Donnerstag, 29. Juli 2010

Verseuchtes Feuer

Shells Geschäfte gehen glänzend. Der britisch-niederländische Ölkonzern hat im zweiten Quartal seinen Gewinn um 94 Prozent auf 4,53 Milliarden Dollar erhöht. Im Gegensatz zu BP, die für ihr Öldesaster im mexikanischen Golf einiges zu zahlen haben. In Afrika versaut Shell in schöner Regelmäßigkeit die Umwelt ohne dass dies zu großen Schlagzeilen in den Mainstreammedien führt. Die Ölmengen die im Schnitt jedes Jahr unkontrolliert aus Lecks auslaufen, entsprechen in etwa der Katastrofe wie die in Alaska 1989 durch den Öltanker Exxon Valdez verursacht wurde. Jahr für Jahr! Wenn die Pipelines in Nigeria lecken, dann dauert es leicht an die elf Tage bevor sich das Personal von Shell sehen lässt.

Bei den notwendigen Sanierungsarbeiten heuert Shell Einheimische an, die dann den Dreck ohne Schutzkleidung "entsorgen". Krankheiten sind die Folge, aber wen kümmert es schon? Schwarze, als Sklavenarbeiter für weiße Interessen, darin sind die alt-neuen Kolonialmächte einsame Spitze.

Lars Johansson ist schwedischer Biologe und Dokumentarfilmer. Seit 2005 hat er unzählige Male das Nigerdelta besucht um Shells Öl- und Gasläckagen und deren Folgen zu dokumentieren.
"Alle Ölgesellschaften behaupten, sie würden denselben hohen Standard anwenden wie überall auf der Welt, egal wo sie tätig sind. Und das ist ganz einfach die Unwahrheit."

FH
Poison Fire

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen