Mittwoch, 9. Juni 2010

Israelis machten sich den Kapitän gefügig, indem sie das Gewehr auf Baby richteten

Algerische Aktivistin gibt einen erschreckenden Bericht der Gräueltaten

AUTOR: Layelle Saad & Ramadan Al Sherbini

Übersetzt von Einar Schlereth. herausgegeben von Fausto Giudice



Der Schiffsingenieur Ekrem Cetin mit seinem einjährigen Sohn Turker Kaan auf dem türkischen Schiff 'Mavi Marmara', als sie am Sonntag in internationalen Gewässern fuhren. Foto: Reuters


Laut einem Bericht vom The Guardian enthüllte eine algerische Aktivistin namens Sabrina, dass israelische Soldaten ihre Gewehre auf ein einjähriges türkisches Baby vor den Augen der Eltern richteten, um den Kapitän der Mavi Marmara zu zwingen, sein Schiff anzuhalten.

Viele Berichte sind von den 124 Aktivisten aufgetaucht, die gestern in Amman, Jordanien, eingetroffen sind.

„Alles, was man beobachten konnte, waren Schreie und Kugeln. Als ich mich umschaute, konnte ich nur hunderte von Zodiacs sehen. Hunderte Zodiacs voller Soldaten, und ein großes Schiff, viele kleinere Schiffe, und ich glaube, auch U-Boote gesehen zu haben.“

Der Abgeordnete Walid Al Tabtabai aus Kuweit sagte, dass die Israelis 'brutal und arrogant waren'.

„Die Israelis schlugen uns zusammen und erniedrigten uns, Frauen, Männer und Kinder.“

Der Algerier Izzedine Zahrour sagte, die israelischen Autoritäten „beraubten uns der Nahrung, des Wassers und des Schlafes, und wir durften nicht einmal die Toilette benutzen“.

„Es war eine bösartige Entführung und eine anschließende üble Behandlung im Gefängnis“, sagte er.

„Sie fesselten unsere Hände, schubsten uns herum und erniedrigten uns“, sagte der ägyptische Abgeordnete Hazem Farouq, der sich auch auf dem Schiff befand, und fügte hinzu, dass „es über jede Vorstellung geht“, was auf dem Schiff geschah.

„Es war die Hölle auf See. Ich sah israelische Soldaten kaltblütig Aktivisten ermorden und auf ihren Leichen herum trampeln“, sagte Faouq am Donnerstag in Kairo.

„Die israelischen Soldaten schossen um sich, als wären sie die Mafia in einem amerikanischen Film.“

Farouq und sein Kollege Mohammad Al Beltagui wurden zusammen mit vielen anderen Aktivisten verhaftet, die die weithin verurteilte israelische Attacke überlebten. Sie wurden am Montag freigelassen nach einer direkten Intervention des ägyptischen Außenministeriums.

Ägypten war das erste arabische Land, das einen Friedensvertrag mit Israel 1979 schloss.


Mohamed Abo Afefa, Palästina ãÍãÏ ÇÈæ ÚÝíÝå ¡ ÝáÓØíä


Ausgeraubt

„Die Israelis ließen verletzte Aktivisten verbluten, ohne jede Behandlung, bis sie starben,“ sagte Farouq.

Er fügte hinzu, dass er und Al Beltagui ihres gesamten Besitzes beraubt wurden, einschließlich 3500 $ Bargeld. Beide Abgeordneten gehören der verbotenen Muslimbruderschaft an, Ägyptens stärkster Oppositionspartei.

„Alle Überlebenden auf den Schiffen wurden von den israelischen Kommandos geschlagen, ausgezogen und erniedrigt, während andere damit beschäftigt waren, mit Tränengas zu feuern“, sagte Al Beltagui.

„Was da geschehen ist, war reiner Diebstahl und Piratentum“, fügte er hinzu. Nach seiner Aussage floss das Blut auf dem Schiff so reichlich, dass einige israelische Soldaten ausrutschten.

„Wir wurden bis 15 Uhr unter der brennenden Sonne auf dem Schiff festgehalten, wodurch mehrere Leute, auch Frauen, einen Hitzschlag bekamen und das Bewusstsein verloren.“

Die beiden Volksvertreter – von den die ägyptischen Behörden sagten, sie hätten sich ohne deren Zustimmung dem Hilfskonvoy angeschlossen – sagten, dass sie und andere Aktivisten sich weigerten, eine handgeschriebene israelische Erklärung zu unterzeichnen, wonach sie illegal versucht hätten, Israel zu betreten.

„Al Beltagui und ich verließen das Gefängnis nur in Unterwäsche, die vom Blut der Märtyrer bespritzt war, und ohne Schuhe, bis der ägyptische Konsul in Israel kam, um uns zur [ägyptischen] Grenzstadt Taba zu begleiten“, sagte Farouq.


Salah Adarbeh, Jordanien ÕáÇÍ ÚÏÇÑÈå -ÇáÇÑÏä


Quelle: Gulf News-Israelis subdued captain by pointing gun at a child

Die Zeichnungen wurden von Tlaxcala hingefügt

Originalartikel veröffentlicht am 3.6.2010

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