„Ich habe die Mafia im Kosovo, was im Grunde das selbe wie die Regierung im Kosovo bedeutet, untersucht“, sagte Arlacchi, einst Exekutivdirektor des Internationalen Drogenkontrollprogramms der Vereinten Nationen (UNDCP), auf einer Pressekonferenz bei RIA Novosti.Er bezeichnete den Kosovo als „das kriminelle Zentrum Europas“ und die „Drehscheibe für den Heroin-Schmuggel aus Afghanistan“. Die EU-Rechtsstaatlichkeitsmission EULEX, die seit 2008 im Kosovo tätig ist, der Staatsanwälte und Ermittler angehören, hat bislang keinerlei Ergebnis gebracht.
„Wir wollen klären, was die Mission im Kosovo in Sachen Rechtspflege tut“, sagte Arlacchi.Die westliche Wertegemeinschaft, in der Regel wenig zimperlich bei der Wahl von Mitteln um dem Recht des Stärkeren zum Durchbruch zu verhelfen, geltendes Recht zu beugen anstatt es zu respektieren, sichert der kosovarischen Regierung immer wieder Unterstützung zu und verschließt die Augen vor der Machtstellung der Mafia. Arlacchi gilt als einer der führenden Weltexperten in Sachen Drogenmafia.
Nach Erkenntnissen des Bundesnachrichtendienstes (BND) betreiben kosovarischen Spitzenpolitiker wie Hashim Thaci (heute Regierungschef im Kosovo), Xhavit Halili (Parlamentspräsident und laut NZZ Kosovos "gefährlichster Mann" mit Schweizer Vergangenheit) oder Ramush Haradinaj (Premierminister 3. Dezember 2004 – 8. März 2005) eng verflochtene Netzwerke organisierter Kriminalität die Politik und Wirtschaft tief durchdringen.
So funktioniert das von den USA und seinen Vasallen durchgeführte State Building überall auf der Welt. Ob Irak, Afghanistan, Libyen, Kosovo, Syrien oder welches Land auch immer. Zurück bleiben zerrissene und geschundene Gesellschaften, die sich den Interessen des westlichen Lebensstils unterzuordnen haben, der durch seine Aufwändigkeit selbst die größte Gefahr für den Fortbestand des Planeten darstellt.
FH

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