Dienstag, 11. Januar 2011

Sigmardampf im Einsatz

Nachdem S?PD Gabriel noch im Dezember die Show von derer zu Guttenbergs als absolut unangemessen bezeichnete und nur das Fehlen von Frau Katzenberger bedauerte, will er nun auch sein Entertainertalent in Afghanistan einsetzen um Soldaten sowie dem Oberbürgermeister von Kabul, Karzai, der durch international anerkannten Wahlbetrug seinen Posten innehat, eine große Freude zu bereiten. Eine Woche lang!



Um diese frohe Botschaft den Unterhaltungssüchtigen unter den deutschen Medienkonsumenten marktgerecht ins Hirn zu implantieren, beschloss die S?PD-Spitze einer Verlängerung des Afghanistan-Mandats der Bundeswehr zuzustimmen. Das war zu erwarten, alles andere wäre nicht regierungskompatibel gewesen. Und das will sie um jeden Preis sein, die S?PD. Nicht das sie selbst noch wüsste für was die Wähler sie noch wählen sollten, wenn aber Sigmardampf Frau Katzenberger dazu verleiten kann mit ihm die Woche am wilden Hindukusch zu verbringen, könnte das die Phantasie der Wähler dahingehend beflügeln, um sie mit feuchter Hand, das eine oder andere Kreuzchen an den Wahlurnen machen zu lassen. Die Frage ist nur, ob Frau Katzenberger will.

Noch vor einigen Monaten machten sich S?PD-Spitzenpolitiker für den raschen Abzug aus Afghanistan stark. "So schnell wie möglich raus aus Afghanistan", hieß es markig. Man näherte sich der offiziellen Position der Linken an, von denen man seit dem bösen K-Wort nichts mehr wissen will. Lieber tot als rot lässt sich leicht von einer S?PD sagen, die das eigene Ableben noch immer tapfer verdrängt.

Bei Trauerfeiern für deutsche Besatzer, die dem Widerstand afghanischer Kämpfer erlagen, schwafelte die deutsche Generalität, vor den Särgen toter Soldaten, mit hohlen, zu nichts verpflichtenden Phrasen, "von ihnen nehmen wir nun Abschied als wäre es ein Stück von uns". Die Generalität, in Gestalt des Generalinspekteurs der Bundeswehr, Volker Wieker, warnte sogar vor einer Fortsetzung der innenpolitischen Debatte in Deutschland über Sinn und Dauer des Afghanistan-Einsatzes. Das kann man Berufsmilitaristen durchaus abnehmen. Wenn die wirklich über Sinn und Zweck ihres Berufsstandes anfangen würden zu sinnieren, müssten die grauen Herren im Nadelstreifenzwirn ihre Kriege selbst führen.

Genau dies ist der eigentliche Grund warum Bundeswehr und andere Armeen von Wehrpflichts- auf Berufsarmee umsatteln. Inzwischen haben 24 der 28 NATO-Staaten eine Berufsarmee, was dem vorgegebenen Ziel, sich mit militärischen Mitteln, anstatt fairen Handels, den Zugang und die Ausbeutung von Bodenschätzen zu sichern, entspricht. Eine Wehrpflichtsarmee ist auf Dauer nur störend, da der Rückhalt der Soldaten in der Heimat und die politische Entschlossenheit von Regierung und Parlament, bei diesen Vorhaben beeinträchtigt würden. Bezahlte Söldner haben damit eher kein Problem. Ihnen bieten sich noch ungeahnte Aufstiegsmöglichkeiten in den sich immer mehr ausbreitenden Privatarmeen.

FH

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