Mittwoch, 1. Dezember 2010

Terror organisieren


Paul Craig Roberts

Warum organisiert das FBI gefälschte Terroranschläge?

Der letzte ließ Osman Mohamoud, einen somalisch-anerikanischen Teenager in die Falle gehen. Der Bericht von William Mall und Nedra Pickler von Associated Press (27.11.1010) findet sich unter dem Titel „In Somalia geborener Teenager plante Anschlag mit Autobombe in Oregon“ in Yahoo News.

Diese Überschrift täuscht, denn der Bericht macht klar, dass es ein Anschlag war, der von Bundesbeamten organisiert worden ist. Im dritten Satz des Berichtes kommt´s: „Die Bombe war eine ausgeklügelte Fälschung, die von den (FBI) Beamten zur Verfügung gestellt wurde, die Öffentlichkeit war nie gefährdet, teilten die Behörden mit.“

Dem Teenager wurden eine gefälschte Bombe und ein gefälschter Zünder zur Verfügung gestellt.

Drei Sätze später widersprechen die Reporter den zitierten Behörden mit einem Zitat von Arthur Balizan, Spezialagent, zuständig für das FBI in Oregon: „Die Bedrohung war sehr real.“

Die Reporter widersprechen dann Balizan: „Der Sprecher des Weißen Hauses Nick Shapiro sagte am Samstag, dass Präsident Obama über die FBI-Operation vor der Verhaftung am Freitag infomiert war. Shapiro sagte, Obama wäre versichert worden, dass das FBI die Operation ganz und gar unter Kontrolle habe und die Öffentlichkeit nicht gefährdet sei.“

Dann widerspricht Shapiro sich selbst durch die Erklärung: „Die Ereignisse der letzten 24 Stunden unterstreichen die Notwendigkeit, wachsam gegen den Terrorismus zu bleiben, hier und im Ausland.“

Die Geschichte erreicht ihren kafkaesken Höhepunkt, wenn Präsident Obama dem FBI für die Sorgsamkeit dankt, mit der es uns von dem gefälschten Anschlag gerettet hat, den das FBI inszeniert hat.

Nach einigem Hin und Her, ob sie nun über einen realen Anschlag berichten oder über einen inszenierten, entscheiden sich die Reporter für den inszenierten. Vom Staatsanwalt der Vereinigten Staaten von Amerika Dwight Holton veröffentlichte Dokumente „zeigen, dass die verdeckte Operation im Juni begann.“ Offenbar war der zum Ziel auserkorene Teenager aus Portland nicht so scharf auf die Sache. Das FBI musste ihn sechs Monate lang bearbeiten. Die Reporter vergleichen „die Geheimoperation Portland“ mit der vor kurzem in Virginia erfolgten Verhaftung Faroque Ahmeds, der hereingelegt worden war mit einem „Bombenattentat, das ein Trick war, der von den Bundesbeamten die letzten sechs Monate hindurch abgearbeitet wurde.“

Denken Sie einmal darüber nach. Das FBI arbeitete ein Jahr lang, um zwei Menschen dazu zu bringen, bei gefälschten Attentaten mitzumachen.

Wenn Sie nicht besonders hell sind und ein paar hart aussehende Kerle Sie anquatschen und Ihnen sagen, sie seien von Al Qaeda und erwarteten Ihre Hilfe bei einer terroristischen Operation, könnten Sie vielleicht Angst davor haben, Nein zu sagen, oder Sie könnten darauf anspringen, bei einer Vergeltungsaktion gegen eine amerikanische Bevölkerung mitzumachen, die sich so wenig kümmert um das Hinschlachten von Menschen Ihres Volkes in dem Land Ihrer Herkunft. Wie auch immer, es ist unwahrscheinlich, dass die in die Falle gegangene Person je etwas anderes gemacht hätte als darüber zu sprechen, hätte das FBI sie nicht in eine Aktion hineintheatert. In anderen Fällen lockt das FBI Menschen mit Geld, bei seinen gefälschten Anschlägen mitzumachen.

Das einzige „terroristische Attentat“ im Inland seit 9/11, an das ich mich erinnern kann und das nicht offensichtlich vom FBI organisiert wurde, ist das „Times Square-Attentat“, in dem Faisal Shahzad sich schuldig bekannte, versucht zu haben, eine Autobombe in Manhattan zu zünden. Auch dieser Anschlag ist verdächtig. Man würde wohl annehmen, dass ein richtiger Terrorist eine richtige Bombe verwendet und nicht eine Rauchbombe.

