Montag, 19. Oktober 2009

Osama bin Laden: Tot oder lebendig?

Fotos: Gobal Research
Von David Ray Griffin GLOBAL RESEARCH, 10.10.09

Lebt Osama bin Laden überhaupt noch? In einem neuen kleinen Buch mit dem Titel "Osama bin Laden: Dead or Alive?" (Osama bin Laden: Tot oder lebendig, zu beziehen über http://www.amazon.de/Osama-Bin-Laden-Dead-Alive/dp/1566567831 ) habe ich mich mit dieser Frage beschäftigt: In diesem Essay fasse ich die Hauptinhalte dieses Buches zusammen. Seit der Übertragung der Macht von der Bush-Administration auf die Regierung Barack Obamas ist die Frage, ob bin Laden tot oder noch lebendig ist, wieder wichtiger geworden. Obwohl George W . Bush einmal verkündet hat, dass er Osama bin Laden "tot oder lebendig" haben wolle, wurde bald klar, dass das nicht ernst gemeint war. Er erklärte nicht nur, dass er nicht mehr an bin Laden interessiert sei, er demonstrierte diese Einstellung auch, als er die meisten militärischen Ressourcen der USA in den Irak umlenkte. Bush brauchte sich natürlich nicht mehr um bin Laden zu kümmern, weil er nicht nur wusste, dass bin Laden nichts mit den Anschlägen am 11.09.2001 zu tun hatte, sondern auch, dass er wahrscheinlich sogar schon tot war.

Ich weiß nicht, wie Präsident Obama und seine Leute über diese Angelegenheiten denken, aber in ihren Äußerungen geben sie jedenfalls vor, bin Laden sei für den 11.09. verantwortlich gewesen und lebe noch.
Im November 2008 war zum Beispiel in einem Artikel in der WASHINGTON POST zu lesen:
"Der gewählte Präsident Barack Obama ... beabsichtigt, die Jagd der US-Regierung nach Osama bin Laden wieder aufzunehmen. ... 'Er ist unser Feind,' sagte ein (Obama-) Berater über bin Laden, 'und (ihn zu fassen) sollte unser Hauptziel sein.
In seiner Rede am 27. März dieses Jahres im Weißen Haus sagte Präsident Obama:
"Al-Qaida und ihre Verbündeten – die Terroristen, welche die Anschläge am 11.09. planten und unterstützten – halten sich in Pakistan und Afghanistan auf. Uns liegen viele Warnungen der Geheimdienste vor, dass Al-Qaida von ihren sicheren Schlupfwinkeln in Pakistan aus neue Angriffe auf das US-amerikanische Mutterland plant. ... Al-Qaida und ihre extremistischen Verbündeten haben sich über die Grenze in abgelegene Gebiete Pakistans abgesetzt. Darunter befinden sich mit ziemlicher Sicherheit auch die Al-Qaida-Führer Osama bin Laden und Ayman al-Zawahiri."
Obama beruft sich regelmäßig auf Erkenntnisse der Geheimdienste, die unverändert behaupten, bin Laden verberge sich irgendwo entlang der Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan. Mit dieser Behauptung wurde auch die Ausweitung der militärischen US-Aktivitäten nach Pakistan gerechtfertigt, mit dem Ergebnis, dass die Leute jetzt vom "AfPak-Krieg" sprechen.

Wer Argumente gegen diesen Krieg sucht, sollte auch darauf hinweisen, dass die Geheimdienste noch nicht einmal nachweisen können, dass bin Laden noch lebt. Wie sollten sie dann wissen, wo er sich aufhält und was er denkt?

Es gibt sicher noch andere gute Argumente gegen diesen Krieg, und viele Kritiker gebrauchen diese Argumente. Aber der Hinweis, dass bin Laden mit ziemlicher Sicherheit tot ist, gehört wirklich zu den guten Argumenten, weil er in das Zentrum der gegenüber der Öffentlichkeit verwendeten Begründung für diesen Krieg zielt.

Eine andere gute Möglichkeit, gegen diesen Krieg zu argumentieren, besteht natürlich darin, darauf hinzuweisen, dass bin Laden nichts mit dem 11.09. zu tun hatte. Obwohl sogar unser eigenes FBI zugegeben musste, dass es "keine belastbaren Beweise für eine Verbindung bin Ladens mit dem 11.09." hat, ist ein großer Teil der amerikanischen Bevölkerung so indoktriniert worden, dass die Menschen jeden Zweifel an der offiziellen Darstellung über den 11.09. weit von sich weisen. Wie wir kürzlich bei der "Van Jones-Affäre" gesehen haben, werden Leute als ungeeignet für den öffentlichen Dienst betrachtet, wenn sie einmal ein Dokument unterzeichnet haben, in dem der Wahrheitsgehalt des offiziellen Berichtes über den 11.09. angezweifelt wurde. (Infos zum Rücktritt des Obama-Beraters Van Jones s. http://voices.washingtonpost.com/44/2009/09/06/van_jones_resigns.html )

 Mein kleines Buch über bin Laden ist in erster Linie für Leute gedacht, die immer noch glauben, dass Osama bin Laden für die Anschläge am 11.09. verantwortlich war, und den AfPak-Krieg deshalb für gerechtfertigt halten, weil wir ihn angeblich davon abhalten müssen, einen weiteren Anschlag zu planen. Viele dieser Menschen werden sich gegen den Krieg wenden, wenn man sie davon überzeugen kann, dass bin Laden mit ziemlicher Sicherheit tot ist. Für diese Annahme sprechen zahlreiche Beweise.

Es gibt zwei Arten von Nachweisen: objektive Beweise und Zeugenaussagen.  

Objektive Beweise für den Tod bin Ladens

Zu den objektiven Beweisen zählen folgende Tatsachen:

Erstens hat die CIA nur bis zum 13. Dezember 2001 regelmäßig Nachrichten zwischen bin Laden und seinen Leuten abgefangen. Nach diesem Datum blieben die Nachrichten plötzlich aus, und die CIA hat seither niemals mehr eine Nachricht empfangen. Zweitens veröffentlichte am 26. Dezember 2001 eine große pakistanische Zeitung die Meldung, dass bin Laden Mitte Dezember gestorben sei; sie berichtete
"Ein prominenter Vertreter der afghanischen Taliban-Bewegung ... teilte mit, ... er habe selbst an dem Begräbnis bin Ladens teilgenommen und vorher auch dessen Gesicht gesehen."
Drittens hatte bin Laden ein Nierenleiden. Deshalb war er im im Juli 2001 im amerikanischen Krankenhaus in Dubai behandelt worden; es wurde berichtet, dass er damals auch zwei Dialyse-Geräte zum Mitnehmen erworben hat. Wenn Sie sich jemals gefragt haben sollten, was bin Laden in der Nacht vor den Anschlägen am 11.09 getan hat, sollten Sie sich an (den TV-Sender) CBS wenden; er hat berichtet, dass bin Laden wegen seiner Nierenerkrankung zu einer Dialyse-Behandlung in einem Krankenhaus in Pakistan war. Und im Januar 2002 sagte Dr. Sanjay Gupta, nachdem er ein Video von bin Laden gesehen hatte, das Ende November oder Anfang Dezember 2001 aufgenommen worden war, dieser habe sich wahrscheinlich im Endstadium eines Nierenversagens befunden. (Infos zu Gupta s. http://en.wikipedia.org/wiki/Sanjay_Gupta )

Viertens berichtete im Juli 2002 (der TV-Sender) CNN, die Leibwächter bin Ladens seien bereits im Februar 2002 verhaftet worden; der Sprecher fügte hinzu: "Quellen glauben, dass die Festnahme seiner Leibwächter ohne bin Laden darauf hindeutet, dass der gesuchteste Mann der Welt bereits tot ist."

 Fünftens haben die Vereinigten Staaten bereits 2001 eine Belohnung von 25 Millionen Dollar für jede Information ausgesetzt, die zur Festnahme oder zum Tod bin Ladens führt. Aber selbst diese Belohnung hat keinerlei Informationen eingebracht, obwohl Pakistan viele verzweifelte arme Menschen hat, von denen nur etwa die Hälfte Anhänger bin Ladens waren.

Zeugenaussagen über bin Ladens Tod

Zusätzlich zu diesen objektiven Beweisen gab es im Jahr 2002 eine Reihe von Zeugenaussagen über bin Ladens wahrscheinlichen Tod, von Leuten, die es eigentlich wissen mussten. Darunter waren
  • Pakistans Präsident Musharraf,
  • Dale Watson, der Chef der Anti-Terroreinheit des FBI,
  • Oliver North  sagte: "Ich bin sicher, dass Osama tot ist. ... Und das sind auch alle anderen Burschen, mit denen ich Verbindung habe",
  • Afghanistans Präsident Hamid Karzai,
  • Quellen innerhalb des israelischen Geheimdienstes ließen verlauten, dass irgendwelche neuen Nachrichten von bin Laden "wahrscheinlich Fälschungen" seien,
  • Quellen innerhalb des pakistanischen Geheimdienstes "bestätigten den Tod Osama bin Ladens" und "nannten als Gründe für die Unterdrückung dieser Nachricht durch Washington den Wunsch der Falken in der amerikanischen Regierung, Osama bin Laden, seine Al-Qaida und den internationalen Terrorismus als Vorwände für einen Überfall auf den Irak zu nutzen".
Aus diesem Grund haben wahrscheinlich die Berichte über bin Ladens Tod gegen Ende des Jahres 2002 aufgehört, als die Vereinigten Staaten ihre Vorbereitungen für einen Angriff auf den Irak verstärkten. Seither gibt es kaum noch Nachrichten darüber.

