Sonntag, 28. März 2010

Chef der größten deutschen Fälscherwerkstatt soll Bundeswehr umbauen

Mowitz
Seit seiner Amtsübernahme als Chef der Bundesagentur für Arbeit, (Februar 2004), zeichnete sich Reserve-Oberst Frank-Jürgen Weise durch immerwährende Siegesmeldungen beim Kampf gegen die Arbeitslosigkeit aus. Die Agenda 2010 wurde zu Recht als geheime Wunderwaffe des Krieges gegen die Arbeitslosigkeit gehandelt. Ganze Staaten wurden mit dieser Waffe der Niedriglohnpolitik in den Bankrott getrieben.

Weise streut seine Siegesmeldungen auf Pressekonferenzen - und die gezinkten Zahlen werden von staatsnahen Propagandamedien gerne unters Volk gebracht. Wie während der Schlacht von Stalingrad (1942 - 1943), als das Führer-Hauptquartier die Hirne siegessicherer Deutscher mit Siegesmeldungen weichspülte, damit sie nur ja nicht vom Endsiegglauben abließen.

Nun soll die Bundeswehr umgebaut werden. Gesucht wurde ein bekennender Illusionist mit Erfahrung - und man wurde schnell fündig. Die Wahl fiel auf Oberst d.R. Sanftleben-Weise, der den Vorsitz einer Kommission zur umfassenden Überprüfung der Bundeswehrstrukturen übernehmen wird. Und da der Mann in seinem Amt nicht voll ausgelastet ist, übernimmt er die neuen Aufgaben zusätzlich. Illusionen bedürfen keiner zeitaufwenigen Arbeit.

Einem Volk, das Jahr für Jahr die Illusion verinnerlicht, die Arbeitslosigkeit sei in einem ständigen Sinkflug begriffen, dem wird auch leicht beizubringen sein, dass für die Landesverteidigung eine global operierende Angriffsarmee vonnöten ist.

Deutschlands Platz in der Welt ist der Sonnenplatz. Das wussten schon Wilhelm Zwo, der von Gottes Gnaden Eingesetzte, sowie Schnauzbart-Adolf, den die Vorsehung tausendjährig an die Macht spülen sollte. Am Ende reichte es für schlappe zwölf Jahre. Lief alles nicht so gut, aber inzwischen schreiben wir ein neues Jahrtausend. Neues Spiel - neue Illusion. Koste es was es wolle. Die beiden Weltkriege kosteten 100 Mio. Opfer. Deutschlands Größenwahn schwingt seit der Wiedervereinigung wieder zu neuen Höhen auf. Im Neuquatsch deutscher Politiker hört sich das in etwa so an: "Deutschland muss nach der Vereinigung wieder eine größere Verantwortung in der Welt übernehmen". Als wenn die Welt heute nicht schon genug von deutscher und westlicher Verantwortung hätte.

Finanzielle Probleme bei der fortschreitenden militärischen Aufrüstung gibt es glücklicherweise nicht. Schließlich haben die parteiübergreifenden Koalitionen der spätdekadenten römischen Denker, bei der Vernichtung des Sozialstaates, jede Menge finanzieller Mittel frei gemacht, die nun sinnvoll angelegt sein wollen. Fragt mal die deutschen Waffenschmieden. Immerhin schon auf Platz drei der globalen Waffenexporteure. Das will alles verpulvert werden, wo kämen sonst neue Aufträge her?

Wenn die Wirklichkeit ausgeblendet wird, bleibt nur noch die Illusion - und aus der lernt man nichts.

FH

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