Dienstag, 31. August 2010

Warum Wikileaks geschützt werden muss

Von John Pilger
Kesseltreiben gegen Mahner

Am 26. Juli veröffentlichte WikiLeaks Tausende geheime Militärakten über den Krieg in Afghanistan: ein geheimes Killerkommando, Vertuschungen, getötete Zivilisten - alles wurde dokumentiert, Akte für Akte ein brutaler Anklang an die kolonialistische Vergangenheit. Seit Malaya, Vietnam und dem 'Blutigen Sonntag' (Nordirland) bis zu den Geschehnissen in Basra hat sich wenig getan. Der Unterschied ist nur, dass es heute einen außergewöhnlichen Weg gibt, zu erfahren, wie Gesellschaften in fernen Ländern in unserem Namen routinemäßig geschändet werden: WikiLeaks ist es gelungen, sechs Jahre Aufzeichnungen über das Töten von Zivilisten in Afghanistan und im Irak in die Hände zu bekommen. Und die Veröffentlichungen in 'Der Spiegel', 'The New York Times' und 'The Guardian' sind nur die Spitze des Eisbergs.

Verständlicherweise hat dies zu einer gewissen Hysterie an der Spitze geführt - inklusive Forderungen, WikiLeaks-Gründer Julian Assange "zur Strecke zu bringen" oder "auszuliefern". In Washington interviewte ich ein hochrangiges Mitglied des Verteidigungsministerium und fragte: "Können Sie mir garantieren, dass die Redakteure von WikiLeaks und der Chefredakteur, der sich nicht in Amerika aufhält, nicht zum Ziel einer Menschenjagd werden - wie es in den Medien steht?" Er antwortete: "Es steht mir nicht zu, eine Garantie für irgendetwas zu geben". Er verwies auf "laufende strafrechtliche Ermittlungen" gegen den US-Soldaten Bradley Manning, der angeblich ein Whistleblower (Mahner) ist. In einem Land, das von sich behauptet, jene zu schützen, die die Wahrheit sagen, verfolgt die aktuelle Obama-Regierung mehr Whistleblower und hängt ihnen Ermittlungsverfahren an als jede andere US-Regierung der modernen Zeit zuvor. In einem Dokument des Pentagon steht schlicht: Der US-Geheimdienst wolle WikiLeaks "endgültig marginalisieren". Die bevorzugte Technik: Schmierenkampagnen durch Journalisten, die für (Medien-)Konzerne arbeiten und sich für Derartiges hergeben.

So interviewte die gefeierte Reporterin Christiane Amanpour am 31. Juli US-Verteidigungsminister Robert Gates auf 'ABC network'. Sie ermutigte ihn, den Zuschauern seine "Wut" über WikiLeaks zu beschreiben. Amanpour gab die 'Linie' des Pentagon wieder, indem sie sagte: "Dieses Leck hat Blut an den Händen". Sie animierte Gates zu der Aussage, WikiLeaks sei "schuldig". WikiLeaks habe "moralische Schuld". Was für eine Heuchelei - von einem Regime, das im Blut der afghanischen und irakischen Menschen watet (was die eigenen Akten klarmachen). Allerdings ist dies offensichtlich nicht Gegenstand journalistischer Nachforschungen. Doch das überrascht kaum. WikiLeaks repräsentiert eine neue, furchtlose Form der öffentlichen Verantwortung. Diese Form ist nicht nur eine Gefahr für die Täter sondern auch für deren Apologeten.

Die aktuelle Propaganda lautet: WikiLeaks handelt "verantwortungslos". Anfang des Jahres hatte WikiLeaks das Cockpit-Video eines amerikanischen Apache-Kampfhubschraubers veröffentlicht, das zeigt, wie dieser Hubschrauber 19 irakische Zivilisten tötete - darunter Kinder und Journalisten. WikiLeaks schickte einige seiner Leute nach Bagdad, um Kontakt zu den Familien der Opfer aufzunehmen und sie auf das Kommende vorzubereiten. Bevor WikiLeaks im vergangenen Monat die 'Afghanistan-Tagebücher' (Afghan War Logs) veröffentlichte, schrieb es an das Weiße Haus und bat um die Identifizierung (Namen) von Personen, die eventuell Schwierigkeiten bekommen könnten. Es kam keine Antwort. Daraufhin hielt WikiLeaks 15 000 Akten zurück. Assange sagt, diese Dokumente würden erst freigegeben, wenn man sie "Zeile für Zeile" durchgesehen habe, so dass alle Namen von gefährdeten Personen gelöscht werden könnten.

Der Druck auf die Person Assange scheint nicht nachzulassen. In seiner Heimat, Australien sagte Schattenaußenministerin Julie Bishop, falls ihre rechtsgerichtete Koalition die Wahlen am 21. August gewänne, würde sie "angemessene Aktionen" einleiten, "sollte ein Bürger Australiens bewusst etwas unternommen haben, was das Leben der australischen Streitkräfte in Afghanistan gefährdet oder unsere Operation in irgendeiner Weise untergräbt". Die Australier in Afghanistan haben im Grunde die Rolle von Söldnern im Dienste Washingtons. Bislang hat das australische Engagement zu zwei herausragenden Ergebnissen geführt: Erstens massakrierten die Australier in der Provinz Oruzgan 5 Kinder, was zweitens, zu absoluter Empörung bei den meisten Australiern führte.

Im Mai - kurz nach Veröffentlichung der Cockpit-Aufnahmen des Apache-Helikopters - wurde Julian Assanges australischer Pass zeitweilig eingezogen, nachdem er nach Australien zurückgekehrt war. Die (noch) Labor-Regierung in Canberra bestreitet, dass Washington an sie herangetreten ist, damit sie Assange verhaftet und das WikiLeaks-Netzwerk ausspioniert. Auch die (britische) Regierung unter Cameron bestreitet Derartiges. Aber sie würden es tun - oder nicht? Assange kam im Juli nach London, um die Veröffentlichung der 'Kriegstagebücher' vorzubereiten. Jetzt hat er England eilig verlassen - auf der Suche nach "mehr Sicherheit", wie er sagt.

Am 16. August schrieb (die britische Zeitung) 'The Guardian', der große israelische Whistleblower Mordechai Vanunu sei "der größte Held des Atomzeitalters" und zitierte damit Daniel Ellsberg. Vanunu hatte der Welt das Geheimnis der israelischen Atomwaffen offenbart. Die Israelis kidnappten ihn daraufhin und sperrten ihn für 18 Jahre ein (nachdem die britische 'Sunday Times' ihm keinen Schutz gewährt hatte, obwohl sie die Dokumente, die Vanunu ihr übergeben hatte, veröffentlichte).

1983 übersandte Sarah Tisdall, eine Angestellte im Büro des Britischen Außenministeriums 'The Guardian' Dokumente, aus denen klar hervorging, dass die Regierung Thatcher plante, die Ankunft amerikanischer Cruise Missiles in Großbritannien zu vertuschen. Der Guardian beugte sich jedoch einer gerichtlichen Anordnung, die forderte, die Dokumente zu übergeben, und Sarah Tisdall kam ins Gefängnis. Auch sie ist eine heroische Whistleblowerin.

Die Veröffentlichungen durch WikiLeaks sind in gewisser Weise eine Schande für den Mainstream-Journalismus - der im Grunde nur das bringt, was die zynischen, bösartigen Mächtigen ihm diktieren. Das ist Staats-Stenografie - und nicht Journalismus. Gehen Sie einmal auf die Seite von WikiLeaks und lesen Sie, was in einem Dokument des Verteidigungsministeriums zum Thema "Bedrohung" durch den echten Journalismus steht.

Journalismus sollte tatsächlich gefährlich sein. Nachdem 'The Guardian' das WikiLeaks-Exposé über den betrügerischen Krieg so gekonnt veröffentlicht hat, sollte es die Redaktion nun als ihre Aufgabe ansehen, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um Julian Assange und seine Kolleginnen und Kollegen zu beschützen, denn dass sie die Wahrheit sagten, ist von einzigartiger Bedeutung. Seit ich lebe, gab es nicht viele Veröffentlichungen der Wahrheit, die so bedeutsam waren.

Ich mag Julian Assange staubtrockenen Humor. Als ich ihn fragte, ob es in Großbritannien schwieriger sei, Geheiminformationen zu veröffentlichen, erwiderte er: "Wenn wir uns Dokumente ansehen, (mit dem Stempel) des 'Offiicial Secret Act'', so steht darauf, es sei verboten, diese Informationen zurückzuhalten oder zu vernichten. Also gibt es doch nur eine Möglichkeit: sie zu veröffentlichen".

Quelle: zNet

Montag, 30. August 2010

Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen

Zu Sarrazins rassistischen Ausfällen gegenüber Muslimen hörte man von öffentlichen Meinungsmachern kaum mehr als klammheimliche Freude darüber, dass endlich mal ein Mann, der noch einen "Arsch in der Hose" hat, ein "wichtiges" Thema aufgegriffen habe. Nun bescheinigte der rechtsextremistische Bankster den Juden, auch ein bestimmtes Gen zu tragen. Rassenkundler, Historiker, Biologen und Mediziner entwickelten bereits im 19. Jahrhundert eine rege Rassenphantasie, mit der sich die Nazis einen "wissenschaftlichen" Anstrich gaben um via Schädelform, Haar- oder Augenfarbe, die Welt in "gute" oder "schlechte" Rassen einzuteilen.
"Artfremde Rassen hätten kein Recht auf staatliche Förderung: "Wir würden geradezu unsere Selbstvernichtung fördern, wollten wir fortan gutbegabte Fremdrassige für künftige Führerstellen mit deutscher Erziehungskraft und deutschen Staatsmitteln aufziehen."
Könnte glatt von Sarrazin stammen. Ausgerüstet mit willig zur Verfügung gestellten Plattformen deutscher Qualitätsmedien, machte sich Sarrazin an die Arbeit nationalsozialistischen Rassenwahn neu zu verbreiten und vor einer Verdummung der Deutschen durch Muslime zu warnen. Als wenn Deutsche jemals intelligenter als andere Völker gewesen wären.

Erst als er nun auch noch den Juden bescheinigte bestimmte Gene zu besitzen, die sie von anderen unterscheiden, nahm die offizielle Reaktion die Gestalt einer mehr allgemeinen Empörung an. Jetzt habe Sarrazin endgültig eine "rote Linie überschritten", warf ihm der Vizepräsident des Zentralrats, Dieter Graumann, vor. Sarrazin stütze sich auf Rassentheorien der Nazis. Genau das Herr Graumann, werfen kritische Geister Sarrazin schon seit längerer Zeit vor. Rassismus fängt nicht erst beim Antisemitismus an. Auch die Amokläufe Sarrazins gegen Unterschichtler sind eine Form des Rassismus, sie sind Sozial-Rassismus.

Merkel, Westerwelle, Koch und Guttenberg meldeten sich zu Wort und bescheinigten Sarrazin auch die "rote Linie" überschritten zu haben,
„Wortmeldungen, die Rassismus oder Antisemitismus Vorschub leisten, haben in der politischen Diskussion nichts zu suchen“, so Westerwelle. Jede Provokation habe ihre Grenzen, sagte zu Guttenberg. „Diese Grenze hat der Bundesbankvorstand Sarrazin mit seiner ebenso missverständlichen wie unpassenden Äußerung eindeutig überschritten.“
So weit, so gut. Rassismus ist Rassismus, den man verurteilen und bekämpfen muss, egal wo, wie und von wem er praktiziert wird. Westerwelle wird mit Rassismus oder Antisemitismus zitiert. Da gibt es kein oder. Antisemitismus ist keine besondere Art des Rassismus, er ist Rassismus so wie antiislamische Hetze Rassismus ist. Ebenso wie Unterschriften-Aktionen gegen Ausländer, mit denen sich in Deutschland noch Wahlen gewinnen lassen, wie Koch als einer der oben erwähnten AgitProp-Netzwerkler in Hessen unter Beweis stellte.

Rassismus ist auch die Apartheid-Politik Israels, die u.a. Ost-Jerusalem von arabisch-palästinensischen Menschen säubern will. Als Argumentationshilfe bemüht man den biblischen König David der dort vor 3000 Jahren seine Psalme geschrieben haben soll.

Die Saat der Rassisten AgitProp geht auf. Die Herrschaftskeule Rassismus als Bestandteil der gesellschaftlichen Diskussion - mir wird speiübel.

FH

Samstag, 28. August 2010

Machte auf Druck Israels aus seinem Herzen eine Mördergrube

Frank Johansson, Vorsitzender von Amnestys finnischer Sektion, bekam Ärger mit Avi Granot, Israels Botschafter in Finnland. Johansson bezeichnete Israel - laut Jerusalem Post - auf seinem Blog als "scum state". Avi Granot übte sich, wie es Israels Offizielle in solchen Situationen immer tun, in Empörung:
– Es ist unakzeptabel, dass eine Person in seiner (Frank Johanssons) Position, Israel als "Schurkenstaat" bezeichnet. Ich hätte vielleicht nicht so heftig reagiert, wenn Hinz und Kunz sich so geäußert hätten. In diesem Fall handelt es sich aber um eine öffentliche Person.
Donnerlittchen Herr Granot, da muss ich Ihnen aber dankbar dafür sein, dass Sie mich zumindest in Ruhe zu lassen gedenken.

Der arme Frank Johansson nahm seinen Artikel auch gleich wieder von seiner Seite, entschuldigte sich mit einem "Der Text war schlecht formuliert, wurde missverstanden und nicht richtig übersetzt". Allem Anschein nach hat er gar nicht Israel als "Schurkenstaat" oder "scum state" bezeichnet sondern das finnische Wort "nilkkimaa" angewandt. Das wurde aus dem Kontext gerissen und ist eigentlich unübersetzbar.
- Der Begriff beschreibt jemanden der sich wie ein Strolch nicht an die Regeln hält.
Ob "öffentliche Person" oder nichtöffentliche, wieso kriecht Johansson für etwas zu Kreuze was er nicht gesagt hat? Obwohl "Schurkenstaat", "Massakerstaat" "Scum State" "Apartheidstaat" durchaus zutreffende Bezeichnungen für Israel sind. Oder wie bezeichnet man Staaten die unablässig fremdes Land rauben, ihre Bewohner vertreiben und ermorden, den eigenen Staatangehörigen unterschiedliche Behandlungen zuteil werden lassen, je nachdem ob sie jüdischen oder palästinensischen Hintergrund haben, Kriege am laufenden Band anzetteln und gerne einen atomaren Holocaust im Iran anrichten würden.

Sich für etwas zu entschuldigen, was man nicht gesagt oder gemeint hat, ist schon ein Hammer. Soll sich Israel doch mit besseren Übersetzern halten. Zumindest diesen Anspruch kann man an Schurkenstaaten stellen. Ich wünsche mir, das Frank Johansson zukünftig mehr Stehvermögen zeigt und den aufrechten Gang gegenüber Israel wieder einnimmt.

FH

Freitag, 27. August 2010

Die Nazifizierung der Vereinigten Staaten von Amerika


Der Tod des First Amendment

Paul Craig Roberts

Chuck Norris ist kein pink-liberaler Kommie, und Human Events ist eine sehr konservative Publikation. Die beiden haben sich zusammengetan, um einen der wichtigsten Artikel unserer Zeit zu veröffentlichen: „Obamas US-Mordprogramm.“

Es scheint erst gestern gewesen zu sein, dass die Amerikaner, oder zumindest diejenigen, die sich für ihre bürgerlichen Rechte interessierten, schockiert feststellten, dass das Regime Bush so flagrant gegen das FISA-Gesetz (Foreign Intelligence Surveillance Act – Gesetz über die Überwachung ausländischer Geheimdienste) verstoßen hatte, welches das Ausspionieren amerikanischer Bürger ohne gerichtliche Genehmigung verbietet. Ein Bundesrichter am FISA-Gerichtshof trat sogar zurück in Protest gegen die Gesetzwidrigkeit der Überwachung.

Nichts geschah. „Nationale Sicherheit” stellte Präsident und Regierung über die Gesetze des Landes. Bürgerliche Freidenker machten sich Sorgen, dass die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika ihre Macht aus den Einschränkungen des Gesetzes befreien wollte, aber niemand sonst schien sich darüber den Kopf zu zerbrechen.

Ermutigt durch ihren erfolgreichen Gesetzesbruch kündigte die Regierung Anfang dieses Jahres an, dass das Regime Obama sich selbst das Recht verliehen hat, Amerikaner im Ausland zu ermorden, wenn diese Amerikaner als „Bedrohung“ erachtet werden. „Bedrohung“ wurde nicht definiert, ein Todesurteil würde also durch eine subjektive Entscheidung eines Funktionärs verhängt werden, der nicht zur Verantwortung gezogen werden kann.

Aus der Öffentlichkeit oder den Medien war kaum ein Pieps zu hören. Amerikaner und Medien waren zufrieden, dass die Regierung kurzen Prozess mit Verrätern und Abtrünnigen machte, und wer besser Verräter und Abtrünnige ausfindig machen könne als die Regierung mit all ihren Überwachungsprogrammen.

Das Problem mit dieser Art von Dingen ist, dass diese, wenn sie einmal begonnen haben, nicht mehr aufzuhalten sind. Wie Norris berichtet, indem er Sicherheitsfunktionäre des Regimes Obama zitiert, ist die nächste Stufe die Kriminalisierung von abweichenden Meinungen und Kritik an der Regierung. Die nationale Sicherheitsstrategie vom Mai 2010 stellt fest: „Wir bewegen uns jetzt hinweg über die herkömmlichen Unterschiede zwischen Heimatland und nationaler Sicherheit ... Das beinhaltet die Entschlossenheit, terroristischen Angriffen gegen die Menschen in Amerika dadurch vorzubeugen, dass wir die Handlungen, die wir im Ausland setzen, mit den Handlungen und Vorsichtsmaßnahmen im eigenen Land koordinieren.

Die meisten Amerikaner werden sagen, dass die „unentbehrliche“ Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika niemals einen Amerikaner, der seine Rechte nach dem First Amendment ausübt, mit einem Terroristen oder Staatsfeind in einen Topf werfen würde. Gerade das aber haben Regierungen in der Tat seit jeher gemacht. Sogar einer unserer Gründerväter, John Adams und die Föderalistische Partei, hatten ihren „Alien and Sedition Acts“ (s. > http://de.wikipedia.org/wiki/Alien_and_Sedition_Acts ), der gegen die republikanische Presse gerichtet war.

Wenige Machthaber können Opposition oder Kritik dulden, besonders wenn es eine einfache Sache ist, die Einschränkungen ihrer Macht im Namen der „nationalen Sicherheit“ hinwegzufegen. Der stellvertretende nationale Sicherheitsberater John Brennan erklärte vor kurzem, dass weitere Schritte unternommen werden aufgrund der steigenden Anzahl von Amerikanern, die „von extremistischer Ideologie oder Anliegen eingenommen sind.“ Man beachte, dass diese Formulierung über das Interesse an muslimischen Terroristen hinaus geht.

Auf dem Weg zur Herrschaft über die Welt und ihre eigenen Bürger schafft die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika das First Amendment ab und macht die Kritik an der Regierung zu einem Akt von „heimischem Extremismus,“ einem Kapitalverbrechen, das mit dem Tod bestraft werden kann, wie in Hitlers Deutschland oder Stalins Russland.

Anfänglich stellten sich deutsche Gerichte gegen Hitlers illegale Handlungen. Hitler schaltete die Gerichte aus, indem er ein paralleles System von Gerichten aufzog, wie es das Regime Bush mit seinen Militärtribunalen machte. Es wird nicht mehr lange dauern, bis eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten von Amerika keine Bedeutung mehr haben wird. Jede Entscheidung, die gegen das Regime gerichtet ist, wird einfach ignoriert werden.

Das passiert bereits in Kanada, einem amerikanischen Marionettenstaat. In einem Artikel für die Future of Freedom Foundation dokumentiert Andy Worthington die Gesetzlosigkeit des Verfahrens der Vereinigten Staaten von Amerika gegen den Kanadier Omar Khadr. Im Januar dieses Jahres entschied der kanadische Oberste Gerichtshof, dass die Einvernahme von Khadr „eine staatliche Vorgangsweise sei, die gegen die grundlegenden Prinzipien der Rechtssprechung“ verstoße und „die fundamentalen kanadischen Standards für die Behandlung von angehaltenen jugendlichen Verdächtigen“ missachte. Laut dem Toronto Star wies der Gerichtshof die Regierung an, „eine Lösung zu finden, die die Richtlinien ihrer Außenpolitik mit ihren verfassungsmäßigen Verpflichtungen gegenüber Khadr in Einklang bringt,“ aber das Marionettenregime des kanadischen Premierministers Stephen Harper ignorierte den Gerichtshof und erlaubte der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika, mit ihrem gesetzwidrigen Missbrauch eines kanadischen Bürgers weiterzumachen.

Der 11. September hat mehr zerstört als Leben, die Gebäude des World Trade Centers und das Gefühl der Amerikaner, unverwundbar zu sein. Das Ereignis hat die amerikanische Freiheit, den Rechtsstaat und die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika zerstört.

erschienen am 26. August 2010 auf > VDARE.COM > > http://vdare.com/roberts/100826_nazification.htm

Quelle: www.antikrieg.com

Paul Craig Roberts war stellvertretender Finanzminister in der Regierung Reagan. Er ist Verfasser von „Supply-Side Revolution: An Insider‘s Account of Policymaking in Washington“ (Revolution der Anbieterseite: Bericht eines Insiders über Politik in Washington), von „Alienation and the Soviet Economy“ (Entfremdung und die sowjetische Wirtschaft) und von „Meltdown: Inside the Soviet Economy“ (Kernschmelze: Innenansicht der sowjetischen Wirtschaft), sowie gemeinsam mit Lawrence M. Stratton von „The Tyranny of Good Intentions: How Prosecutors and Bureaucrats Are Trampling the Constitution in the Name of Justice“ (Tyrannei der guten Absichten: Wie Strafverfolger und Bürokraten die Verfassung im Namen der Gerechtigkeit mit Füßen treten). Er war Co-Redakteur der Kommentarseite des Wall Street Journal und Mitherausgeber der National Review.

Investigatives aus den Qualitätsmedien für Gehirnamputierte

Wundern Sie sich, warum auf Übungsplätzen Manöverbeobachter nie voll getroffen werden?

Maischberger: „Ich werde auch immer meinungsloser“, sagte sie. „Ich stelle zunehmend fest, dass ich viel zu wenig weiß, um eine fundierte Meinung vertreten zu können. Ein klassisches Beispiel ist der Konflikt Israel und die Palästinenser. Ich mute mir da keine Meinung zu.“

In ihrer Studienzeit haben sie gelernt, wie Party geht. Vier Feierkönige erklären, was ein gutes Fest ausmacht: Wie die richtige Mischung aus Musik, Getränken und Menschen explosiv wird, was zu einer gelungenen Eskalation gehört - und welche Fehler Gäste nicht verzeihen.

"Stell Dir vor, Du bist Terrorist und planst die Tötung möglichst vieler Zivilisten" - so lautete die Hausaufgabe für 15-jährige Schüler in Australien. Die meisten von ihnen machten sich an die Anschlagsplanung. Eine aber weigerte sich und wandte sich an die Medien. Nun ist die Empörung groß.

Nordkorea Ex-US-Präsident Carter holt Ami aus der Hölle

Vibrator, Porno – Lappen weg?

„Ich bin eine Bonbontüte mit Lakritze drin“

Maßhalten ist das Gebot der Stunde

Bildungsgutschein - ein guter Anfang

Zwei Schwerverletzte bei Raubüberfall am Morgen in Kessenich

Julio Iglesias heiratet Mutter seiner fünf jüngsten Kinder

DJ Tom Novy: "Loveparade nach Berlin"

FH

Bezahlte Lügen: das soll als Journalismus in den größten Massenmedien gelten

Der erste Wortkrieg



Stephen Lendman

Übersetzt von Einar Schlereth

Der heutige Journalismus der größten Massenmedien besteht aus voreingenommenen, unverantwortlichen und sensationssüchtigen Berichten, die die Wahrheit verdrehen, übertreiben und falsch erklären. Es sind Falschinformationen oder Agitprop-Desinformationen, die in der Maske von Fakten daherkommen, um die Auflage, die Leserschaft, die Zuschauer oder Hörer zu vermehren. Und über wichtige Angelegenheiten lügen sie oder unterdrücken unangenehme Wahrheiten, um bedingungslose Unterstützung für staatliche und/oder Unternehmensinteressen zu erlangen – zum Schaden des übergreifenden Nutzens, der immer den Profiten und den imperialen Zielen geopfert wird.

Als Ergebnis produzieren die großen Medienquellen eine tägliche Propaganda-Diät, die von dem Project Censored (Zensur-Projekt) als ”junk food news” (Junkfood-Nachrichten) genannt werden, und die meisten Leute dazu bringt, sie zu glauben. In ihrem bahnbrechenden Buch ”Manufacturing Consent” (Übereinstimmung erzeugen) erklärten Edward Herman und Noam Chomsky dies als ”Propaganda Modell”, das die öffentlichen Botschaften kontrolliert, indem es beunruhigende Wahrheiten ”herausfiltert” und ”einen gereinigten Satz zurückläßt”, der zum Druck oder zum Senden tauglich ist.

Heute stecken die Medien in der Krise und eine freie und offene Gesellschaft ist in Gefahr, zu einer Zeit, wo Dichtung Tatsachen ersetzt, Nachrichten sorgfältig kontrolliert und abweichende Meinungen an den Rand gedrängt werden, und die Fernseh-, Radio- und Druckmedienjournalisten mächtige Interessen als bezahlte Lügner unterstützen oder ”Presse-Prostituierte”, wie der berühmte Journalist George Seldes (1890-1995) sie bezeichnete.

Im Ergebnis werden imperiale Kriege als Befreiungskriege bezeichnet. Bürgerliche Freiheiten werden zu unserem eigenen Besten unterdrückt. Wichtige Ereignisse werden nicht angesprochen oder falsch dargestellt. Regierungs- und Geschäftsinteressen werden von ganzem Herzen gutgeheißen. Amerika wird immer ”wundervoll” genannt. Gemeinnützige soziale Veränderung wird als Häresie betrachtet. Der Markt ist das Beste, wird uns erzählt, also laßt ihn in Ruhe, und Patriotismus heißt, Gesetzlosigkeit und korporative Geächtete zu unterstützen, indem wir kaufen, kaufen bis wir umfallen.

Die New York Times – Ihre Führungsrolle bei der Verdrehung und Unterdrückung der Wahrheit

Jahrzehntelang ist die New York Times in Amerika einem offiziellen Ministerium für Propaganda und Information am nächsten gekommen, was aber als wirkliche Nachrichten, Kommentare und Analysen maskiert wurde. Ihre unvergleichliche Schlagkraft hat einst den Medienkritiker Norman Solomon dazu gebracht, ihre erste Seite als ”die wertvollsten Quadratzentimeter an Mediengrundstücken in den USA” zu bezeichnen; oder fast überall, weil ihre Berichte global verbreitet und gelesen werden.

Die Zeitungsbilanz hat eine lange Geschichte von:

* Unterstützung der Mächtigen

* Befürwortung korporativer Interessen

* Zustimmung zu imperialen Kriegen

* Unterstützung der CIA-Anstrengungen, gewählte Regierungen zu stürzen, unabhängige Führer zu ermodern, uns wohlwollende Diktatoren zu stützen, insgeheim paramilitärische Todesschwadronen zu finanzieren und auszubilden, ausgeklügelte Formen der Folter zu praktizieren, demokratische Freiheiten zuhause und im Ausland zu bedrohen. Über Jahrzehnte hinweg waren Auslandskorrespondenten der Times sogar Geheimagenten. Andere sind es wohl heute noch genau wie andere Mitglieder der Vierten Gewalt.

Das Management der Times ist auch zufrieden mit:

* Washington und der korporativen Gesetzlosigkeit;

* einer niemals gesehenen und wachsenden Vermögenskluft

* Wallstreet Banksters [neue Wortschöpfung aus Banker und Gangster.D.Ü.] , die den Bundesschatz plündern;

* dem privaten Bank-Kartell, das das Geld der Nation kontrolliert;

* Nichtbefriedigung menschlicher Bedürfnisse und zunehmender Armut, Hunger, Obdachlosigkeit und Verzweiflung von immer mehr Millionen in einer Nation, die von verbrecherischen Politikern geführt wird, die darauf pfeifen, wenn sie nur wiedergewählt werden;

* einem de facto Einparteienstaat;

*umfassender Korruption auf höchster Regierungs- und korporativer Ebene;

* Demokratie für die ausgewählten Wenigen allein;

* gefälschten Wahlen; und

* einem größer werdenden sozialen Verfall, symptomatisch für einen verfallenden Staat, doch das Times-Management setzt seine Schlagkraft nicht ein, um dies darzustellen und beizutragen, es zu ändern.

Natürlich gilt dies für alle Massenmedien, wo der einzige Unterschied in der Zahl der Konsumenten besteht, in der Fähigkeit, sie zu beeinflussen und in der speziellen Macht der Fernseh- und Rundfunknachrichten, ihre Gläubigen aufzurütteln. Sowie der Macht der rund um die Uhr eindringlichen Wiederholung.

Beispiele für Journalismus im Stil der New York Times

Nachdem Washington am 29. Februar 2004 einen mitternächtlichen Staatsstreich gegen den demokratisch gewählten Präsidenten von Haiti Jean-Bertrand Aristide durchgeführt hatte, log The Times am 1. März in ihrem Leitartikel, in dem es hieß:

* er sei zurückgetreten;

* Mariners zu schicken, um ihn zu entführen, ”sei genau das Richtige gewesen”;

* sie kamen erst, als ”Herr Aristide abgetreten sei”;

* daß er ”erheblich zu seinem eigenen Sturz beigetragen habe (durch seine) zunehmend autokratische und gesetzeslose Herrschaft …; und

* durch seine Manipulierung der Wahlen von Jashr 2000 und Nichteinführung der versprochenen Demokratie.

In Wirklichkeit ist er ein beliebter Demokrat, der erstmals 1990 mit 67% der Stimmen gewählt wurde, um ein paar Monate später durch einen US-Staatscoup abgesetzt zu werden, der 1994 nach Haiti zurückkehrte, dann, da er 1996 keinen Erfolg hatte, im Jahr 2000 erneut antrat und mit gewaltiger Mehrheit von 92% gewählt wurde. Heute ist er im Exil, und die große Mehrheit der Haitianer will ihn zurückhaben, aber die paramilitärischen Besatzer unter Führung von Washington lassen ihn nicht ins Land.

Nach der Wahl von Hugo Chavez im Dezember 1998 schrieb Larry Roher, der Reporter der Times für Lateinamerika:

Die Präsidenten und Parteiführer der Region sind beunruhigt über das Schauspiel, von dem sie dachten, daß es ein für allemal abgesetzt sei: das eines populistischen Demagogen, des autoritären Mannes auf dem Pferderücken, der als Caudillo (starker Mann) bekannt ist und die Macht ergreift.

Seither haben die Leute der Times durchgängig:

* über die venezolanische Demokratie hinweggesehen;

* Chavez verleumdet als ”umstrittenen, extremen Demagogen, provokativ (und) den nâchsten Fidel Castro;

* gesagt, daß er ”die Regierung militarisiere, die Gerichte des Landes lähme, die Medien einschüchtere, das Vertrauen in die Wirtschaft untergrabe und Venezuelas einst demokatische Institutionen aushöhle”. Die Bedingungen, wie sie Jahrzehnte vor Chavez' Herrschaft üblich waren, und laut Kolumnist Roger Lowenstein angeblich nun herrschen:

* weshalb er Chavez anti-kapitalistisch nennt, weil er den Ölreichtum des Landes mit dem Volk teilt, indem erwichtige soziale Dienstleistungen einrichtet und die Bedürftigsten von der Armut befreit; und

* Chavez beschimpft, weil er ausländische Investitoren zwingt, einen angemessen Preis zu bezahlen.

Lowenstein stellte sich hinter den Staatsstreich vom April 2002, indem er den Sturz von Chavez eine ”Abdankung” nannte und sagte, daß Venezuela ”nicht mehr durch einen Möchtegern-Diktator bedroht wäre”.

Nach dem 11.9 spielte die Times die Rolle, die Nation in den Krieg zu führen, indem sie den ”Tag des Terrors” in den Vordergrund rückte und sagte, daß der ” Präsident verspricht, die Bestrafung des 'Bösen' durchzuführen”.

In der Vorbereitung des Irak-Krieges war Judith Miller eine Waffe des Massenbetrugs durch ihre täglichen Pentagon-Presseerklärungen-Kolumnen, die als wirkliche Naschrichten dargestellt, später aber als manipulierte Lügen entlarvt wurden. Aber sie waren effektiv.

Direkt nach dem Bericht der Goldstone-Kommission am 15. September 2009 behauptete Neil Mac-Farquhar in einer Kolumne noch am selben Tag, daß Israels ”unangemessener Angriff” eine Folge der Provokationen der Hamas war und deshalb vielleicht gerechtfertigt wäre. Während The Times zwar Goldstone Platz in der Zeitung einräumte, hat sie:

- gleichzeitig beleidigende Briefe veröffentlicht, die seine ”Einseitigkeit” verurteilten, und am 18. September einen, in dem es hieß, daß ”die Obama-Verwaltung (heute) gesagt habe, daß ein Bericht der Vereinten Nationen, der Israel der Kriegsverbrechen in Gaza anklage, Israel gegenüber ungerecht sei und nicht ausreichende Berichte über die 'beklaglichen” Aktionen von der militanten Hamas-Gruppe in dem Konflikt im vergangenen Winter bringe”.

Danach hat das Blatt eine fast vollständige Nachrichtenblockade auf seinen Leitartikel-und Nachrichtenseiten verhängt, um die Geschichte zu begraben und sie totzuschweigen – abgesehen von ihrer Bedeutung, eindeutige Beweise über israelische Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung dokumentiert zu haben.

National Public Radio (NPR = Nationales Öffentliches Radio) und Public Broadcasting (PBS = Öffentliche Radiosendungen)

Das NPR wurde 1970 als eine unabhängige, private, gemeinnützige Mitgliederorganisation von amerikanischen öffentlichen Radiostationen gegründet mit dem Versprechen, eine Alternative zu den kommerziellen Sendern zu sein, indem man ”persönliches Wachstum statt korporativen Gewinn befördere (und) mit vielen Stimmen und vielen Dialekten spreche”.

Nachdem man seit langem dieses Versprechen aufgegeben hat und angesichts seiner substantiellen korporativen und Regierungsgelder, ist das NPR von den übrigen korporativen Medien nicht zu unterscheiden und ebenso korrumpiert wie sein ehemaliger Chef Kevin Klose.

Er war Präsident vom Dezember 1998 – September 2008 und Vorstandsvorsitzender von 1998 bis Januar 2009. Zuvor war er US-Propagandadirektor als Chef von Voice of America (VOA), Radio Liberty, Radio Free Europe, Radio Free Asia, Worldnet Television und der anti-Castro Radio/TV Station Marti, weshalb er sehr gut in die neue Rolle paßte.

Am 5. Januar 2009 folgte ihm Vivian Schiller als Präsidentin und Vorstandsvorsitzende. In ihrer offiziellen Biographie heißt es, daß sie früher zum ”The New York Times Unternehmen gehörte, wo sie als Vize-Präsidentin und Generalmanagerin von NYTimes.com diente”. Sie wird alle ”Operationen und Initiativen der NPR (kontrollieren), einschließlich die kritischen Teilhaberschaften mit unseren 800+ Mitgliedsstationen und deren Service für die mehr als 26 Mill. Leute, die das NPR Programm jede Woche hören”. Die meisten wissen nicht einmal, daß sie dieselbe korporative Propaganda und ”Junkfood-Nachrichten” erhalten oder daß NPR sich ”öffentlich” nennt, um seine wirkliche Aufgabe zu verheimlichen.

Deshalb nennen Kritiker das NPR mit guten Gründen das ”Nationale Pentagon oder Petroleum Radio”.

