es waren Kommandosoldaten ausgestattet mit Lasersichtgeräten. Zwei Menschen wurden mit Schüssen in die Stirn getötet, einer mit einem Schuss in den Hinterkopf und einer durch einen Brustschuss. Mehrere von den Getöteten waren Journalisten. Ich selbst sah einen Körper und hörte viele übereinstimmende Zeugenaussagen."
  • "Zuerst kamen Spezialtruppen auf Booten mit leise laufenden Motoren. Unsere Leute verteidigten unser Schiff mit Feuerwehrschläuchen und Wasser und machten es den Israelis unmöglich unser Schiff zu entern. Einige Soldaten wurden gefangen genommen. Ein Uzi (Maschinengewehr) und eine Pistole wurden von uns beschlagnahmt, die Munition herausgenommen und ins Meer geworfen. Wir wollten mit allen Mitteln zeigen, dass wir in einer friedlichen Mission unterwegs waren und das wir keinerlei Waffen hatten."
  • "Dann kamen Fallschirmjäger in vier Hubschraubern und schossen bereits scharf als sie noch in der Luft waren."
Carl Bildt war voll des Lobes über den türkischen Einsatz bei den Bemühungen die Schweden aus Israel rauszuholen und nach Hause zu bringen.
  • "Der sehr nahen Zusammenarbeit mit der türkischen Regierung ist es zu verdanken, dass es so schnell geklappt hat. Wir haben sehr gute und nahe Verbindungen. Aber es steht noch viel Arbeit an. Zuerst müssen sämtliche Aktivisten ihre persönliches Eigentum zurück bekommen. Dann kommt der politische Teil. Ich werde jetzt mit meinen Außenministerkollegen in Europa einen Dialog beginnen um herauszufinden welche Bedingungen wir für eine unabhängige Untersuchung aufstellen müssen. Das werden wir am 14. Juni beim Außenministertreffen in Luxemburg diskutieren, auch die Kernfrage - die Blockade Gazas."

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