Donnerstag, 5. August 2010

Die Verschwörungsinsel

Mowitz
Kein Land dieser Erde produziert durch seine permanenten Kriege um knappe Ressourcen so viel Elend und Flüchtlingsströme wie die herrschende Klasse der USA. Diese Wirtschaftskriege, die unter dem Namen "Krieg gegen den Terror" unter der Führung der Großmeister des Kapitals überall auf der Welt ausgefochten werden, kosteten dem deutschen Bundeshotte sein Amt, nur weil er diese Kriege bei ihrem richtigen Namen nannte.

Ein lohnendes Geschäft. Nach dem 11. September 2001 explodierten die öffentlichen Ausgaben zum Wohle des militär-industriellen Komplex in nie dagewesenem Ausmaß. Allein die USA haben seit 911 rund fünf Billionen Dollar bis 2009 in ihren militärischen Arm zur Erlangung der Weltherrschaft verpulvert. Zwar wird es wirtschaftlich jetzt sehr eng für die USA, die Spatzen pfeifen es inzwischen von allen Dächern Chinas: die USA sind reif für den Gang zum Insolvenzgericht.
"Die größten Dollargläubiger - die Chinesen - mussten durch eine Großregierungsdelegation der USA beschwichtigt und ihnen Silbergarantien gegeben werden, damit sie die wertlosen Dollar nicht auf den Markt warfen. Die USA und die US-Hochfinanz mussten vor allem das schwindende Vertrauen in den Dollar bekämpfen, denn die USA brauchen pro Tag mehr als eine Mrd. Dollar Kreditzufluss aus dem Ausland, um ihre Kriegs- und Importzahlungen überhaupt weiter leisten zu können."
Nichtsdestotrotz sind in der Welt der globalisierten, bislang unsichtbaren "Märkte", Geschäfte mit dem Tod sehr lukrativ. Nicht so sehr für die Opfer, umso mehr für die Täter.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Xe, bis 2009 bekannt als Blackwater, hat bereits über 20 000 bezahlte Mörder, äh Soldaten, unter Vertrag und macht Milliardenumsätze. Diese größte Privatarmee der Welt hat genügend Feuerkraft um viele Regierungen der Welt mit Waffenmacht zu stürzen. Finanziert werden die privaten Todesschwadronen u.a. vom Außen- und Kriegsministerium der USA, also mit Steuergeldern, die dann für sinnvollere Zwecke fehlen. Im Irak machten sie sich einen "Namen" als sie 17 zivile Irakier in einer hart befahrenen Kreuzung töteten. Zwischen 2005 und 2007 waren die Firmenmörder, oh natürlich Mitarbeiter, im Irak in 200 Feuergefechten verwickelt. In 84 Prozent aller Fälle waren es die Rambos von Xe, welche die Schießereien einleiteten. Häufig waren es zivile Irakier die in ihre Schusslinien gerieten. Alles nach dem Motto "erst schießen, dann fragen". Schließlich gilt es privates Kapital zu schützen, mitsamt den Eignern. In diesem Jahr kann sich Xe über neue Millionenaufträge unter dem Namen Paravant in Afghanistan erfreuen.

Und der lukrative Wendepunkt kam nach dem 11. September. An dem Tag also, als neunzehn, kaum des Fliegens kundige junge Muslime vier Flugzeuge entführt haben sollen, um dann stundenlang im Luftraum der USA ihre "Ziele" anzupeilen, ohne von amerikanischen Jagdflugzeugen behelligt zu werden. Bei so viel Versagen der öffentlichen Kriegsmacht, muss gleich die Privatisierung des Militärs mit eingeläutet werden. Nicht nur die Kriegsindustrie - auch die Ausführenden unter privatem Kommando. So lässt sich die Zementierung der Chancenlosigkeit für weite Bevölkerungsgruppen leicht aufrechterhalten.

Zum Schluss und zum X-ten Mal mein Lieblingszitat von George Orwell:
"Der Krieg wird von den Herrschenden gegen die eigenen Untertanen geführt - und sein Ziel ist weder ein Sieg über Eurasien oder über Ostasien - sondern die Aufrechterhaltung der Gesellschaftsstruktur."


FH

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