Die ”Corporation for Public Broadcasting (CPB = Körperschaft für Öffentliche Radiosendungen) wurde durch den Public Broadcasting Act (Gesetz für Öffentliche Radiosendungen) von 1967 gegründet und nennt sich selbst ”eine private, gemeinnützige, vom Kongreß geschaffene Körperschaft … und sie verwaltet die Investitionen in öffentliche Radiosendungen der Bundesregierung. Sie hilft, die Operationen von mehr als 1100 öffentlichen Fernseh- und Radiostationen im ganzen Land, die in lokalem Besitz sind und lokal betrieben werden, zu unterstützen, und sie ist die größte Quelle von Geldern zur Forschung, Technologie und Programm-Entwicklung für den öffentlichen Rundfunk, Fernsehen und damit verbundene online-Dienste”.

Wie das NPR wird sie in großem Umfang von Unternehmen und der Regierung finanziert und leistet ihnen ähnliche Dienste. Unter George Bush war der ehemalige Direktor von Voice of America Kenneth Tomlinson Vorsitzender des Vorstandes der Gouverneure der CPB, bis eine interne Untersuchung 2005 ihn zum Abgang zwang, weil er wiederholt das Gesetz gebrochen habe.

Am 16. September 2009 kündigte eine Presseerklärung der CPB an, daß der ”Direktoren-Vorstand (der CPB) heute Dr. Ernest Wilson III (zum) Vorsitzenden gewählt habe und erneut … Beth Courtney zur Vize-Generaldirektorin wählte”.

Wilson hatte zuvor wichtige politische Stellungen als Direktor der ”International Programms and Resources on the National Security Council” (Internationale Programmme und Mittel beim Nationalen Sicherheitsrat) inne. Er war auch Direktor der Politik- und Planungseinheit für die CIA und Mitglied des Rates für Auslandbeziehungen (CFR).

Beth Courtney wurde von George Bush ernannt, eine ehemalige Vorsitzende des Vorstands für Amerikas Öffentliche Fernsehstationen und gegenwärtige Vize-Präsidentim von CPB. Sie ist gegenwärtig auch im Vorstand des ”Satellite Educational Resources Consortium” (Konsortium für Satelliten Erziehungsmittel), der Organisation der Leitenden Angestellten der Staatlichen Rundfunkanstalten, des Nationalen Forums für Leitende Angestellte der Öffentlichen Fernseh-Anstalten und der Vereinigung für Nationale Erziehungs-Telekommunikation zusammen mit den entsprechenden Empfehlungen zur Wiederwahl.

Im ”Extra”-Bericht der Mai/Juni Ausgabe fragte FAIR (Fairness & Accuracy in Reporting = Fairness und Genauigkeit bei der Berichterstattung) ”Wie öffentlich ist der Öffentliche Rundfunk?” und Steve Rendall und Daniel Butterworth zitierten den früheren Chef Kevin Klose:

”Wir alle glauben, unser Ziel ist es, der Demokratie insgesamt und dem ganzen Land zu dienen.”

Nicht jedoch FAIR, denn ”jede Rundfunk-Quelle zitierte im Juni 2003 vier von (NPRs) Nachrichten-Shows: All Things Considered, Morning Edition, Weekend Edition, Weekend Edition Saturday und Weekend Edition Sunday”. Jeder Gast wurde klassifiziert ”nach Beruf, Geschlecht, Nationalität und Parteizugehörigkeit”. Zusammen wurden 2334 Quellen von 804 Stories zitiert.

FAIR fand heraus, daß das NPR aus denselben dominanten Quellen wie die grössten Medien gespeist wird, d.h. daß Regierungsbeame, professionelle Experten und Unternehmensvertreter nahezu zwei Drittel der Zeit beanspruchen.

Sprecher von Gruppen für Interessen der Allgemeinheit stellten nur 7% der Quellen und gewöhnliche Leute erschienen nur in ”ein-Satz-Soundschnitten”.

Männliche Gäste übertrafen die weiblichen mit 4 : 1, und jene, die am meisten zitiert wurden, kamen aus derselben Elitekategorie wie die Männer.

Insgesamt gesehen repräsentiert NPR dieselben dominanten Interessen wie die großen komerziellen Medien – konservativ, geschäftsfreundlich, für den Krieg, für Israel – und gegen das öffentliche Intresse, während man vorgibt, es zu unterstützen.

FAIR analysierte das PBS-Flaggschiff News Hour und seine Gästeliste und zog ähnliche Schlußfolgerungen. Wie das NPR steht es ideologisch rechts und zensiert gewöhnlich progressive Inhalte und Programme von öffentlichem Interessse. In einer 1990 News Hour Einschätzung verglich FAIR deren Inhalt mit der Nightline von ABC und fand, daß es ”ein noch schmaleres Segment des politischen Spektrums” darstelle. Eine spätere Analyse von Oktober 2005 – März 2006 aller Programme kam zu ähnlichen Ergebnissen, und entschied, daß News Hour ideologisch noch rechter ist als NPR, das ja auch weit in diese Richtung geht.

FAIR kam zu dem Schluß, daß der Inhalt von NPR und News Hour ”in überwältigendem Maße die Mächtigen statt die Öffentlichkeit repräsentiert ”, der zu dienen sie verpflichtet sind. Während sie sich den Anschein geben, ein öffentliches Programm zu sein, betrügen sie die Hörer, indem sie ihnen dieselben Propaganda- und ”Junkfood”-Nachrichten verabreichen wie die dominierenden korporativen Medien. Wenn man bedenkt, woher sie das Geld bekommen – was können sie anderes tun?

Eine NPR Story vom 6. Oktober ist typisch für die meisten anderen. Sie klagte Chavez an, ”die Verhaftung von Oppositionellen zu planen”. Der Reporter Juan Forero behauptete, daß ”dutzende von Universitätsstudenten” am 28. September vor dem OAS-Hauptquartier in Caracas in den Hungerstreik traten zusammen mit ”im ganzen Land … zur Unterstützung von Julio Cesar Rivas, ein Student, der während einer anti-Regierungs-Demonstration im August verhaftet wurde ...”

Rivas ist der Koordinator und Gründer von Juventud Activa de Venezuela Unida (Vereinigte aktive Jugend von Venezuela – JAVU). Zuvor war er Teil eines inszenierten gewalttätigen Straßenprotestes gegen Venezuelas neues Erziehungsgesetz. Die Regierung sagt, JAVU seien die ”Stoßtruppen” bei Oppositionsprotesten and werde großzügig finanziert von der National Endowment of Democracy (NED = Nationale Demokratie-Stiftung), dem International Republican Institute (IRI) und der US Agency of International Development (USAID = Agentur für Internationale Entwicklung), um die internen Angelegenheiten Venezuelas zu stören. Es ist ein bekanntes Muster, zahllose Male in der Vergangenheit, um die Chavez-Regierung zu diskreditieren und auseinanderzubrechen in der Hoffnung, sie am Ende zu zerschlagen.

Die JAVU hat ca. 80 000 Mitglieder in den meisten Staaten Venezuelas und ruft auf ihrem Blog dazu auf, die Regierung zu stürzen und den Militärcoup in Honduras zu unterstützen.

Rivas wurde am 29. September freigelassen, muß aber zum Prozeß vor Gericht erscheinen. Er ist ein von Washington finanzierter Provokateur, angeklagt wegen Widerstands bei der Verhaftung, Verschwörung, Aufruf zum Aufruhr, Beschädigung öffentlichen Eigentums und ”typische” Waffen zu benutzen.

Während er in Haft war, versicherte ihm die venezolanische Strafverteidigerin Gabriela Ramirez persönlich, daß seine vollen verfassungsmäßigen Rechte gewahrt werden würden. Die Straßenproteste gehen weiter und werden gekontert von pro-Chavez-Protesten, die zu ”Frieden und Toleranz” aufrufen. Laut Carlos Sierra von der Föderation Bolivarianischer Studenten:

”... werden die Oppositionsstudenten benutzt und manipuliert von der obersten Führung der irrationalen Opposition, die sie über die (dominanten) Medien losschickte, um Gewalt und Terrorismus im Lande zu entfachen”, so wie bei früheren Gelegenheiten.

Aber laut NPRs Forero wurde Rivas ”in eins von Venezuelas berüchtigsten Gefängnissen gesteckt”, wo andere Regierungsoppositionelle als politische Häftlinge sitzen. Chavez ”hat dutzende von Schlüsselopponenten verhaftet” nach Zitaten von nicht genannten ”Menschenrechtsorganisationen und Verfassungsexperten, die (behaupten), daß Venezuela zunehmend seine Gegner aufspürt und sie hinter Gitter bringt in politisch motivierten Hexenjagden”.

Forero hat nicht erwähnt, daß Rivas Gewalt geschürt hat. Andere Verhaftete haben auch gegen das Gesetz verstoßen. Nicht einer ist politischer Gefangener, und alle Venezolaner erhalten faire und gerechte Prozesse, im Gegensatz zur USA, wo regelmäßig wirkliche politische Verhaftungen, Verfolgungen und Verurteilungen vorkommen von unschuldig ins Visier genommenen Opfern. Dieses Thema wird von NPR und PBS nicht angefaßt, außer um die Opfer öffentlich im Radio zu verunglimpfen.

Sie berichten auch nicht wahrheitsgemäß über das besetzte Palestina. Am 12. Oktober 2009 hat Renee Montagne in der Morgenausgabe von NPR praktisch den israelischen Rassismus mit den Worten besungen:

”Es gibt einen neuen Feind für manche Israelis: Romanzen zwischen jüdischen Frauen und arabischen Männern, weshalb sich Vigilanten zusammengetan haben, um sie zu bekämpfen.” Sie meint ”jüdische Siedlungen”, die ”auf traditionell arabischem Land emporgeschossen sind” in Ost-Jerusalem, aber sie gibt nicht zu, daß es auf gestohlenem palästinensischen Land geschieht.

NPRs Sheera Frankel nahm an einer Patrouille teil, deutete an, daß Araber minderwertiger als Juden seien und behauptete, daß sie eine Gefahr für jüdische Frauen und Mädchen darstellen. Sie beschrieb, wie Vigilanten nach ”arabisch-jüdischen Paaren (Ausschau halten), um ihre Treffen zu verhindern”, und meint, daß dies richtig ist, aber nicht das Infragestellen der Siedlungen, der Gewalt der Vigilanten in Ost-Jerusalem, deren Mißachtung der Gesetze oder das große Unglück für unschuldige Personen. Stattdessen nannte sie ”gemischte Paare eine wachsende Epidemie” von Rassenmischung – ein typischer Rassismus der NPR und einseitige Unterstützung von Israel.

Das Wall Street Journal (WSJ)

Das WSJ ist das Flaggschiff der Dow Jones & Company (jetzt eine News Corporation,

Lügen

seit Rupert Murdoch sich im August 2007 dort einkaufte) Publikationen. Sie hat ihre Ideologie gleich eingangs verkündet: man unterstützt ”freie Märkte und freie Menschen” sowie ”freien Handel und solides Geld; man ist gegen beschlagnahmende Steuern und Ukasse (Edikte) von Königen und anderen Kollektivisten; und für die indivuduelle Autonomie gegen Diktatoren, Schikanen und auch gegen zufällige Majoritäten”.

Im Oktober 2007 beklagte FAIR die Übernahme von Murdoch, wegen seiner ”Neigung, seine Unternehmungen als Vehikel für seine persönlichen (Anschauungen) und Geschäftsinteressen zu benutzen”. Zuvor hatten FAIR und die Columbia Journalism Review seine Leitartikelseite kritisiert wegen Ungenauigkeit, extremer Einseitigkeit und Unehrlichkeit.

Das Journal ist unmissverständlich, wenn es schreibt, daß seine Philosophie ”nicht den Anspruch erhebt, den goldenen Mittelweg zu gehen. Unsere Kommentare und Interpretationen werden von einem klar umrissenen Standpunkt aus geschrieben … Wir widersetzen uns jeder Einschränkung der individuellen Rechte, sowohl von Seiten privater Monopole, der Gewerkschaftsmonopole oder von Seiten einer überwuchernden Regierung. (Wir sind) nicht besonders interessiert an Etiketten, aber wenn wir eins auswählen könnten, dann würden wir sagen, wir sind radikal”.

Radikal kann revolutionär und wohltätig sein, wenn es hinter grundlegender progressiver Veränderung und Reform steht. Webster definiert das Wort folgendermaßen:

”(radikal) ist gekennzeichnet durch ein beträchtliches Abweichen von dem Gewöhnlichen und Traditionellen: extrem; geneigt oder bereit sein für extreme Änderungen bestehender Ansichten, Gewohnheiten, Bedingungen oder Institutionen; sich beziehend auf oder verknüpft mit einer politischen (oder vielleicht geschäftlichen) Gruppe, die mit Ansichten, Praktiken und einer Politik extremer Veränderung in Beziehung steht; oder sich einsetzt für extreme Masßnahmen, um einen politischen Zustand beizubehalten oder wiederherzustellen”, genau so wie die radikale Rechte, wie sie durch das Management und die Leitartikler der WSJ repräsentiert wird.

Kritiker sind der Meinung, daß diese sich am äußersten Rande der Rechten befinden, Unterstützer der Voodoo-Ökonomie, der Steuerreduzierung für die Reichen, entschiedene Verteidiger der Manager-Privilegien und herablassend gegenüber allem, was links von ihren Ansichten steht, wie es täglich bezeugt wird durch manche der haarsträubendsten, einseitigsten, geschäftsfreundlichsten Kommentare, die keinerlei Alternativen bieten und mit äußerst selten auftauchenden Ausnahmen, um dem Blatt einen fairen Anstrich zu geben, was es natürlich nicht ist.

Man schaue sich Mary O'Grady vom Vorstand der Herausgeber an und ihre wöchentliche Kolumne über ”Politik, Wirtschaft und Unternehmen in Lateinamerika und Kanada”. Ihr Extremismus ist ohnegleichen. Ihr Stil ist Agitprop; ihre Texte sind frei von jeder Wahrheit; ihre Sprache ist haßerfüllt und rachgierig; ihr Ton boshaft und ehrenrührig; ihr Stil ist brutales Rowdytum; und ihr Material berechnend, verlogen und schamlos. Dennoch schreibt sie regelmäßig im WSJ und hat Preise als Kommentar-Schreiberin gewonnen, aber sie ist mit Sicherheit keine Journalistin laut der Definition von Webster:

”schreiben geprägt von einer direkten Darstellung von Fakten oder Beschreibung von Ereignissen ohne einen Versuch der Interpretation.”

O'Grady genügt keiner der beiden Anforderungen. Sie ist eine Art gedruckter Version von Fox News' Glenn Beck, der sich selbst auf glennbeck.com darstellt, arrogant aussehend in einer Uniform wie sie die Nazi-SS hatte.

Man denke an O'Gradys Befürwortung des von Washington unterstützten Staatsstreichs in Honduras vom Juni d.J. gegen einen demokratisch gewählten Präsidenten. Ihm folgten Monate von Massenverhaftungen, dem Verschwinden von Menschen, Morden, Übergriffen gegen unabhängige Medien, Aufhebung der Verfassung, Erklärung des Kriegsrechtes und Bedrohung der Souveränität der brasilianischen Botschaft, wo Präsident Manuel Zelaya nach seiner Rückkehr Zuflucht suchte.

Einen ihrer vielen pro-Coup-Artikel überschrieb O'Grady mit ”Warum Honduras Zelaya absetzte”. In einer ”perfekten Welt ”, so schrieb sie ”würde er jetzt in seinem eigenen Land im Gefängnis sitzen und auf seinen Prozeß warten. Der honduranische Generalstaatsanwalt (der dem Coup-Regime angehört) hat ihn angeklagt, bewußt das honduranische Gesetz verletzt zu haben und das Oberste Gericht (voller pro-Coup-Richter) befahl seine Verhaftung in Tegucigalpa am 28. Juni”, am Tag vor dem Coup.

”Aber das honduranische Militär schaffte ihn rasch außer Landes, nach Costa Rica,” um sich die Verlegenheit zu ersparen, einen demokratisch gewählten Präsidenten einzusperren, dessen gesetzestreuen Handlungenvon der Mehrheit der Honduraner gebilligt wurden, die eine progressive Änderung der Verfassung wünschte und einen Präsidenten, der ihnen dies ermöglichte.

Aber laut O'Grady war ”Herr Zelayas Verhaftung legal sowie seine Absetzung durch den Kongreß … Außer daß er fleißig auf der Verfassung herumtrampelte hat Herr Zelaya auch gezeigt, daß er bereit war, gewaltsame Taktiken des 'Chavismo' [à la Chavez] anzuwenden, um an der Macht bleiben zu können. Die Entscheidung, ihn unmittelbar wegzuschicken, wurde im Intresse des Schutzes der verfassungsmäßigen Ordnung und des menschlichen Lebens getroffen”.

In Wirklichkeit hat Zelaya weder Gewalt verfochten oder angewendet, und sein Ruf nach einem öffentlichen Votum am 28. Juni, ob ein Referendum für eine neue Verfassungskonvention zur selben Zeit wie die gesetzmäßigen Wahlen abgehalten werden sollte, war eine Frage, die mit einem 'Ja' oder 'Nein' beantwortet werden konnte. Diese eine Frage lautete:

”Glauben Sie, daß die allgemeinen Wahlen im November 2009 eine vierte Wahlurne

(die anderen drei waren für die Kandidaten) umfassen sollten, um eine Entscheidung darüber zu treffen, ob eine Nationale Verfassunggebende Versammlung geschaffen werden sollte, die eine neue Verfassung billigen soll?”

Laut Artikel 5 des honduranischen ”Civil Participation Act” von 2006 (Bürgerbeteiligungsgesetz) können Regierungsbeamte nichtbindende Untersuchungen (Referenden) abhalten, um die Unterstützung des Volkes für vorgeschlagene Maßnahmen festzustellen. Das Gefühl zu testen für eine Nationale Verfassunggebende Versammlung für eine neue Verfassung ist also legal.

Doch O'Grady behauptet in ihrem Artikel vom 28. Juni unter dem Titel ”Honduras verteidigt seine Demokratie” fälschlicherweise, daß Zelaya plante ”eine Neuschreibung der Verfassung (nach) einem nationalen Referendum”, was nur der Kongreß tun kann. In Wirklichkeit wollte Zelaya ein Votum, um die öffentliche Meinung festzustellen, dafür oder dagegen, ob die Honduraner eine Verfassungskonvention haben wollen, was sich nicht von einer Meinungsforschung unterscheidet, was völlig legal ist oder überall sein sollte. Aber O'Grady zufolge beschloß Zelaya, ”daß er das Referendum selbst abhalten würde”. Eine typische O'Grady Umkehrung der Wahrheit, was ihr die wöchentliche Seite in der WSJ für ihre Kommentre einbringt.

Die lange Tradition der BBC als ein imperiales Instrument

Als ein staatseigenes und -finanziertes Unternehmen hat die BBC eine lange, ungebrochene und beunruhigende Tradition als der Welt größter und einflußreichster Sender, der eine globale Hörerschaft in 32 Sprachen erreicht. Seit ihrem Beginn 1925 ist sie verläßlich regierungs- und unternehmensfreundlich gewesen oder wie ihr Gründer Lord Reith dem Establishment versicherte: ”Sie wissen, daß sie uns vertrauen können, nicht wirklich unparteiisch zu sein.” Weder er noch seine Nachfolger sind enttäuscht worden was die wichtigsten Themen angeht, wie etwa Krieg und Frieden, korporative Verbrechen, US-UK Doppelzüngigkeit, Arbeiterrechte, demokratische Freiheiten, Bürger- und Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und westlicher Imperialismus.

Diese Dinge sind systematisch über Jahrzehnte verdreht, unterdrückt, marginalisiert oder ignoriert worden, obwohl man behauptete, daß ”Ehrlichkeit (und) Seriosität ist das, wofür BBC einsteht (weil sie) unabhängig ist von politischen Einflüssen und kommerziellem Druck”.

Als ein Propagandadienst ist ihre Geschichte kompromißlos anti-gewerkschaftlich, pro-business und zuverlässig sicher vor Whitehall und deren Freunden. Es moralisiert westliche Aggression, verleumdet unabhängige demokratische Führer und klatscht Beifall für die Mächtigen auf Kosten der Nachrichtenvermittlung und Informationen für Millionen, die glauben, BBC sei glaubwürdig. Seit über acht Jahrzehnte ist ihre Meritenliste solide und vorhersehbar – das öffentliche Vertrauen zu mißbrauchen und zuverlässig den Mächtigen zu dienen. Und diese Tradition wird fortgesetzt.

Prominente TV-Demagogen

Unter den vielen, betrachten ein paar wenige näher. Zum Beispiel Lou Dobbs vom CNN oder ”Mr. Independent” (Mr. Unabhängig), wie er sich selbst nennt. Kritiker benutzen anschaulichere Begriffe, doch laut seiner http://wholinkstome.com/url/loudobbs.tv.cnn.com Biographie:

Er ist ”Moderator und geschäftsführender Editor von CNNs Lou Dobbs Tonight (und auch Moderator von) einem national weitverbreitetem Finanznachrichten-Radioreport, dem Lou Dobbs Financial Report ...” Außerdem schreibt er wöchentlich einen CNN.com Kommentar, ist Autor und preisgekrönter ”Journalist”, kürzlich erst 2005, als er von ”The National Academy of Television Arts and Sciences (Akademie der Fernsehkünste und -wissenschaften) mit dem Emmy für sein Lebenswerk” ausgezeichnet und diente den üblichen besonderen Interessen jeden Abend zu bester Sendezeit.

Im Juni 2004 gewann er auch ”den Eugen Katz-Preis für die ausgezeichnete Berichterstattung über Immigration vom Zentrum für Immigrations-Studien in seiner laufenden Serie ”Broken Borders” (Brüchige Grenzen), worin die US-Politik gegenüber der illegalen Immigration untersucht wird”. Kein Wunder, daß ihn der Schreiber dieses Artikels im August 2006 CNNs Vizepreäsident für Rassismus nannte. Er ist auch ein bezahlter Lügner, der in Amerika Preise erhält.

Im Mai 2008 hat ein Bericht von Media Matters Action Network mit dem Titel ”Fear & Loathing in Prime Time: Immigration Myths and Cable News” (Angst & Haß zu bester Sendezeit: Einwanderer Mythen und Kabelnachrichten) die undokumkentierte Haßorgie von Dobbs, Bill O'Reilly und Glenn Beck und die Lupe genommen, von denen jeder behauptet:

* es gäbe eine angebliche Verbindung zwischen Latinos ohne Papiere und Verbrechen; in Wirklichkeit gibt es eindeutige Beweise, daß sie nicht häufiger das Gesetz brechen als amerikanische Bürger;

* wie sie soziale Dienste ausnutzen und keine Steuern bezahlen; in Wirklichkeit haben Einwanderer ohne Papiere keinen Anspruch auf Medicaid, Nahrungsmittelkarten, staatliche Kindergesundheitsfürsorge (SCHIP) und Wohltätigkeit; sie bezahlen Steuern für Einkommen, Gehalt, Besitz, Verkäufe und sonstiges und haben Anspruch auf öffentliche Erziehung; laut der National Academy of Sciences liefern Immigranten einen jährlichen Gewinn von bis zu 10 Mrd. $ für das Bruttosozialprodukt; laut dem Ökonomen James P. Smith von der Rand Corp. ”beträgt der Nettogewinn durch diese Immigranten, die seit 1980 angekommen sind, 333 Mrd. $.

* einen ”Reconquista” Mythos von einer sogenannten mexikanischen Verschwörung, den amerikanischen Südwesten zu übernehmen; und

*eine Epidemie von Wahlbetrug durch Latinos, was durch das ständige Trommelrühren von Dobbs Amerikas ”Demokratie absolut in Gefahr bringe”.

Er verbreitet auch den Mythos, daß Latinos ohne Papiere eine Zunahme von Lepra (oder Hansen-Krankheit) in den USA verursachten. In einem Bericht vom April 2005 zitierte die Korrespondentin Christine Romans die ”medizinische Anwältin” Dr. Madeleine Cosman mit den Worten:

”Wir haben einige enorme Probleme mit schrecklichen Krankheiten, die durch illegale Fremde nach Amerika eingeschleppt werden, einschließlich Lepra ...” Romans fügte hinzu, laut Cosman, ”es gäbe etwa 900 (US)Fälle von Lepra über 40 Jahre bis 2002. Und 7000 Fälle in den vergangenen 3 Jahren” (bis 2005).

Laut einem ”60 Minuten” Bericht vom Mai 2007 schrieb das Nationale Hansen-Krankheits-Programm (NHDP), daß ”7000 die Zahl an Leprafällen für die vergangenen 30 Jahre sei, nicht für die letzten drei, und daß niemand wisse, wieviele von diesen Fällen mit illegalen Immigranten zu tun haben”. NHDP fügte hinzu, daß zwischen 2002 und 2005 (die von Cosman behauptete Zeit) nur 398 Fälle aufgetreten seien. Dazu anwortete Dobbs: ”Wenn wir es berichtet haben, dann ist das eine Tatsache.”

Das Southern Poverty Law Center (SPLC = Südliches Armutsrechtzentrum) wurde 1971 gegründet, und ist international bekannt für seinen Aktivismus gegen Haßgruppen und für seine errungenen rechtlichen Siege über weiße ”Vorherrschaftler”. Es stellt fest, daß Dobbs regelmäßig ungenaue rassistische Berichte verfaßt und anti-Immigranten Haßpropagandisten vorstellt wie:

* Glenn Spencer, Chef der Anti-Immigration American Patrol, deren Webseite anti-mexikanisches Gift verspritze und die Idee, daß Mexiko eine geheime Übernahme des Südwesten plane;

* Joe McCutchen, Chef der Anti-Immigration Protect Arkansas Now Group, die von Dobbs ”eine phantastische Gruppe von betroffenen und besorgten Amerikanern” genannt wird.

* Paul Streitz, Mitbegründer der Connecticut Citizens for Immigration Control, die einst Bürgermeister John DeStefano,Jr. Anklagten, daß er ”New Haven in eine Bananenrepublik verwandle”;

* Barbara Coe, Leiterin der California Coalition for Immigration Reform, die Mexikaner gewohnheitsmäßig ”Wilde” nennt; und
*
Chris Simcox, Mitbegründer von dem Minuteman Project und eine führende Anti-Immigrations-Figur.

SPLC erklärt, daß Dobbs ”beharrlich die anti-Immigrationsbewegung untersucht und unterstützt (und) keinesfalls auffällig negative Fakten über anti-Immigrationsführer berichtet, die er gutgeheißen hat ...”

Stattdessen behauptet er fälschlicherweise, daß:

* ”auf etwa ein Drittel der Gefängnisbevölkerung in diesem Lande wird nach Schätzungen von illegalen Fremden gestellt”;

* Staaten werden ”von kriminellen illegalen Fremden überflutet”;

* und die US-Grenzen sind ”ungeschützt”, was ”kriminellen illegalen Fremden es erlaubt, Polizei- Offiziere zu ermorden”.

Allein 2007 wurde die Verbindung zwischen illegaler Immigration und Verbrechen bei 94 Gelegenheiten auf Lou Dobbs Tonight diskutiert, und weitere dutzend Male konzentrierte man sich auf ”Armeen von Eindringlingen”, Immigranten, die keine Steuern bezahlen, die sozialen Dienste anzapfen und unsere weiße anglo-sächsische Kultur bedrohen.

Die CNN Reporter Casey Wian, Bill Tucker, Kitty Pilgrim und andere präsentieren eine ständige Diät von subtilem und offenem Rassismus, um Zuschauer anzuregen, es zu glauben. Durch ständige Wiederholung wird der Mythos propagiert und laut Media Matters Action Report ”wird (Dobbs) von dem gesamten Spektrum der Immigrationsgegner, den vernünftigen und den unvernünftigen bejubelt. Und das Ausmaß, in dem (er) als ein Verbündeter gesehen wird, zeigt zumindest, daß sie glauben, er helfe ihrer Sache”, weil sie meinen, er sei ein populistischer Kreuzritter.

Doch laut einem Bericht vom New York Observer vom 30. Juli zeigen die neuen Nielson-Daten, daß Dobbs, nachdem er (am15. Juli) berichtet hatte, daß Barack Obamas Geburtszeugnis falsch sei (ein offensichtlicher Trick, um die Einschaltquoten zu erhöhen), seine Zuschauerzahlen signifikant gesunken seien – 15% insgesamt und 27% in der Alterskategorie 25-54 Jahre.

Fox News Channel (FNC)

Als er 1996 sein Debut gab, sagte einer der Gäste auf Sendung:

”Dieser Kanal wurde gegründet, (weil) mit den Nachrichtenmedien irgendetwas nicht stimmte … irgendwo fand die Einseitigkeit Eingang in die Berichterstattung … Fox … verpflichtet sich, fair und ausgewogen zu sein und Geschichten zu bringen, die jeder bringt – und … Geschichten … die Sie nur auf Fox sehen werden”.

Im ersten Quartal von 2009 hatte Fox die zweithöchste Einschaltrate von Zuschauern in der besten Sendezeit. CNN stand an 17. Stelle und MSNBC an 24. Der O'Reilly Faktor war #1 für Kabelnachrichten in 100 aufeinanderfolgenden Monaten und gewann 27% mehr Zuschauer jahrein jahraus. Glenn Beck gewann 90% im vergangenen Jahr. Insgesamt hatte FNC an der gesamten Zuhörerschaft mehr als CNN und MSNBC zusammen zur Primetime.

Fairness & Accuracy in Reporting (FAIR) schrieb, ”der Special Report, mit unverkennbarer Fox Signatur, mit Brit Hume (jetzt mit Bret Baier) wurde ursprünglich als einstündiges update zum Clinton Sex Skandal 1998 geschaffen”. Im vergangenen Jahr gewann er 39% mehr Zuschauer.

Was die Genauigkeit und ”fair und ausgewogen” angeht, so nannte FAIR (im Sommer 2001) den FNC Sender ”in Bezug auf die Nachrichten den einseitigsten Sender”, doch laut Murdoch im März 2001:

”Ich fordere jederman heraus, mir ein einziges Beispiel von Einseitigkeit im Fox News Channel zu zeigen.”

In Seth Ackermans (FAIR) Artikel und anderen wird die eklatante Manipulation des FNC bewiesen. Zum Beispiel ist Bret Baiers ”Political Grapevine” (Politischer Weinstock) eine rechte ”Absteige” für ”Serien von klatschsüchtigem Zeug, zusammengelesen aus anderen rechten” Quellen. Diese Berichte sind offenbar einseitige Propaganda gegen ”liberale Medien-Einseitigkeit”, Progressive, Umweltschützer, Kriegsgegner, Bürgerrechtsgruppen und andere links von deren Ansichten.

Laut FAIR sind die Kommentare in politischen Programmen wie The O'Reilly Factor, die Sean Hannity Show und The Beltway Boys derart schief, daß es ist, als würde man ”ein Harlem Globetrotters Spiel (amschauen und wissen) welche Seite der Gewinner ist”.

FNCs Bill O'Reilly

Seine offizielle Biographie nennt The O'Reilly Factor ”eine einzigartige Mischung von Nachrichtenanalysen und scharfer investigativer Berichterstattung, die an jedem Wochenende in ”Die verbotene Zone” eindringt. Er hat auch eine Radioshow (die weithin verteilt wird), schreibt wöchentlich ein Kolumne, die an 300 Zeitungen weitergereicht wird und hat mehrere Bücher veröffentlicht, die laut Journalistin Janet Maslin von der New Zork Times ”entweder mit einem Mitarbeiter verfaßt wurden oder er (O'Reilly) wurde mit der Gabe eines Ghostwriters geboren, alle Seiten mit Plattitüden zu füllen”. Aus gutem Grunde nannte ihn Maslin ”eins der umstrittensten menschlichen Wesen in der Welt...”

FAIR schrieb, daß O'Reilly nach 9/11 vorschlug, eine Liste von moslemischen Ländern anzugreifen, ”wenn sie sich nicht der USA fügen – angefangen mit Afghanistan”.

Auf Sendung sagte er:

”Die USA sollten Afghanistans Infrastruktur zu Staub zerbomben – die Flugplätze, die Kraftwerke, die Wasseraufbereitungsanlagen und die Straßen … Wenn sie nicht gegen dieses primitive Land vorgehen, werden sie zugrundegehen, Punkt.”

Der Irak müsse auch zerstört werden, sagte er, und ”die Bevölkerung muß noch eine zweite Runde intensiven Schmerzes durchmachen”. Was Lybien angeht, ”Nichts hineinlassen, nichts herauslassen,laßt sei Sand fressen.”

FAIR nannte seine Neigung, moslemische Länder anzugreifen, ”eine O'Reilly-Handelsmarke”, und ”seine Verachtung für moslemische Zivilisten entspricht seinen antimoslemischen Gefühlen, denen er häufig Ausdruck verleiht sowohl in seiner weit verbreiteten Radioshow als auch dem Radio Factor”, wodurch er 3.5 Millionen Hörer erreicht, was die erste Stelle in den FNC-shows ist.

In einigen seiner haßerfüllten Kommentare heißt es:

manche Gebiete von London ”sind vollgepackt mit Moslemgemeinden, die diese Art von Verachtung für die westliche Gesellschaft hervorbringen. Warum lassen sie die nur ins Land”;

”Wir befinden uns im Krieg mit moslemischen Fanatikern. Alle jungen Moslems sollten also Gegenstand (spezieller) Untersuchung sein, (wobei er sagte, daß dies nicht rassistisch sei, sondern) ”einfach kriminales Profiling”;

”die unattraktivsten Frauen gibt es wahrscheinlich in moslemischen Ländern”;

und

im Irak schob er das Morden auf den Islam: ”Sie sind alle Moslem, und sie tun, was sie tun. Sie töten einander. Und sie töten Amerikaner.”

O'Reilly ist genauso rassistisch gegenüber Latino-Immigranten mit häufigen Kommentaren wie:

”Die extremen Elemente in diesem Land wollen offene Grenzen haben, pauschale Amnestie und die Erlaubnis für fremde Nationalitäten, die illegal hereingekommen sind und ganz allgemein die Demographie in den USA verändern wollen, damit die politische Macht von den Linken ausgeübt werden kann. Das ist das Ende vom Lied.” Er ist auch der Meinung, daß ”die Arbeitskosten für niedrig ausgebildete Immigranten den amerikanischen Steuerzahler heute 19 000 $ (Subventionen) für diese Leute kostet, die unsere Krankenhäuser (und) Erziehungssysteme benutzen … das sind absolut solide Statistiken”, aber O'Reilly sagte nicht woher.

Sie sind offensichtlich falsch und sind vielleicht vom Mai 2007 aus einem Papier von der Robert Rector/Christine Kim (rechter Think Tank) Heritage Foundation mit dem Titel ”The Fiscal Cost of Low-Skill Immigrants to State and Local Taxpayers”(Die Steuerkosten für niedrig ausgebildete Immigranten für Staat und Kommunen).

O'Reilly verbreitet täglich Fehlinformationen, Anspielungen und haßerfüllte Propaganda an Millionen von Gläubigen. Wie die anderen oben Genannten, ist er ein bezahlter Lügner, der einfach liefert, was heute mainstream Journalismus genannt wird. Deshalb ist ein so großer Teil des Publikums falsch informiert und der Grund, weshalb mehr Haßgruppen denn je auftauchen.

Laut dem Southern Poverty Law Center (SPLC) waren es 2008 schon 926 Gruppen, von 602 im Jahre 2000, die ”von der nationalen Immigrationsdebatte beseelt sind”. Seit Obama im Amt ist, werden sie auch von ihrem Haß auf einen schwarzen Präsidenten getrieben, verschlimmert durch die wachsende ökonomische Krise, was leicht und nicht belegt auf den nicht-weißen Staatschef geschoben werden kann.

Diese Gruppen sind ideologisch boshaft und außerordentlich gefährlich, wenn sie von rassistischen rechten Medien-Kommentatoren motiviert werden und erreichen weit größere Zuhörerscharen und übertönen mehr vernünftigere Stimmen. Dies ist ein weiterer Beweis für den sozialen Zerfall und das dringende Bedürfnis für Veränderung.

Die rechte Medienattacke gegen ACORN

ACORN (Association of Community Organizations for Reform Now =Vereinigung von kommunalen Organisationen für Reformen Jetzt) wurde 1970 gegründet und ”ist die größte kommunale Graswurzelorganisation von Leuten mit niedrigem und mittlerem Einkommen mit über 400 000 Familienmitgliedern, die in mehr als 1200 Nachbarschaftsgruppen in über 75 Städten im ganzen Land organisiert sind”.

Als die wichtigste kommunale Organisationsgruppe im Lande fordert sie ein Existenzminimum, widersetzt sich Wucherdarlehen und Zwangsvollstreckungen, unterstützt erschwingliche Wohnungen, bessere öffentliche Schulen, Wohlfahrtsreformen, Stimmrechte, den Wiederaufbau von New Orleans und andere soziale und ökonomische Gerechtigkeitsthemen.

Als Ergebnis haben vor vielen Monaten Rechtsextremisten versucht, ihre Erfolge online und durch die Medien in Mißkredit zu bringen. Angeführt von Fox News Lou Dobbs und anderen beschuldigten sie ACORN finanzieller Korruption, massiven Wahlbetrugs und anderer Fehltritte, die hauptsächlich fabriziert wurden, um die Glaubwürdigkeit der Gruppe, ihre Unterstützungsgelder zu zerstören und die Organisationsanstrengungen anderer Kommunen zu schädigen. Doch verglichen mit dem korporativen Betrug und Mißbrauchskandalen sind die gelegentlichen Fehltritte gering und unbedeutend und verdienen keine aufhetzenden Medienschlagzeilen.

Nichtsdestoweniger haben kürzliche Nachrichtenstories falsche Anklagen erhoben, daß ACORN mit Prostitution im ganzen Lande zu tun habe. Die sogenannten Beweise kamen von zwei rechten Filmemachern (Hannah Giles und James O'Keefe), die als Prostituierte und Zuhälter posierten, was praktischerweise mit Video aufgenommen und gesendet wurde. Natürlich zur besten Sendezeit von Fox News Lou Dobbs und von anderen zu später Stunde.

Am 14. September berichtete Dobbs von einem ”weiteren Zuhälter- und Prostituierten Skandal in der linken Aktivisten-Organisation ACORN. Zum dritten Male wurden ACORN-Mitarbeiter der linken Interessenvertretung von einer versteckten Kamera erwischt, wie sie das Gesetz brechen. Jetzt werden die Rufe vom Kongreß nach Untersuchungen und Streichung der Gelder lauter”.

Laut Bill O'Reilly von Fox News: ”Mit mehr als 30 strafrechtlichen ”Verurteilungen” im Gepäck kann dieser Organisation nicht getraut werden.” Ohne jeden glaubwürdigen Beweis außer der FNC-Anklage von ”einem kriminell operierenden Unternehmen”, einschließlich Prositution, Betreibung eines Prostituierten-Rings, Transports von Frauen und Kindern nach Amerika für unmoralische Zwecke und Schädigung des Wohlergehens von Minderjährigen.

Mehr Beweise für verwerfliche Andeutungen, Verdrehungen, Betrug und Falschinformationen durch die bezahlten Lügner der großen Medien. So kommt es, das Webseiten wie diese neue Anhänger gewinnen.

Um weitere Beiträge zum Ersten Wortkrieg zu lesen, bitte hier klicken

Der Erste Wortkrieg ist eine Initiative von Palestine Think Tank und Tlaxcala.

Die Autoren, die an diesem Ersten Wortkrieg teilnehmen möchten, können ihre Texte an contact@palestinethinktank.com und an tlaxcala@tlaxcala.es schicken.





Danke Stephen Lendman
Quelle: http://www.countercurrents.org/lendman091109.htm
Erscheinungsdatum des Originalartikels: 20/12/2009
Artikel in Tlaxcala veröffentlicht: http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=1087

Donnerstag, 26. August 2010

Gewaltfetischist Sarrazin

Öffentliche Plattformen in so genannten Demokratien, erfüllen ihren Auftrag erst, wenn sie denen zur Verfügung gestellt werden, welche die vorherrschende Ideologie des Kapitals, gerne angereichert mit dem Feindbild Islam, über den Thilo Sarrazin schreibt: „Bei keiner anderen Religion ist der Übergang zu Gewalt und Terrorismus so fließend“, uns schmackhaft machen.


Bankster Sarrazin gehört zu den ganz Schlauen dieser Gesellschaft und ist ein gehöriges Stück mitverantwortlich für den Stammtischrassismus, der nicht nur in Deutschland wieder angekommen ist.

Europast Hetzblatt Nr. 1, Teil der Springerpresse, manifestiert seinen religiösen Eifer sehr deutlich mit seinem Gebot zur Unterwerfung von Journalisten. Kein Journalist erhält einen Anstellungsvertrag in der hl. Friedel-Springer-Kirche wenn er/sie sich nicht persönlich für die Konsolidierung des Imperiums verpflichtet, samt für die Verteidigung des Existenzrechts Israels kämpft.

Wie jeder normalbegabte Mitbürger wissen sollte, sind in der Geschichte der Menschheit noch nie Imperien ohne Terror erbaut worden. Es ist per Definition das Wesen von Imperien. Dschingis Khan ist von keinem der Völker die seine Kriegshorden besiegten, eingeladen worden doch bitteschön vorstellig zu werden. So wenig wie das Römische Reich auf Einladungen seiner mehr oder weniger benachbarten Völker erbaut wurde. Ganz zu schweigen vom terroristischen Imperialismus der Europäer. Auch das Osmanische Reich wurde nicht durch friedliche Überredungskünste seiner Sultane errichtet. Die Liste kann beliebig erweitert werden. Kein Imperium wurde zum Wohle von Bevölkerungen errichtet. Sie dienten dem Wohl und der Macht ihrer jeweiligen Herrschereliten. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Trotz aller Auf- bzw. Unaufgeklärtheit.

Wenn also Bankster Sarrazin die Parole über islamische Immigranten verbreitet: "Keine andere Immigration ist so stark wie die muslimische mit Inanspruchnahme des Sozialstaats und Kriminalität verbunden," überspringt er geflissentlich die eigene Konfession der kriminellen Bankster, die in den letzten zwei Jahren dafür verantwortlich zeichnen, Staaten auf der ganzen Welt in noch nie dagewesene Verschuldungen zu treiben. Banken profitieren davon, indem sie wieder ihr aus dem Nichts erschaffenes Geld an Staaten ausleihen können, saftige Zinsen kassieren, und so die Staaten zwingen irgendwo einzusparen. Der privatisierte Staat sieht sich eher dem Finanzkapital verpflichtet als seinen Bürgern. Also wird den Bürgern Geld aus der Tasche gezogen, um es in die Taschen der Krisenverursacher umzuleiten.

Den Terror, den die militärischen Überzeugungskünstler des Kapitals bei ihrer Aneignung von knappen Ressourcen verbreiten, ist auf 92.000 Seiten aus dem Terrorhauptquartier Pentagon nachzulesen. Der weltweite Terror, mit dem das Imperium und seine nachgeordneten Vasallen die Welt überziehen, könnte auch von Hollywood nicht besser in Szene gesetzt werden. Genial die Idee wie man es 911 krachen ließ und noch immer verzweifelt "Haltet den Dieb" ruft. Das ZDF schrie zuletzt vor einigen Tagen. Da kamen mir wieder die gleichen Tränen hoch, die ich vergoss, als wir auf den Golfkrieg eingestimmt wurden. Alles im Namen der Demokratie, von der so genannte Demokraten behaupten, Voraussetzung für "Demokratie" sei die freie Marktwirtschaft.

Apropos Golfkrieg. Das Resultat für die Menschen dort: Eine Million Tote, Millionen auf der Flucht und Millionen Verletzte. Die Folgen der imperialen Gewalt im Irak wirken bis auf den heutigen Tag auf entsetzliche Art und Weise nach:
Das International Journal of Environmental Research and Public Health (internationale Zeitschrift für Umweltforschung und Öffentliche Gesundheit) hat gerade eine epidemiologische Untersuchung veröffentlicht, „Cancer, Infant Mortality and Birth Sex-Ratio in Fallujah, Iraq 2005-2009“ („Krebs, Kindersterblichkeit und Geburten-Geschlechts-Verhältnis in Fallujah, Irak 2005 – 2009“), nach der sich herausgestellt hat, dass nebst vielem anderem in Fallujah die Quoten von Krebs, Leukämie und Kindersterblichkeit höher sind als in Hiroshima und Nagasaki 1945.
Ein kleiner Teil der Flüchtlinge haben ihr nacktes Leben in den Westen retten können. So wie viele andere Flüchtlinge Opfer der irrsinnigen Ausbeutung sind und in "Wanderungen" ihr Überleben zu finden hoffen.

Zur Ausbeutung von Mensch und Natur bedarf es der ewigen Rassisten und Klugscheißer vom Schlage eines Sarrazin, sowie mediale Kloaken, welche die Köpfe ihrer Leser- und Zuhörerschaften mit den Verheißungen des Kapitalismus zumüllen, die dieser nie einlösen wird.

FH

Mittwoch, 25. August 2010

Zur Rolle Fidel Castros


Von Gilbert López y Rivas (Übersetzung: Klaus E. Lehmann)

La Jornada / amerika21.de

Am vergangenen 13. August wurde ein einzigartiger Mensch 84 Jahre alt. Ebenso geliebt von den Völkern wie gehasst von den Ausbeutern und Unterdrückern, ist Fidel Castro der lateinamerikanische Revolutionär mit der größten Bedeutung im Kampf gegen die US-amerikanische Vorherrschaft; der Staatsmann, der mehr als 50 Jahre lang diese imperialistische Macht herausgefordert hat, indem er die nationale Volkssouveränität Kubas und im weiteren Sinne auch die Würde der Lateinamerikaner verteidigt hat. Fidel ist der Intellektuelle des Sozialismus und des stimmigen Internationalismus angesichts des Debakels des Sozialismus in der UdSSR, Osteuropa und nun auch in China, der dort einen heftigen und barbarischen Staatskapitalismus erlebt.

Fidel ist ein ideologischer und politischer Kompass, jedoch nicht nach Art des “Großen Steuermanns”, oder der “Geliebten Führer”, die in Nordkorea geradezu religiös verehrt werden, sondern als Pädagoge der siegreichen Revolution, des Antiimperialismus, der Rettung der Nation von Seiten des Volkes, vom marxistischen Humanismus aus. Da das kubanische Volk von 1959 bis zum heutigen Zeitpunkt der Haupturheber seiner eigenen revolutionären Heldengeschichte gewesen ist und ausgehend von der Annahme, dass es keine Notwendigkeit dafür gibt, warum es “Leitvölker” und noch viel weniger “Leitmenschen” geben sollte, und dass man statt dessen Leitideen benötigt, ist es erforderlich, die Rolle anzuerkennen, die Fidel eingenommen hat. Er beweist, dass es Führer und Regierende von anderem moralischen Format geben kann, als wir sie gewohnt sind.

Fidel hinterlässt Spuren auf vielfältigen Gebieten der revolutionären Theorie und Praxis in Lateinamerika. So hat er zum Beispiel aufgezeigt, dass Patriotismus, die Liebe zur Sache des Volkes und revolutionäre Konsequenz sich nicht mit Worten oder programmatischen Schriften darlegen lassen, so großartig diese auch sein mögen: was indessen gebraucht wird ist das entschiedene Handeln und der frontale Angriff auf das repressive System und auf den Staatsapparat, wenn alle Wege zur Lösung der gewaltigen sozialen, ökonomischen und politischen Probleme versperrt sind.

Fidel und die Bewegung des 26. Juli eröffnen in der Moncada-Kaserne und in der Sierra Maestra einen revolutionären Weg, der mit einem Schlag das reformistische Schema des Gattopardismus1 hinwegfegt, der alles verändert, damit alles so weiter geht wie bisher. Fidel beweist ebenso, dass es möglich ist, nur 90 Meilen vom kontinentalen Territorium des USA entfernt eine Revolution durch zu führen und den Sozialismus zu etablieren, ganz gegen den Strom des geografischen Determinismus, der immer noch für den Fall von Mexiko gepflegt wird. Fidel hat auch mit dem Klischee gebrochen, dass Revolutionen mit der Armee oder ohne die Armee, aber niemals gegen die Armee durchgeführt werden können.

Trotzdem ist Fidel weit davon entfernt, ein Theoretiker der verzweifelten Revolution, des militaristischen Abenteurertums oder des putschistischen Blaquismus2 zu sein. Seine Aktionen und revolutionäre Option in Kuba waren Ergebnis einer tiefgehenden Analyse der Realität, einer Kenntnis der vitalen Probleme seines Volkes und eines Programms, das Fidel (im Moncada-Prozess) vor seinen Richtern darlegte und das unter dem Titel „Die Geschichte wird mich freisprechen“ bekannt ist.

Fidel repräsentiert als Führungsfigur und als Theoretiker die Kontinuität und den Durchbruch einer vielschichtigen nationalen und revolutionären Bewegung. Kontinuität, weil er das Denken Martís3, die Erfahrung der Unabhängigkeitskämpfer, der Kämpfer gegen die Machado-Diktatur, der gewerkschaftlichen und studentischen Strömungen, sowie der gescheiterten Wahlauseinandersetzungen aufnimmt. Durchbruch, weil die Ziele, die von den ersten revolutionären Aktionen und Verfügungen an in Angriff genommen wurden, den kubanischen Prozess dazu geführt haben, in unserem amerikanischen Kontinent bisher nie da gewesene Wege zu beschreiten: die radikale Umgestaltung der ökonomischen, sozialen und politischen Strukturen des eigenen Landes. Zum ersten Mal auf unserem Kontinent hat eine soziale Revolution, deren treibende Kräfte die Arbeiter und Bauern waren, ein Programm, eine Taktik und Strategie mit Siegeschancen und zum Wohl des kämpfenden Volkes aufgelegt. Eine Revolution, die dazu fähig war, eine völkermörderische Armee und einen kompletten Repressionsapparat zu zerschlagen, ein Volksheer zu bilden und revolutionäre Milizen zu organisieren, die den bewaffneten Bürger in den Schutz der Heimat und des Sozialismus einbeziehen.

Die von Fidel angeführte Revolution war keine Revolution im mexikanischen Stil, bei der das Volk die Toten stellte und die Oligarchie die Früchte erntete; eine Revolution, die letztendlich nur die Ausbeutung und das Elend modernisiert hat, die alle natürlichen und strategischen Ressourcen den nationalen und ausländischen Oligarchen ausgeliefert hat und dabei paradoxerweise 100 Jahre nach ihrem Beginn ein Neoporfiriat4 geschaffen hat, das der Vorherrschaft der Yankees zugeneigt ist. Ungeachtet dessen versichert Fidel, dass “keine soziale und politische Situation vorstellbar ist, für die es – so kompliziert sie auch scheinen mag – keine Lösungsmöglichkeit gäbe”. Auf diese fidelistische Lehre sollten wir heutzutage besonderen Nachdruck legen, in Zeiten, in denen in unserem Land Verwirrung zu herrschen scheint und keine Wege zu sehen sind, die zu einer revolutionären und demokratischen Lösung der tiefen Krise führen könnten, die unsere Heimat durchläuft.

Ebenso hat Fidel einen tiefen Einfluss auf die Entwicklung eines kritischen Marxismus in Lateinamerika genommen, wobei er häufig Sätze wie diesen geäußert hat: “Es kommt vor, dass als marxistisch bezeichnete politische Dokumente den Eindruck vermitteln, dass man einfach in ein Archiv geht und ein bestimmtes Modell verlangt; Modell 14, Modell 13, Modell 12 und alle sind gleich, mit der selben Phraseologie, in einer Sprache, die logischerweise nicht dazu in der Lage ist, reale Situationen zum Ausdruck zu bringen. Außerdem sind diese Schriften häufig auch einfach lebensfremd und vielen Leuten wird dabei weisgemacht, dass das Marxismus sei.”

Fidel beteiligt sich nach seinem Rücktritt vom höchsten Amt in der Regierung Kubas mit seinen 84 Jahren weiterhin an tausend Schlachten, nun im Meinungsjournalismus und von verschiedenen Tribünen aus, darunter auch (der mexikanischen Tageszeitung) La Jornada. Er steht weiter fest auf seinem unverzichtbaren Posten als Oberbefehlshaber im Kampf der Ideen, analysiert, klagt an und warnt zur Zeit vor den Gefahren einer immensen atomaren Katastrophe, ausgelöst durch die zionistischen Regierung Israels und durch die Vereinigten Staaten aus Anlass eines eventuellen Angriffs auf den Iran. Er warnt übrigens ebenso vor einem politischen Erdbeben in Mexiko.

# 1. Als Gattopardismus werden ursprünglich die Machenschaften des sizilianischen Adels während des italienischen Einigungsprozesses in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bezeichnet, um sich an den gesellschaftlichen Wandel anzupassen, ohne dabei seine Privilegien einzubüßen.
# 2. Als Blanquismus wird die Louis Auguste Blanqui (1805-1881) zugeschriebene Lehre bezeichnet, nach der eine soziale Revolution durch Verschwörung einer kleine Gruppe ohne Massenbasis herbeigeführt werden könne.
# 3. José Martí (1853-1895), kubanischer Journalist, Schriftsteller und Poet, Gründer der ersten revolutionären Partei Kubas und Vorkämpfer der nationalen Unabhängigkeit.
# 4. Als Porfiriat bezeichnet man die diktatorische, fast 40 Jahre andauernde Regierungszeit von Porfirio Díaz (1830-1915. Sein Regime war durch eine wirtschaftliche Öffnung des Landes geprägt, die aber für die Masse der Bevölkerung katastrophale Auswirkungen hatte. Sein Beharren an der Macht mit repressiven Polizeistaatsmethoden und seine Verkennung der politischen Entwicklungen innerhalb der mexikanischen Eliten lösten die Mexikanische Revolution 1910 aus, die seinen Sturz herbeiführte.

Fidel, a sus 84 años

Sonntag, 22. August 2010

Julian Assange: ”Ich bin vor Sexfallen gewarnt worden”

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

In einem Exklusivinterview mit der schwedischen Zeitung "Aftonbladet", für die er als Chronist tätig werden soll, nimmt Julian Assange selbst Stellung zu dem Vorwurf der Vergewaltigung und wie damit öffentlich umgegangen worden ist.

Freitagabend wurde in seiner Abwesenheit ein Haftbefehl, von der "diensthabenden" Staatsanwältin Maria Häljebo Kjellstrand gegen ihn erlassen, der am Nachmittag durch die Chefsstaatsanwältin Eva Finné aufgehoben wurde. Allerdings läuft die staatsanwaltschaftliche Untersuchung unter der Rubrizierung "Belästigung" weiter.

In seinem Interview mit Aftonbladet berichtet Assange wie geschockt er über die Anklage sei, und keine der vielen Verdächtigungen denen er in der Vergangenheit ausgesetzt war, so schwer wog, wie diese. Ich gebe mal einen von mir aus dem Schwedischen übersetzten Auszug des Interviews wieder.
"Zwei Frauen behaupten du hättest sie für sexuelle Übergriffe ausgesetzt. Kommentar?

-Das kann man nicht kommentieren. Es gibt keine konkreten Aussagen zu denen man Stellung beziehen kann.

Hast du mit ihnen Sex gehabt?

-Sie (die Frauen) sind in den Medien anonymisiert. Ich habe keine Ahnung wer sie sind.

Hast du überhaupt Sex während deines Aufenthalts in Schweden gehabt?

-Das ist eine Sache die mein und eventuell vorkommende Frauens Privatleben betrifft.

Ist es nicht besser, das du in dieser Situation so offen wie möglich bist?

-Ja, aber ich will nicht das Privatleben von Menschen in den Schmutz ziehen, ohne das mir die ganze Situation klar ist. Warum wenden sie sich (die Frauen) an die Polizei? Was liegt dahinter? Was ich sagen kann ist, dass ich nie, nicht in Schweden noch in irgendeinem anderen Land, Sex mit irgendjemandem gehabt habe, der nicht auf völliger Freiwilligkeit von beiden Seiten baute.

Du warst unter zahlreichen Stunden in deiner Abwesenheit verhaftet. Warum gingst du nicht zur Polizei?

-Ich wollte verschiedene Menschen konsultieren und mir einen Rechtsanwalt besorgen.

Wäre es nicht glaubwürdiger gewesen sich schnell bei der Polizei einzufinden?

-Wie gesagt, ich sah es als erforderlich an mit verschiedenen Menschen Kontakt aufzunehmen. Außerdem veröffentlichte Wikileaks, das ich die Polizei aufsuchen würde.

Deine Meinung zur Handlungsweise von Polizei und Staatsanwaltschaft?

-Niemand hat mich nach meiner Version gefragt.

Welche ist deine Version?

-Bevor ich mich dazu äußere, will ich mehr darüber wissen, für was ich eigentlich angeklagt bin.

Ja, du wirst der Belästigung verdächtigt.

-Nichts was ich getan habe stimmt mit diesem Verdacht überein.

Glaubst du, das diese Geschichte dir und Wikileaks Schaden zufügt, auch wenn der Verdacht auf Vergewaltigung nicht mehr besteht?

-Ja, mit diesen Vorwürfen ist ein großer Schaden angerichtet worden. Es gab Schlagzeilen in der ganzen Welt, das ich der Vergewaltigung beschuldigt werde. Das verschwindet nicht. Aus Erfahrung weiß ich, das Wikileaks Feinde damit fortfahren werden weiter Dinge in die Welt zu setzen, auch wenn sie dementiert sind.

Das Netz ist voll von Verschwörungstheorien. Was glaubst du?

-Ich weiß nicht was dahinter liegt. Aber wir sind davor gewarnt worden, das z.B. das Pentagon mit schmutzigen Tricks arbeiten wird um unsere Arbeit zu zerstören. Ich bin auch vor eingefädelten Sexfallen gewarnt worden.

Bis du in so eine geraten?

-Vielleicht, vielleicht nicht.

Wo befindest du dich jetzt?

-Bei einem Freund, der ein Sommerhaus irgendwo im Norden hat.

Wie lange willst du in Schweden bleiben?

-Eigentlich wollte ich am Mittwoch abreisen, aber es wird später. Hat aber nichts mit dieser Affäre zu tun.

Wie willst du diesen Samstag zusammenfassen?

-Weder Staatsanwalt noch Polizei sind mit mir in Kontakt getreten. Aber ich freue mich darüber, das die schwedischen Behörden so schnell die Erzählungen der Frauen bewerteten und den Verdacht auf Vergewaltigung so schnell fallen ließen. Wahrscheinlich hat eine vorgesetzte Staatsanwältin die Untersuchung übernommen und den Haftbefehl aufgehoben.

Die erste Staatsanwältin muss kritisiert werden. Auch die Medien, die blind die Anklage in die Öffentlichkeit hinausposaunten."
Die Massentötungen in Afghanistan durch westliche Truppen gehen unvermindert weiter. Ein Ziel der Veröffentlichung von geheimen Pentagon-Papieren durch Wikileaks ist es, diesen Krieg zu stoppen und dem Gemetzel und der Lügen ein Ende zu setzen. Seit dem Vietnamkrieg haben die Bellizisten der Vereinigten Staaten und ihre Vasallen gelernt, Kriege fernab der Öffentlichkeit zu führen, um die "Heimatfront" bei Laune zu halten. Zudem hat sich die Rolle der Medien geändert. Sie berichten in sehr viel höherem Maße als damals, was ihnen von ihren Eignern und damit in der Regel von Kriegsgewinnlern vorgegeben wird. Es darf auch nicht vergessen werden auf die Privatisierung von Kriegen und Kampftruppen zu verweisen, wie im aktuellen Fall des Abzuges us-amerikanischer Truppen aus dem Irak zu ersehen ist.

FH