Freitag, 30. Juli 2010

Von Türstehern, Kleingeistern und kriminellen Banden

Avigdor Lieberman, ehemaliger Türsteher in der Sowjetunion, heute Israels Außenminister, wegen Kindesmisshandlung eines 12-jährigen Jungen 2001 schuldig gesprochen, hinterlässt stilbildende Formen im Umgang mit geklautem Eigentum beim israelischen Herrscher-Establishment.

Bestsellerautor Henning Mankell, Teilnehmer an der Menschenrechtsaktion "Ship to Gaza", wurden bei Israels Piratenakt in internationalen Gewässern, von den Israelis persönliches Eigentum gestohlen. Darunter befand sich Mankells Computer auf dem sein Manuskript für den dritten Teil einer schwedischen TV-Serie über Ingmar Bergman gespeichert ist. Sein Geld, sowie Notizbuch und Musikanlage verschwanden gleich mit. So ist es wohl vielen von den widerrechtlich Inhaftierten im "Türsteher"-Israel ergangen. Mankells Vorteil: er ist prominent und findet mit seinem Anliegen auch in der Mainstream Gehör.

Am 7. Juni schrieb Henning Mankell einen Brief an Benny Dagan, Israels Botschafter in Schweden, und begehrte eine Untersuchung über den Diebstahl. Der Briefeingang wurde bestätigt, dann war Funkstille. Bis gestern.

Gestern kam Mankells Tasche per Flug in Göteborg an. Er öffnete die Tasche im Beisein von mehreren Zeugen und traute seinen Augen nicht. In der Tasche befanden sich seine Geldbörse mitsamt Geld, seine Mütze - und Frauenkleider.

Der Rest war weg, annektiert von Israels Türstehern! Die Frauenkleider wohl als Schikanegruß von Israels Offiziellen gedacht. Wer sonst sollte es gewesen sein? Vielleicht sollte Mankell den Israelis noch dankbar sein, dass er nicht, wie neun seiner Kameraden, ermordet wurde. Im Großen wie im Kleinen, in Israel sind Recht und Gesetz suspendiert - kriminelle Strukturen feiern jetzt dort Urständ.

FH

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