Donnerstag, 9. September 2010

Konzertierte Aktion - Arbeitsteilung beim Moslemjagen



Kampagne-Blätter die ihr Publikum in der gehobenen Bourgeoisie vermuten, geben sich bei ihrem Aktionismus, das Feindbild Islam in die Köpfe ihrer Leser zu hämmern, etwas differenzierter. Na bitte, alles halb so schlimm. Schließlich gibt es Sarrazine überall auf der Welt. Alles nur Provokateure die wichtige Debatten auslösen wollen. Auslösung wie beim Orgasmus, genauso lustvoll. Ein verständnisvolles Augenblinzeln, die Bourgeoisie hat verstanden. Um ihre rassenreine Gesinnung unter Beweis zu stellen, spielt man Empörung pur. In Amerika soll der Koran verbrannt werden. Da türmen sich Sicherheitsbedenken auf. Hasspropaganda kann so subtil sein.

Die Damen und Herren unter uns, die Europas größtes Tittenblatt als tägliche Muntermacherdroge inhalieren, muss man dann schon etwas direkter und lautstärker angehen. Sonst kapieren sie nicht was zu tun ist. Kumpel Wulff ist gerade der rechte Ansprechpartner. Über alle Klassen hinweg lässt er das Volk an seinem sagenumwobenen Esprit teilhaben. Niemand versteht wie er, gemeinsame Sorgen zwischen diesen und jenen ernst zu nehmen. "Wir müssen die Sorgen aller Menschen ernst nehmen". Wo kämen wir sonst auch hin?
Kulturen, die nicht anerkennen, dass das menschliche Leben und die natürliche Welt eine geheiligte Dimension haben, einen immanenten Wert jenseits vom Geldwert, kannibalisieren sich selbst bis sie sterben. Sie plündern rücksichtslos die natürliche Welt und die Mitglieder ihrer Gesellschaft im Namen des Fortschritts bis zur Erschöpfung oder bis zum Kollaps, blind für die Wut ihrer Selbstzerstörung.
Ja, wir haben tatsächlich noch Visionäre unter uns - die Konzernvisionäre. Sie verspielen unsere Zukunft, haben die Überwachungsstaaten Europa und Vereinigte Staaten übernommen und ausgebaut - um uns zu kontrollieren. Ganz im Sinne der Profitmaximierung. Da sind Verweigerer nicht willkommen. Man bräuchte sie ja eigentlich dringend für nie enden wollende Kriege. Die staatliche Ordnung, ein Werkzeug der Konzerne.

Die Globalisierung und der ungezügelte Kapitalismus werden wie die Experimente des Faschismus, in den Geschichtsbüchern verschwinden. Es wird Zeit für einen neuen Denkansatz. Es wird Zeit für eine neue Sprache, die unsere Wirklichkeit so beschreibt, wie sie ist.

FH

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