Mittwoch, 31. August 2011

NATO-finanzierte Desperados auf Diplomatenhatz in Libyen

Venezuelas Botschafter in Libyen, Afif Tajeldine, sah sich nach Gaddafis Fall gezwungen, Libyen zu verlassen und befindet sich nun an einem unbekannten Ort. Der Grund liegt laut Sohn des Diplomaten, Basem Tajeldine, in der eskalierenden Bedrohung durch die von der NATO unterstützten und bewaffneten Gaddafi-Gegner, die inzwischen weite Teile des Landes beherrschen.
Sein Vater sei "politisches Ziel von Söldnertruppen" geworden, beklagte Basem Tajeldine, der den genauen Aufenthaltsort des Botschafters nicht preisgeben wollte, um ihn zu schützen. Auch wenn er Tripolis verlassen musste, werde der Botschafter weiterhin die Position Venezuelas gegenüber dem Konflikt vertreten, fügte der Sohn des Diplomaten gegenüber EFE an. Die Regierung von Hugo Chávez lehnt die NATO-Intervention entschieden ab und erkennt den "Übergangsrat" in Libyen nicht an. Nach Angaben von Basem Tajeldine wird die Residenz des Botschafters derzeit von bewaffneten Gaddafi-Gegnern bewacht, nachdem sie am 24. August überfallen und ausgeraubt wurde.
Wie auch bezahlte Aufständische und ihre Auftraggeber wissen sollten, genießen Diplomaten nach dem Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen diplomatische Immunität und Schutz vor strafrechtlicher, zivilrechtlicher oder administrativer Verfolgung in einem fremden Staat. Oder sollte es so sein, das der NATO-Hegemon USA Venezuelas Präsident Chávez beeindrucken will - der schon seit langer Zeit ein Dorn im Auge des globalen Großkapitals ist, vertreten durch die Vereinigten Staaten.

FH

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