Kürzlich haben jedoch zwei ehemalige Geheimdienst-Offiziere geplaudert. Im Oktober 2008 ließ Robert Baer, ein ehemaliger Fallbearbeiter der CIA, während eines Interviews mit National Public Radio / NPR (einem US-Rundfunksender) nebenbei verlauten, dass bin Laden nicht mehr unter den Lebenden weilt. Als Baer dazu befragt wurde, sagte er: "Natürlich ist er tot."

Im März 2009 veröffentlichte Angelo Codevilla, ein ehemaliger Angestellter des Diplomatischen Dienstes, unter dem Titel "Osama bin Elvis" einen Essay in der Zeitschrift AMERICAN SPECTATOR (s. http://spectator.org/archives/2009/03/13/osama-bin-elvis ). Diesen Titel erklärend, schrieb Codevilla: "Sieben Jahre nach dem letzten nachprüfbaren Lebenszeichen Osama bin Ladens gibt es mehr Beweise für einen lebenden Elvis (Presley) als für einen lebenden Osama bin Laden."

Das ist ein ausgezeichneter Artikel, der nur einen Fehler aufweist. Als (die pakistanische Politikerin) Benazir Bhutto (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Benazir_Bhutto ) 2007 von David Frost interviewt wurde (s. http://www.youtube.com/watch?v=UnychOXj9Tg&hl=de ), sagte sie Omar Sheikh sei "der Mann, der Osama bin Laden ermordete". Codevilla zitierte diese Behauptung als weiteren Beweis für bin Ladens Tod. Aber Frau Bhutto hatte sich einfach nur versprochen. Sie wollte eigentlich sagen, "der Mann, der Daniel Pearl ermordete"; denn Omar Sheikh wird sonst immer in diesem Zusammenhang genannt. Dass sie sich versprochen hatte, zeigte sich am nächsten Tag, als sie CNN sagte: "Ich glaube nicht, dass General Musharaf persönlich weiß, wo Osama bin Laden ist." Zehn Tage später äußerte sie gegenüber NPT, sie habe einen Polizisten, der damit beauftragt war, ihr Haus zu überwachen, gefragt: "Sollten Sie nicht nach Osama bin Laden suchen?" (Aus diesen beiden Äußerungen geht hervor, dass sie geglaubt hat, bin Laden lebe noch.) Wenn man sich diesen Fehler Codevillas weg denkt, ist sein Artikel eine gute Stütze für seine Behauptung, dass der weit verbreitete Glaube an die fortdauernde Existenz bin Ladens nicht durch Beweise belegt ist.  

Was ist von den "Botschaften Osama bin Ladens" zu halten?

Viele Menschen nehmen natürlich an, dass es viele Beweise dafür gibt, dass bin Laden noch lebt, nämlich die vielen auf Audio- und Videokassetten übermittelten "Botschaften bin Ladens", die seit 2001 verbreitet wurden. Diese Kassetten sind aber nur dann als Beweise tauglich, wenn sie authentisch sind. Das längste Kapitel meines Buches wird dieser Frage gewidmet.

Ich zeige an erster Stelle, dass die Technologie zur Herstellung gefälschter Audio- und Videokassetten so weit fortgeschritten ist, dass sogar Experten getäuscht werden können. Obwohl uns in der Presse immer wieder erzählt wird, der Geheimdienst habe die letzte Botschaft bin Laden als echt anerkannt, ist es praktisch unmöglich, die Authentizität einer Kassette nachzuweisen.

Manchmal ist es jedoch möglich, nachzuweisen, dass ein Videoband gefälscht wurde. Wenn zum Beispiel, der Mann, der als bin-Laden-Darsteller angeheuert wurde, mit der rechten Hand schreibt (obwohl bin Laden Linkshänder sein soll); wenn er viel kräftiger und dunkler ist, als bin Laden in einem Video war, das aus der gleichen Zeit stammt; wenn er fettere Hände und kürzere Finger hat; wenn seine Nase eine ganz andere Form hat. Oder wenn er über den Einsturz der Zwillingstürme äußert, das Feuer habe den Stahl geschmolzen, wohingegen der echte bin Laden (als Bauingenieur) gewusst haben muss, das ein Brand in einem Gebäude Stahl nicht schmelzen kann. Ich spreche hier von dem Video, das von US-Truppen angeblich im November 2001 in Dschalalabad in Afghanistan gefunden und als das "Video mit dem Geständnis bin Ladens" weltweit bekannt wurde.

