Montag, 6. Dezember 2010

Die Stimme ihrer Herren

Waren sie nicht immer treu ergebene Paladine am Hofe der Dabbeljus, Buffets, Wallstreet des Pentagons und der FED? Durften ihre Sorgen und Nöte vortragen, bekamen Order was sie zu tun hatten - und nun so was. Ein Super-GAU verletzter, persönlicher Eitelkeiten von Pappnasen die sich selbst als Elite verstehen, so tun als regierten sie, aber nur hingebungsvoll an den Lippen ihrer Masters hängen.

Bild: Wikipedia

Eierleger Helmut Metzner, graduiert als Historiker und Leistungsträger, muss bereits um seine Existenz bangen und verbreitete am Wochenende er habe einen Anwalt eingeschaltet. Ein Hohlkörper bricht flennend in sich zusammen. Muss er doch gar nicht. Nur Mut Herr Metzner, in Deutschland muss keiner die Armut fürchten. Hartz-IV macht's möglich. Die üppigen Sätze erlauben auch verbrannten Zuträgern, wie Sie einer sind, ein 'menschenwürdiges' Leben nach dem Eintritt ins Arbeitslosenleben. Und bei der Ausbildung und dem Netzwerk sollten Sie sich nicht wirklich Sorgen machen.

Auch die Kämpen der S?PD waren häufig zu Gast bei unseren Freunden aus Übersee. Um wichtige Dinge soll es gegangen sein. Steinmeier soll ganz verzweifelt über seine Schwierigkeiten im Wahlkampf geplaudert haben. Er könne sich einfach nicht von der Teflon-Kanzlerin absetzen. Die beiden "lenkten" zu jener Zeit noch gemeinsam Deutschlands Geschicke. Ho, ho, ho jetzt mal langsam. Lenken, sagte unser Freund aus Übersee, tun immer noch wir. Vielleicht sagte er es nicht genau so. Die Sprache der Diplomatie soll ja nicht plump und aufdringlich wirken. Eher brillant verklausuliert. Steinmeier versuchte es noch einmal. Aber war es denn wirklich notwendig von Obama, ausgerechnet der unkreativen Merkel vor laufenden Kameras bereits zum Wahlsieg einer noch nicht stattgefundenen Wahl, zu gratulieren? "You or she, Mr. Stonemeier, what makes the difference to us or your people? The commands come from us anyway." Mr. Stonemeier dankte, legte den Hörer auf und hatte verstanden. Long live the Empire!

In Schweden wurde nun auch offiziell bekannt, dass die Botschaft des Imperiums seit langer Zeit mit Beamten des schwedischen Justizministeriums in "Verhandlungen" stand, und auch die Zusage bekam schwedische Staatsbürger ausspionieren zu dürfen. Am Gesetz und Parlament vorbei. Das könne zu nicht erwünschten Nachfragen des Parlamentes führen. Wer will das schon? Das Außenministerium soll auch informiert gewesen sein, sowie verantwortliche Minister. Die wiederum wollen von alledem nichts gewusst haben. Rette sich wer kann!

Außenminister Carl Bildt, ein Fatzke der besonderen Art, wurde als "mittelgroßer Hund mit der Attitüde eines großen Hundes" charakterisiert. Hier werden Eitelkeiten verletzt. Schlimm für Leute, die noch immer nicht verstanden haben, wem sie dienen. Wenn sie dann mal nicht richtig spuren, wie im Fall Iran, helfen einfache Tricks weiter, die dem Ego eines Mannes aus einem kleinen Land wie Schweden so richtig gut tun.
"Bildt das Gefühl zu vermitteln, er dürfe in der Toppliga mitspielen und notwendige Maßnahmen einrahmen um die Glaubwürdigkeit der EU oder Schwedens als internationale Akteure aufrechtzuerhalten, wird wahrscheinlich überzeugend sein."
Das Gefühl geben ihm mit Sicherheit schon seine häufigen Gastspiele bei den Bilderbergern, die er für eine Diskussionsrunde auf "sehr hohem Niveau" hält. Fast ist er da "unter sich", zumindest darf er mit dabei sein.

Immerhin hat Carl Bildt so zweifelhafte Erfolge zu verzeichnen, wie die schwedische Außenpolitik, ohne große Debatten, grundlegend verändert zu haben. Aggressive Sprüche gegen Russland führten zu einem schlechten Verhältnis zur östlichen Großmacht. Gleichzeitig hat sich das allianzfreie Schweden in das militärische System der NATO integriert. NATO-Übungen in Schweden sind an der Tagesordnung, undenkbar noch vor vier Jahren. Die früher so starke Arbeit in der UNO wurde, zugunsten eines aggressiven Militärbündnis, auf ein Mindestmaß runtergefahren. Und in Afghanistan sind sie mit dabei. Warum? Die Leute glauben doch tatsächlich daran sie brächten den Afghanen Frieden, "Demokratie" und Burkabefreiung. Nun, für irgendetwas sind eitle Befehlsempfänger des Imperiums immer nützlich. Wenn es ihnen nur "das Gefühl" vermittelt, wichtig zu sein, eine Rolle zu spielen und auf die Stimme ihrer Herren hören.

FH

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