Freitag, 23. Juli 2010

Josef Ackermann will nicht das Schicksal seines Vorgängers Alfred Herrhausen teilen

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Eine Einspielung über Alfred Herrhausen, von 1985 bis zu seiner Ermordung durch Unbekannte am 30. November 1989, Vorstandssprecher der Deutschen Bank, in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner" vom 13. Mai 2010, in der sich Herrhausen wegen seiner Forderung nach Schuldenerlaß bei zahlungsunfähigen Ländern, in Finanzkreisen sehr unbeliebt machte, wurde nun im Nachhinein durch eine beiläufige Bemerkung Josef Ackermanns, die im allgemeinen Illner-Geschwätz unterging, hochbrisant. SteinbergRecherche zur Brisanz der Ackermann-Bemerkung:


Thomas Immanuel Steinberg

„Ich glaube, es wäre mir genauso gegangen wie Herrn Herrhausen.“

„Ich glaube, es wäre mir genauso gegangen wie Herrn Herrhausen“, antwortete Josef Ackermann auf Maybrit Illners Frage, warum er nicht für einen Schuldenerlaß bei zahlungsunfähigen Ländern plädiert habe. Alfred Herrhausen, damals Chef der Deutschen Bank wie heute Ackermann, hatte 1989 für den Erlaß zum Beispiel der mexikanischen Schulden plädiert. Er wurde am 30. November 1989 von einer Bombe zerfetzt. Die Bombenleger wurden nie ermittelt.
Illner hatte in der ZDF-Sendung vom 13. Mai 2010 Ackermann ihre Frage gestellt, unmittelbar nachdem beide, ebenso wie das Fernsehpublikum, einen vorgefertigten Bericht über Herrhausen gesehen hatten, der schließt:
Welch Tabubruch! Beifall der Schuldnerländer, wütende Proteste seiner Bankkollegen. Doch Herrhausen läßt sich nicht beirren. Es handele sich um eine dauerhafte Zahlungsunfähigkeit. Diese kann nicht durch eine Erhöhung der Schulden gelöst werden. 1989 wird Alfred Herrhausen von Terroristen ermordet. Doch sein Plan wird später in der Argentinienkrise umgesetzt. Daimler-Chef Edzard Reuter resümiert: "Herrhausen war seiner Zeit um zehn, fünfzehn Jahre voraus."
Video, Minute 12:36 bis 13:55, Musik bis 13:57
Darauf Illner mit der Frage:
Herr Ackermann, Sie sind auch Chef des Internationalen Bankenverbandes. Hätten Sie eine solche Forderung nicht stellen können an all Ihre Kollegen, die richtig sauber aus dieser Krise herausgekommen sind?
Video, Minute 13:58 bis 14:07
Ackermann:
Ja, ich glaube, es wäre mir , äh, genauso gegangen wie Herrn Herrhausen ...
Video, Minute 14:07 bis 14:10.
Wer genau die Terroristen geschickt hat, das dürfte Ackermann auch nicht wissen, aber man könnte ihn wenigstens fragen. Ein Staatsanwalt zum Beispiel.
Immer mal wieder wird einer umgelegt, weil er aus der Reihe getanzt ist. So ist das halt in unserer Demokratie, in der die Bourgeoisie diktiert. Doch bislang wurde Ackermanns erhellende Erkenntnis von keinem Mainstream-Medium aufgegriffen. Das ist das eigentlich Erhellende.
T:I:S, 22. Juli 2010"

Menschlich kann ich ja Herrn Ackermanns Befürchtungen nachvollziehen. Aber wer erklärt es dem internationalen Kanonenfutter am Hindukusch, der dort genau die Freiheit des Kapitalismus verteidigt - und nichts sonst!

Geld regiert die Welt.
Wer also das Geld regiert …


„Einige der größten Männer in den USA, zugange in Handel und Herstellung, haben Angst vor etwas. Sie wissen, dass es eine Macht gibt, so organisiert, subtil, aufmerksam, verzweigt und allumfassend, dass sie besser nur flüstern, wenn sie ihre Stimme gegen sie richteten.“
(Woodrow Wilson, ehemaliger Präsident der USA)

„Jedes Mal, wenn eine Bank einen Kredit gibt, wird neues Guthaben erzeugt – neue Einlagen – brandneues Geld.“
(Graham F. Towers, Direktor der Bank von Kanada 1934-54)

„Der Vorgang, mit dem Banken Geld erzeugen, ist so simpel, dass der Geist ihn kaum fassen kann.“
(John Kenneth Galbraith, Ökonom)

„Erlaubt mir, das Geld eines Staates auszustellen und zu kontrollieren, und es ist mir egal, wer seine Gesetze macht.“
(Mayer Anselm Rothschild, Bankier)


Nachtrag 30.11.14, 06:09 Uhr, und 08.06.16, 17:31 Uhr

Funktionierende Links zu >>> Schuldenerlass UNMÖGLICH: Josef Ackermann will nicht so enden wie Herrhausen

https://www.youtube.com/watch?v=mn6HRKvqiNk


FH

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