Offensichtlich gefälscht war auch das "Oktober-Überraschungs-Video", das am 29. Oktober 2004 gerade rechtzeitig auftauchte, um George W. Bush bei seiner Wiederwahl zu helfen. Neben dem Timing ist auch sein Inhalt ein Beleg dafür, dass es eine Fälschung war. In seinen echten Botschaften beruft sich bin Laden häufig auf Allah und den Propheten Mohammed. In dem Oktober-Überraschungs-Video kommt Allah nur selten vor, und der einzige "Mohammed", der erwähnt wird, ist Mohammed Atta (der angebliche Hauptattentäter des 11.09.). Während bin Laden in seinen unzweifelhaft authentischen Botschaften irdische Ereignisse immer als von Allah gewollt oder zumindest gestattet darstellt, gibt der Sprecher auf diesem Oktober Überraschungs-Video eine rein weltliche Begründung für diese Ereignisse ab und erklärt dem amerikanischen Volk sogar: "Eure Sicherheit liegt in euren eigenen Händen."

Am offensichtlichsten gefälscht war das Video, das im Jahr 2007 auftauchte. Es war mit dem Oktober-Überraschungs-Video von 2004 identisch, außer dass der bin-Laden Darsteller darauf einen völlig schwarzen Bart trug (s. Abbildung auf S. 1); deshalb habe ich es auch das Video vom "Blackbeard-Terroristen" genannt. (Blackbeard = Schwarzbart war ein berüchtigter Pirat.) Obwohl "Experten" mit ernsten Gesichtern zu erklären versuchten, warum bin Laden seinen Bart gefärbt oder einen unechten getragen haben könnte, wurde dieses Video zu Recht durch ein YouTube-Video karikiert, auf dem ein Schauspieler mit einem sehr langen, sehr schwarzen Bart sagt:

"Hallo, lange Zeit habt ihr mich nicht gesehen. Ich bin es wirklich, Osama bin Laden. Und lasst euch nicht verwirren, das ist kein Werbespot für Farben, mit denen Männer ihre Haare färben können. ... Ich habe dieses Video nur gemacht, um der Welt zu zeigen, dass ich noch lebe und gesund und munter bin." (Wir haben auf YouTube nur ein Video mit ähnlichen Inhalt gefunden, s. http://www.youtube.com/watch?v=rUiNiB2yVCQ&NR=1 .)

Dieses Video ist sehr komisch. Aber es ist natürlich nicht komisch, dass offensichtlich gefälschte bin Laden-Videos verwendet wurden und immer noch verwendet werden, um den AfPak-Krieg zu rechtfertigen, in dem jede Woche Dutzende, wenn nicht Hunderte unschuldiger Menschen sterben, darunter viele Frauen und Kinder, die an Hochzeiten oder Begräbnissen teilnehmen.

 Schlussfolgerung

Wenn mein kleines Buch, das zeigen soll, dass bin Laden wahrscheinlich schon lange tot ist, helfen kann, diesen Krieg zu verkürzen, hat es seinen Hauptzweck erfüllt.

 Ein anderer Schwerpunkt, dem ein eigenes Kapitel gewidmet wurde, ist der Nachweis, dass die gefälschten bin Laden-Botschaften nur Teil einer umfassenden Propaganda -Kampagne zu sein scheinen, bei der die US-Geheimdienste – illegal – Steuerdollars einsetzen, um die amerikanische Öffentlichkeit mit dem Ziel zu manipulieren, die Militarisierung Amerikas und seiner Außenpolitik voran zu treiben.

Ich hoffe, dass mein kleines Buch die 9/11 Truth Movement (die Bewegung für die Wahrheit über den 11.9.) und die Antikriegsbewegung im Allgemeinen dazu stimulieren wird, sich intensiver mit der Propaganda-Kampagne auseinander zu setzten, für die ein wachsender Anteil unserer Steuerdollars verschwendet wird.

(Wir haben den Artikel des US-Theologen David Ray Griffin, der schon mehrere kritische Bücher zu der verlogenen offiziellen Darstellung über die Anschläge am 11. September 2001 veröffentlicht hat, komplett übersetzt und mit Anmerkungen in Klammern versehen. Anschließend drucken wir den Originaltext ab. Weitere Infos über den Autor sind aufzurufen unter http://en.wikipedia.org/wiki/David_Ray_Griffin .)

Quelle: luftpost-kl.de

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen