Sonntag, 30. Januar 2011

Man zeigt sich "besorgt"

Hungerrevolten in den Hochburgen westlich-arabischer Vasallenstaaten, die in der hiesigen Mainstream als Kampf für mehr "Demokratie" westlicher Prägung dargeblödelt werden. Einer "Demokratie", die gerade im Nahen Osten dadurch aufgefallen ist, dass sie sich ihrer kolonialen Unterdrückungsgeschichte immer noch verpflichtet fühlt. Mit der "einzigen Demokratie" im Nahen Osten als Vorzeigeprojekt, die unter dem Schutz dieser "Demokratien", Menschen schlachtet, foltert, sie ihrer Heimat und ihres Eigentums beraubt, sie demütigt, rechtlos im eigenen Land macht und gerade dabei ist einen jüdischen Gottesstaat zu errichten. Ein "demokratischer" Gottesstaat, der sich seine Massaker göttlich absegnen lässt, und so ganz nebenbei sich auch an den Gasfeldern vor der Levanteküste zu schaffen macht. Michel Chossudovsky schrieb am 8.1.2009 in seinem Artikel: "Krieg und Naturgas: die israelische Invasion und Gazas küstennahe Gasfelder":
"Die militärische Invasion israelischer Truppen in den Gazastreifen hat einen direkten Zusammenhang mit der Kontrolle und dem Besitz der strategischen Gasreserven vor der Küste.

Dies ist ein Eroberungskrieg. Entdeckt wurden die ausgedehnten Gasreserven vor der Küste im Jahr 2000."
Diese Vorgehensweise ist schließlich der bevorzugte Weg, den so genannte Demokratien gehen, wenn sie sich Naturressourcen zu eigen machen. Sie nennen es "freie Marktwirtschaft" und "Demokratie" wenn sie in den Irak, Afghanistan, oder wo auch immer einmarschieren. Oder wenn israelische Rabbis dem Ganzen noch einen religiösen Anstrich geben und ganz gottesstaatlich dafür plädieren:
"dass Juden das Recht haben, in jeder Situation Einheimische zu töten, wenn die Gegenwart eines Nichtjuden jüdisches Leben gefährdet, auch dann, wenn der Einheimische keinerlei Schuld an der Situation hat, die gerade besteht.

Das Buch sanktioniert das Töten von nicht-jüdischen Kindern und Babys: „Es gibt eine Rechtfertigung für das Töten von Babys, wenn es klar ist, dass sie heranwachsen, um uns Leid anzutun. In solch einer Situation können sie absichtlich geschädigt werden, nicht nur während eine Kampfes mit Erwachsenen."
Über derartige christlich-jüdische Werte gibt man sich nicht besorgt, sondern unterstützt ganz offen ein Apartheid-Regime, das die Opfer des nazistischen Holocausts obendrein noch für seine Schandtaten vereinnahmt.



Nun brennt es im wahrsten Sinne des Wortes im Nahen- und Mittleren Osten und die Vertreter der politischen Klasse hier geben sich "besorgt". Fordern den Rücktritt von Mubarak, der sich ohne wirtschaftliche und militärische Hilfe des Westens, gar nicht an der Spitze Ägyptens hätte halten können. Allerdings war und ist er noch immer ein zuverlässiger Partner Israels. Da ist zusammen, was zusammen gehört. Wird zum wiederholten Mal der Schwanz mit dem Hund wedeln und Veränderungen gewaltsam zunichte machen? Man beobachte besorgt die Entwicklung und ist auf alles vorbereitet, wie es in Tel Aviv so schön heißt.

Es ist nur zu hoffen, dass die Revolutionen in der arabischen Welt nicht vom Mossad, CIA und anderen Hilfsorganisationen der "freien" Welt übernommen und in altbekannte Machtstrukturen zurückgeführt werden. Revolutionen währen nur kurzer Augenblicke, die mühsame Arbeit beginnt danach. Neue Strukturen müssen aufgebaut werden, ein wirklicher Systemwechsel stattfinden. Die Kapitalmafia des Westens wird nicht untätig bleiben und einem Systemwechsel tatenlos zusehen. Die Frage ist, ob die jungen Menschen in diesen Ländern darauf vorbereitet sind?

FH

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