Mittwoch, 3. November 2010

Bombengrüße an den Jemen

Nach den ungeheuren Bedrohungen mit Knallfroschkörpern aus dem Jemen, die dazu führten, dass der deutsche IM Thomas de Maizière, seine Teilnahme in Tel Aviv an der christlich-jüdischen-Wurzel-Heimatschutzkonferenz absagte, ließ er es sich nicht nehmen, persönlich und mit großem Gefolge, die Sicherheitsvorkehrungen an deutschen Flugplätzen auf ihre Tauglichkeit hin zu überprüfen. "Angesichts der gewonnenen Erkenntnisse sei es sinnvoll, im Land zu bleiben", ist auf der Seite des BMI zu lesen. Wenn sich nur alle daran hielten und zu Hause blieben. Dort stellen sie den geringsten Schaden an.


Die USA dagegen wollen jetzt auf jeden Fall ihre militärischen Operationen im Jemen ausweiten. Dort soll es wieder einmal die CIA richten und die Kontrolle im Jemen übernehmen. Man muss der CIA fast dankbar dafür sein, nicht für jeden Krieg mit so verheerenden Kriegsgründen wie 9/11 ins Feld ziehen zu müssen. Heute muss man sich bei der Erfindung von Kriegsgründen nicht sonderlich anstrengen, man kann es sich leisten sie um etliche Nummern kleiner zu gestalten. Keine vierte Gewalt die kritisch nachfragt, ganz im Gegenteil.
"Als zentraler Vorteil wird dabei die Möglichkeit gesehen, Operationen auch ohne ausdrückliche Zustimmung der jemenitischen Regierung durchzuführen. Da im Land eine starke Stimmung gegen den US-Imperialismus herrscht und das Regime auf die Unterstützung konservativer Stämme angewiesen ist, muß Präsident Ali Abdullah Saleh darauf bedacht sein, seine Kooperation mit den USA nicht allzu offensichtlich werden zu lassen. Während einer Ansprache zum Ramadan versicherte Saleh im August, sein Land akzeptiere keine ausländischen Truppen. Eine Unterstellung aller militärischen Aktivitäten der USA im Jemen unter das Kommando der CIA würde es dem Regime erleichtern, Nichtwissen vorzutäuschen".
Das die Paketfrösche nur ein inszenierter Anlass sind, um der Öffentlichkeit hier eine Eskalation der US-Operationen im Jemen warm ans Herz legen zu können, daran sollte nun wirklich kein Zweifel bestehen.

FH

© Gegenmeinung

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