Montag, 20. September 2010

Wenn Politik Klamauk wird

Mowitz
Gespenster gehen um in Europa - rassistische Gespenster, wie Thilo Sarrazin. Heute fordert Gabriel härtere Gangart in der Ausländerpolitik. Beim doppelzüngigen Gabriel glattes Standardrepertoire. Ihre Hintermänner sind real, basteln an einer Gesellschaft unter Führung grauer Herren, die versuchen, uns dazu zu bringen, der falschen Fährte zu folgen die sie auslegen. Es scheint immer noch zu funktionieren. Haben wir es nicht schon immer so gemacht? Blindekuh mit zugemüllten Hirnen, verbundenen Augen und einfachen Regeln. Der Feind war der "Franzos", der "Engeländer", der Russe und dann die Bolschewiken. Hat man im vereinten Europa abgeschafft. Ok, der Russe ist noch immer suspekt - die Bolschewiken sind ausgestorben.

Während wir versuchen im schönsten aller Zustände, dem Klamauk, zu leben, machen sich graue Eminenzen an die Arbeit sich die Welt unterzubuttern. Sie sind auf gutem Wege es zu schaffen. Mit unserer Hilfe. "Denn wir wissen nicht was wir tun". Momo und den weisen Meister Hora gibt es nicht als Glücksbringer. Wir müssen uns schon selbst befleißigen die Suche nach den grauen Herren in Nadelstreifen aufzunehmen um die Bohrer da anzusetzen wo es richtig weh tut.

Bis heute tut den grauen Eminenzen überhaupt nichts weh, sie tun uns weh, sie wollen Rassismus, er ist von ihnen gewollt, dient dem Erhalt der "Oben-Unten-Gesellschaft", hält Gesellschaften am Rande des Verhungerns. In einer mehr, in anderen etwas weniger. Uno-Millenniumsgipfel: "Masterplan gegen Armut vor dem Aus".

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
In Schweden wurde gestern gewählt. Als groß gehandelter Gewinner die "Schwedendemokraten" mit 5,7 Prozent der Wählerstimmen und 20 Abgeordneten ab ins neue Parlament. Eine Partei, die mit fremdenfeindlichen, rassistischen Parolen Stammtische erobert, aber eben auch Mandate. Keine der anderen Parteien will mit ihnen etwas zu tun haben. Klingt gut, hört sich noch besser an und erlaubt es den Grünen, die eigentlich mit den Sozis und den Linken eine Regierung bilden wollten, nach nur einigen Stunden des Zierens, sich nun für Gespräche mit den aus konservativen Parteien bestehenden Regierungs-Bündnisses zu öffnen, um ihnen ein Weiterregieren zu ermöglichen. Ok, das ist besser als mit den offen faschistischen Kräften zusammenzuarbeiten, die den Wohlstandsstaat genauso in den Mülleimer stampfen wollen, wie die Regierung Reinfeldt es in den letzten vier Jahren bereits angefangen hat zu tun. Für das Europa-Projekt "Sozialabbau" finden sich immer schnell Verbündete, die den grauen Herren mit Nadelstreifen hilfreich zur Hand gehen. Sollte in Klamaukgesellschaften auch kein wirkliches Problem sein.

Kapitalistische Staaten sind wie führungslose Dampfrösser. Plündern die Staatskassen, damit Börsenspekulanten fortfahren können, mit den Milliardenhilfen der Steuerzahler in diesem verlotterten System des Casino-Kapitalismus, zu spielen . Er entrechtet die Arbeitenden, dezimiert die Realwirtschaft, verweigert Gelder um öffentlichen Schulen und Sozialeinrichtungen in Schuss zu halten. Er vergiftet unseren Planeten. Wir verlieren jedes Jahr auf der ganzen Welt Ackerland, größer als Schottland durch Erosion und Ausdehnung der Städte. Es gibt schätzungsweise 25 000 Menschen, die jeden Tag irgendwo in der Welt an verseuchtem Wasser sterben. Und etwa 20 Millionen Kinder werden jährlich durch Unterernährung geistig behindert.

Wir sind viele, die dabei helfend zur Hand gehen.

Klamauk als billigste Alternative zu Politik. Der kapitalistische Staat als Werkzeug von Partikularinteressen, mit den gefährlichsten Sprüche der letzten Tage.
Merkel: „Nicht weniger als eine Revolution im Bereich der Energieversorgung.“, Seehofer: „ein neues Zeitalter der Energiepolitik“, Westerwelle: „Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik hat eine Regierung soviel für den Ausbau Erneuerbarer Energien getan wie wir,“ Brüderle: „Das neue Energiekonzept wirkt preisdämpfend“, Röttgen: „Die Sicherheit ist nicht Verhandlungsgegenstand“.

FH

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