Freitag, 18. Juni 2010

Chef der kreativen Statistikfälscherwerkstatt belohnt seine Spitzenfälscher fürstlich aus dem Steuersäckel



Seitdem der Reserve-Oberst Weise an der Spitze der bundeseigenen Fälscherwerkstatt residiert, sinkt die Arbeitslosigkeit unaufhaltsam, fast ins bodenlose. Über die Auswirkungen des Finanzcrashs auf den Arbeitsmarkt breiten die Fälscher ihre Statistik der gelebten Barmherzigkeit. Dieser kreative Ansatz darf auch kosten - gerne außerhalb der Legalität.
Boni gezahlt - auch bei Misserfolg

Seit Februar dieses Jahres hatten die Rechnungsprüfer in Nürnberg recherchiert - und eine ganze Palette von Merkwürdigkeiten entdeckt. So hätten "die variablen Vergütungsbestandteile (…) mitunter nicht den Charakter erfolgsabhängiger Leistungen" gehabt. Das heißt: Da wurden in jedem Fall Boni gezahlt - egal, ob der Mitarbeiter Erfolg hatte oder nicht. Auch habe man eigene Beamte rückwirkend beurlaubt, um sie dann außertariflich - und damit höher - bezahlen zu können. Bewerber, die von außen kamen, seien wiederum trotz üppiger Vergütung zusätzlich verbeamtet worden.
Hier liegt der Schlüssel einer immer kreativer werdenden Statistik: "Erfolgsabhängige Leistungen". Welcher Erfolg? Der Erfolg ist: immer mehr echte Arbeitslosigkeit in einer verlogenen Statistik unsichtbar zu machen. Unterbeschäftigung und Kurzarbeit nehmen immer mehr zu, aber die "Beschäftigung" steigt.

Bei soviel Kreativität sollte man den Fälschern ihre üppigen Apanagen nun wirklich nicht neiden.

FH

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen