Dienstag, 7. Dezember 2010

Vom Guerilla-Liebchen zur Obama-Vertrauten: Das Leben und die Verbrechen der Gayle Smith


Thomas C. Mountain

Übersetzt von Einar Schlereth
Einst das Liebchen eines marxistischen Guerillakämpfers am Horn von Afrika und heute ist Gayle Smith Afrika-Chefberaterin von Barack Obama im Weißen Haus, USA.
Gayle Smith begann ihre Karriere im Dienst des amerikanischen Empires als CIA Geheimagentin unter dem Deckmantel einer Journalistin am Horn von Afrika Ende der 1970-er Jahre. Sie nahm ihre Aufgabe ernst und wurde die Geliebte eines Guerillakämpfers, der unter dem Spitznamen 'Jamaica' in der Marxistisch- Leninistischen- Enver Hodscha Volkesbefreiungsfront von Tigray bekannt war, die damals um Unabhängigkeit von dem durch die Sowjetunion gestützten Mengistu-Regime in Äthiopien kämpfte.

Äthiopien mit Eritrea im Norden & Ogaden im Südosten

Als enge Vertraute der TPLF-Führung war Gayle Smith in dem 1960-er Jahrzehnt die Verbindung zwischen CIA und Meles Zenawi, dem Führer der TPLF, der Premierminister von Äthiopien nach der Niederlage und dem Sturz des Mengistu-Regimes durch die Eritreische Befreiungsfront 1991 werden sollte.

Gayle Smith ist diejenige Person, die hauptsächlich verantwortlich ist für den Aufstieg zur Macht und zur Erhebung in die Reihen der internationalen Führungsriege von Äthiopiens Meles Zenawi, einer der korruptesten, blutdürstigsten und Genozid-Mörder der modernen Zeit, der wieder einmal die Weltbühne auf dem G-20-Treffen in Korea betrat.

Nach dem Sturz des Mengistu-Regimes in Äthiopien 1991 ließ Gayle Smith ihre Karriere als „Journalist“ am Horn von Afrika hinter sich und wurde schnell (in drei Jahren) Chef der United States Agency for International Development (USAID). Als de facto Operationschefin dieser Multi-Milliarden-Dollar US-Regierungs „Hilfsagentur“ war sie verantwortlich – neben anderen ruchlosen Aktivitäten – für die Ernennung von CIA-Agenten, die USAID als Cover für ihre verschiedenen kriminellen Aktivitäten im Rest der Welt benutzten.

Von der Journalistin zur Chefin der Operationen des größten US-Hilfs-Ausrüsters innerhalb von ein paar Jahren? Offenbar hatte die Zeit von Gayle Smith in den Schützengräben am Horn von Afrika die Aufmerksamkeit der einflußreichsten Leute in der US-Geheimdienst-Kommune erregt.

In ein paar weiteren Jahren war Gayle Smith zu einem prominenten Platz im Weißen Haus unter Clinton aufgestiegen als Chefin für afrikanische Angelegenheiten im Nationalen Sicherheitsrat. Als hohes NSC-Mitglied stand sie jeden Morgen früh auf, um die Nationale Sicherheitseinschätzung vorzubereiten, jener Bericht, der dem Präsidenten jeden Morgen zu Beginn seines Arbeitstages überreicht wird. Jeden Morgen, bei Sonne oder Regen, war sie im Weißen Haus, um Präsident Clinton Vortrag zu halten und jede Frage zu beantworten, die er über die verschiedenen CIA-Aktivitäten in Afrika haben konnte.

Wer bezweifelt noch die US-Israelo-fabrizierte Katastrophe in Darfur?

Zuvor, als Chefin der USAID-Operationen initiierte und koordinierte Gayle Smith 1994 die internationale Multimilliarden-Dollarhilfe für Waffeneinschleusungen, die es dem Meles Zenawi Regime erlaubten, die äthiopische Armee in die größte und bestausgerüstetste Armee in Afrika umzuwandeln.