Am 19. Mai listet Joe Quin auf der Website sott.net (wieder veröffentlicht am 27. 11.2010) einige der gefälschten Attentate auf, von denen einige durch Geständnisse unter Folter und andere durch ignorante und eingeschüchterte Juries für rechtsgültig erklärt wurden. Erfolterte und manipulierte Beweise für terroristische Bedrohungen sind mittlerweile gang und gäbe – die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika serviert ein Attentat und einen Beschuldigten, den sie foltert, bis er gesteht, oder die Regierung fabriziert einen Fall und bringt ihn vor Geschworene, die genau wissen, dass sie sich bei ihren Nachbarn nicht mehr blicken lassen können, wenn sie einen von den Medien präsentierten „Terroristen“ frei sprechen.

Der vielleicht offensichtlichste dieser Fälle sind „the Miami Seven“ (die Sieben aus Miami), eine glücklose Gruppe von Christen-Zionisten-Moslems, die sich selbst als „Meer Davids“ bezeichneten und ruhig in einem Lagerhaus in Florida lebten und auf das biblisch vorhergesagte Ende der Zeiten warteten. Statt dessen kam das FBI verkleidet als Al Qaeda und bot ihnen $ 50.000 und eine Al Qaeda Angelobungszeremonie.

Das FBI sagte ihnen, sie müssten den Sears Tower in Chicago und diverse Regierungsgebäude in die Luft jagen. Ein ehrlicher Reporter bei Knight Ridder enthüllte: „Das Justiz(!)ministerium gab die Verhaftungen bekannt in einer Reihe von Pressekonferenzen in zwei Städten, aber die Schwere der Beschuldigungen im Verhältnis zu der offenkundig amateurhaften Natur der Gruppe führte zu Bedenken unter bürgerlichen Freidenkern,“ die bemerkten, dass die Gruppe „weder Waffen noch Sprengstoff besaß.“

Das Justiz(!)ministerium und die gezähmten Medien machten ein großes Theater wegen der „Militärstiefel“, die die unglückseligen „Attentäter“ trugen, aber die Stiefel hatte ihnen das FBI gekauft.

Der schwerwiegendste Beweis gegen die unglückselige Gruppe bestand darin, dass sie Fotos von „Zielen“ in Florida gemacht hatte, aber die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika hatte sie mit Kameras ausgestattet.

Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika mietete ihren Tölpeln sogar Autos, damit sie zu den Orten fahren konnten, an denen sie die Aufnahmen machten.

Es stellt sich heraus, dass die Gruppe nur die $ 50.000 wollte, aber eine amerikanische Jury verurteilte sie sowieso.

Wenn die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika solche Anstrengungen unternehmen muss, um „Terroristen“ aus unglückseligen Menschen zu machen, dann aus dem Grund, dass nicht offen gelegte Ziele verfolgt werden. Welche Ziele könnten das sein?

Die Antwort ist viele Ziele. Ein Ziel ist die Rechtfertigung von Angriffszielen, welche Kriegsverbrechen gemäß den Nürnberger Gesetzen sind, die von der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika selbst ins Leben gerufen worden sind. Eine Möglichkeit, Anklagen wegen Kriegsverbrechen zu vermeiden besteht darin, dass man terroristische Handlungen inszeniert, die die nackten Aggressionen gegen „terroristische Länder“ rechtfertigen.

Ein anderes Ziel ist die Schaffung eines Polizeistaates. Ein Polizeistaat kann Menschen, die sich ihrer Verarmung zum Vorteil der Superreichen widersetzen, besser unter Kontrolle halten als eine Demokratie, die sich an verfassungsmäßig garantierte bürgerliche Rechte halten muss.

Ein weiteres Ziel ist reich zu werden. Terroranschläge, egal ob richtige oder inszenierte, haben einen Markt für Sicherheit geschaffen. Der israelische Staatsbürger mit doppelter Staatsbürgerschaft Michael Chertoff, ehemaliger Leiter der Heimatlandsicherheit der Vereinigten Staaten von Amerika ist der Lobbyist, der Rapiscan vertritt, die Firma, die die Ganzkörper-Pornoscanner herstellt, die infolge des „Unterhosen-Bomber“-Zwischenfalls derzeit die Flughäfen der Vereinigten Staaten von Amerika füllen. Die Heimatlandsicherheit hat bekannt gegeben, dass sie die Pornoscanner für Eisenbahnzüge, Busse, Untergrundbahnen, Gerichtsgebäude und Sportveranstaltungen ankaufen wird. Wie können Einkaufszentren und Straßen dem entkommen? Vor kurzem mussten Fernlastzüge auf der Interstate 20 westlich von Atlanta durch ein ähnliches Gerät fahren. Alle haben vergessen, dass der Unterhosenbomber keine erforderlichen Papiere bei sich hatte und von einem Beamten an Bord des Flugzeuges begleitet wurde.

Der „Krieg gegen den Terror“ schafft eine Gelegenheit für einige sehr gut vernetzte Leute, sehr reich zu werden. Wenn sie die Amerikaner in einem Dritte Welt-Polizeistaat verlassen, werden sie sich´s in Gstaad gut gehen lassen.

Das ungeachtet der Tatsache, dass jeder auf dem Planeten weiß, dass nicht stillende Mütter, Kinder, ältere Menschen mit Gehhilfen und in Rollstühlen, Kongressabgeordnete, Armeeangehörige, Nonnen und so weiter Mitglieder von Al Qaeda sind, die sich verschwören, Bomben in ihrer Unterwäsche, ihren Schuhen, ihrem Shampoo und ihren Gesichtscremen an Bord zu bringen.

Tatsächlich sind Bomben an Bord von Passagierflugzeugen eine seltene Angelegenheit.

Worum geht es also wirklich? Könnte es sein, dass die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika terroristische Zwischenfälle braucht, um die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika endgültig aus dem Weg zu räumen? Am 24. November sendete National Public Radio einen Bericht von Dina Temple-Raston: „Behördenvertreter untersuchen die Möglichkeit, Anhaltungen ohne Gerichtsverfahren festzuschreiben und erwarten die entsprechende Gesetzgebung, die der Kongress Anfang nächsten Jahres verabschieden soll.“ Natürlich wird die Gesetzgebung nicht aus dem Kongress kommen. Die Entwürfe werden von der Heimatlandsicherheit und dem Justiz(!)ministerium verfasst. Der impotente Kongress wird sie nur mehr absegnen.

Die Auslöschung von Habeas Corpus, dem notwendigsten und wichtigstenSchutz der Freiheit, der je in Gesetz und Verfassung festgelegt worden ist, wurde für die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika deswegen notwendig, weil eine Jury einen verdächtigen oder vorgetäuschten „Terroristen“ oder eine beschuldigte Person freisprechen könnte, von der die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika schon vor der Verhandlung erklärt hat, dass sie unbefristet in unbestimmter Internierung eingesperrt bleiben wird, auch wenn sie von einem Gericht der Vereinigten Staaten von Amerika freigesprochen wird. Der Justiz(!)minister der Vereinigten Staaten von Amerika hat erklärt, dass jeder „Terrorist“, den er vor Gericht stellt und der von einer Jury freigesprochen wird, ungeachtet des Urteils in unbefristeter Haft bleiben wird. Ein derartiger Vorfall würde die totale Gesetzlosigkeit der amerikanischen „Rechtssprechung“ bloßstellen.

Die Vereinigten Staaten von Amerika, „die leuchtende Stadt auf dem Hügel,“ „das Licht der Welt“ ist zu Nazideutschland geworden. Es war Praxis der Gestapo, Gerichtsurteile zu ignorieren und auch freigesprochene Angeklagte zu ermorden oder unbefristet in den Lagern festzuhalten. Das Obamaregime ist dabei, Dick Cheneys Traum durch die gesetzliche Einführung der unbefristeten Anhaltung zu realisieren. Das amerikanische Recht ist in den Verliesen der Dunklen Zeitalter verschwunden.

Diese Nazi-Gestapo-Politik ist jetzt die erklärte Politik des Justiz(!)ministeriums der Vereinigten Staaten von Amerika.

Wer noch immer glaubt, dass die Vereinigten Staaten von Amerika eine freie Gesellschaft sind, in der die Menschen bürgerliche Freiheit genießen, „Freiheit und Demokratie,“ ist nicht informiert.

erschienen am 29. November 2010 auf > VDARE.COM > Artikel

Quelle: www.antikrieg.com

Paul Craig Roberts war stellvertretender Finanzminister in der Regierung Reagan. Er ist Verfasser von „Supply-Side Revolution: An Insider‘s Account of Policymaking in Washington“ (Revolution der Anbieterseite: Bericht eines Insiders über Politik in Washington), von „Alienation and the Soviet Economy“ (Entfremdung und die sowjetische Wirtschaft) und von „Meltdown: Inside the Soviet Economy“ (Kernschmelze: Innenansicht der sowjetischen Wirtschaft), sowie gemeinsam mit Lawrence M. Stratton von „The Tyranny of Good Intentions: How Prosecutors and Bureaucrats Are Trampling the Constitution in the Name of Justice“ (Tyrannei der guten Absichten: Wie Strafverfolger und Bürokraten die Verfassung im Namen der Gerechtigkeit mit Füßen treten). Er war Co-Redakteur der Kommentarseite des Wall Street Journal und Mitherausgeber der National Review.

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