
Cartoon: Carlos Latuff
Nun ist davon auszugehen, dass ein EhNaMag, wie alle anderen Einheitsjournaillen auch, weiß, welche Verbrechen gegen die Menschlichkeit sich der Strolchenstaat hat zuschulden kommen lassen. Wobei die Schwierigkeiten, die Eli Zvieli widerfahren sind, noch zu den geringfügigsten zählen. Die Saat des Rassismus ist in den Mehrheitsköpfen der Israelis aufgegangen. Erstaunen sollte es nicht. Überlegene Mainstream-Propagandamaschinen sind täglich im Einsatz um kollektive Gehirnwindungen ganzer Völker zu vergewaltigen.
Dies ist allerdings nicht nur eine spezifisch israelische Vorgehensweise. In Deutschland, sowie im übrigen Europa, werden im Augenblick, mit Hilfe der Mainstream, die islamfeindlichen Messer gewetzt und tut hin und wieder so, als sei man erstaunt wenn Rassismus sich verselbstständigt.
Der Springer-Vorstandsvorsitzende Döpfner ruft zur Wahrung der Besitzstände seiner Klasse, die er mit "unseren" fälschlicherweise in einen Topf wirft, zum Krieg gegen "das höhnische Lachen der Islamisten" auf. Verquickungen von persönlichen Interessen und Außerachtlassung journalistischer Sorgfaltspflicht zur Wahrheitsfindung, sind nicht unüblich, in diesem "unseren" Land. Wird ja seit langem auch dem ehemaligen Chefredakteur des EhNaMag, Stefan Aust, vorgeworfen.
Redeverbote in Deutschland haben eine lange Tradition und Norman Finkelstein durfte sie Anfang des Jahres praktisch am eigenen Leib erfahren:
"Rolf Verleger brachte es wie folgt auf den Punkt: Vor der Wahrheit, die Norman Finkelstein darzulegen und zu erörtern gedachte, habe die deutsche »Lobbygruppe des israelischen Schlag-zu-Nationalismus« große Angst. »Also wurde eine Kampagne geführt. Der auf seine elterlich-jüdische Tradition stolze Finkelstein wurde als ›Antisemit‹ und ›Geschichtsrevisionist‹ diffamiert, mithin in die Naziecke gestellt. Die Jüdische Gemeinde Berlin, jüdelnde Gruppen in Der Linken (Arbeitskreise namens ›Shalom‹) und ein jüdischer Arbeitskreis in der SPD riefen zur Demonstration gegen Finkelstein auf. Mit diesen Gruppen wollte es sich die Evangelische Kirche ohne Not nicht verderben, ebenso die Parteistiftung der Grünen, und ebenso die Parteistiftung der Linken: Sie alle zogen ihre Zusagen zur Organisation der Veranstaltung zurück. Da nutzte es nicht genug, daß Finkelstein selbst Jude ist und daß wir, die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost, Mitveranstalter waren."Gestern hatte Norman Finkelstein nun endlich die Möglichkeit, auf Einladung der palästinensischen Ärzte- und Apothekervereinigung Deutschland, seinen Vortrag im Berliner Maritim Hotel zu halten. Die Anwesenden dankten ihm für seinen Vortrag, "Israel und Palästina: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft" mit viel Beifall. Seinem Auftritt war wieder einmal eine antisemitische Hetzkampagne des prozionistischen BAK Shalom und anderer Antidemokraten vorangegangen. Deren Ziel ist es, die Wahrheit über den Strolchenstaat in Deutschland zu verhindern. Zum Glück verlief sich gestern die groß angekündigte Demo der Massaker-Leugner völlig im Dunkeln. Es fällt auf, dass in letzter Zeit die Erfolge der zionistischen Wahrheitsunterdrücker abnehmen. Sei es der Versuch Prof. Alfred Grosser als Redner der Gedenkveranstaltung an die "Reichspogromnacht" in der Frankfurter Paulskirche zu verhindern, oder der Versuch, die Nakba-Ausstellung in Freiburg im Breisgau zu verbieten.
Es spricht sich langsam herum. Die unzensierte Information, die im Internet für jedermann zugänglich ist, der sich für sie interessiert, wird langsam aber sicher zu einem Problem für Konzernmedien. Das Problem liegt in stetig sinkenden Auflagen. Leser sind auf Dauer klüger als Zeitungsverleger und Chefredakteure annehmen. Sie lassen sich halt nicht in alle Ewigkeit verscheißern. Das Geld kann man sich sparen. Es ist besser mit einer Spende für "Ship to Gaza" angelegt.
FH
cc Gegenmeinung
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