1998 forderte Gayle Smith hartnäckig zusammen mit ihrem Boss und Nationalen Sicherheitsberater Anthony „Tony“ Lake, dass Meles Zenawi einen Krieg gegen seine vormaligen Waffenkameraden in dem kürzlich unabhängig gewordenen Eritrea unter Führung der Eritreischen Volksbefreiungsfront führe, um diese zu vernichten und die ehemalige äthiopische „Provinz“ erneut zu kolonisieren.

Es scheint, dass Gayle Smith und andere deartige Lakaien des US-Empires einen beinahe pathologischen Hass auf alle und jede Unabhängigkeitsbewegung haben, die durch bewaffneten Kampf an die Macht gelangen, und die sich nicht sofort auf die Kniee werfen, um der Pax Americana die Treue zu geloben. Eritreas nationales Motto ist „Niemals niederknieen“, womit es verdammt war zerstört zu werden, und die Meles Zenawi Mafia wurde ausgewählt, die Dreckarbeit des neu gesalbten USA-Gendarmen in Ostafrika auszuführen.

US-Lakai Meles Zenawi

Das folgende Gemetzel ist als „Der Holocaust am Horn – Der Krieg, an den sich keiner erinnert“ bezeichnet worden. 10 000 äthiopische Truppen wurden bei der ersten Offensive 1998 getötet, 50 000 plus bei der zweiten äthiopischen Offensive 1999 und nach konservativen Schätzungen 150 000 äthiopische Soldaten in der dritten Offensive von Mai bis Juni 2000.

Obendrein verursachte die äthiopische Invasion Eritreas 1.5 Mio. eritreische Flüchtlinge innerhalb der eigenen Grenzen. Wenn die eritreischen Opfer dazu gerechnet werden – 19 000 im Kampf gefallene oder sonstige zu Märtyrern gewordene Menschen, dann hat der Holocaust fast eine Viertel Million Tote gefordert.

Fast 250 000 Tote, 1.5 Millionen Flüchtlinge und Gayle Smiths Spuren finden sich überall am Schauplatz des Verbrechens.

Aber die schmutzige Geschichte ist noch nicht zu Ende, denn der im äthiopischen Ogaden stattfindende Genozid ist ein starker Mitbewerber um das schlimmste Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der heutigen Welt. In Szene gesetzt von der Meles Zenawi Mafia, bezahlt und kontrolliert von solchen Typen wie Obamas „Chefberaterin“ und Horn von Afrika-Spezialistin Gayle Smith, sind die 12 oder vielleicht 15 Millionen potentiellen Opfer des fortlaufenden Genozids im äthiopischen Ogaden von der Welt vergessen.

Aber nicht von Gayle Smith, die sehr wohl weiß, wie verzweifelt die Situation ist und deren Antwort darauf war, Meles Zenawi zu befehlen, alle Hilfsagenturen außer Landes zu jagen und die logistische und finanzielle Hilfe für das Meles Zenawi Regime zu erhöhen von ihrem Hochsitz im Weißen Haus. Die Genozidakte hat sie belohnt, indem sie Meles Zenwawi in die Weltführungsriege zu einem G20 Staatsmann erhob.

Wenn eines Tages, trotz der Milliardendollar an westlicher „Hilfe“, das Meles Zenawi Regime zerbröckelt und stürzt, wird vielleicht, aber nur vielleicht, auch Gayle Smith mit ihm stürzen.

Bis dahin gehen das Leben und die Verbrechen der Gayle Smith weiter, von Präsident Barack Obama persönlich abgesegnet. Das Guerilla-Liebchen, verwandelt in eine Präsidentenvertraute, sitzt noch sicher und bereit, ihre Kreaturen in Marsch zu setzen, um Morde und Chaos auszuführen, gar Genozide, was auch immer, um das bröckelnde Empire zu erhalten, dem sie so treu gedient hat.


Danke Tlaxcala
Quelle: http://www.countercurrents.org/mountain011210.htm
Erscheinungsdatum des Originalartikels: 01/12/2010
Artikel in Tlaxcala veröffentlicht: http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=2865

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