Dienstag, 14. Juni 2011

Ein offener Brief an die Afrikanische Union für eine machbare und praktische Aktion in der libyschen Krise

Fazal Rahman
Übersetzt von Einar Schlereth
Vorbemerkung: Der folgende Brief, der für sich selbst spricht, wurde am 8. Juni 2011 an verschiedene Beamte der Afrikanischen Union geschickt, deren Email-Adressen auf ihrer Webseite standen. Bisher habe ich keine Antwort erhalten und es ist auch keine zu erwarten. In der trostlosen nach-kommunistischen, von Imperialisten beherrschten Welt gibt es niemals dagewesene Arten und Ebenen der Verstümmelung, Verzerrung, Perversion und Verkümmerung der menschlichen Seele, des Geistes, des Intellekts, der Vernunft, Rationalität, Gerechtigkeit und Wahrheit, nicht nur in den imperialistischen Ländern, sondern weltweit. Beinahe jeder ist mit der Anbetung von Geld, Dingen und Macht beschäftigt und hat keine Zeit, Mut oder Wunsch, die Natur dieser Realität zu sehen und was in ihr vor sich geht, einschließlich in ihnen selbst. Obwohl der Autor all dies weiss, betrachtet er es als seine Pflicht und Verantwortung zu tun, was getan werden muss durch die Erfordernisse einer authentischen und nicht verstümmelten menschlichen Seele, Geist, Intellekt und Rationalität. Deswegen hat er diesen Brief geschrieben und an die Afrikanische Union geschickt.
Ein offener Brief an die Afrikanische Union für eine machbare und praktische Aktion in der libyschen Krise

Ich bin ein interdisziplinärer Forscher und Schriftsteller. Ich schreibe diesen Brief über noch ein großes westliches imperialistisches Verbrechen und Gräuel gegen noch ein Land der Dritten Welt, Libyen, das eines der wichtigsten Mitglieder der Afrikanischen Union (AU) ist, bei deren Bildung und Finanzierung der libysche Führer Muammar Gadhai eine Schlüsselrolle gespielt hat. Trotz seiner entscheidenden praktischen Hilfe für den African National Congress (ANC) in Südafrika gegen das Apartheidregime und auch für viele andere afrikanische und Drittweltländer und nationale Befreiungsbewegungen in der Welt haben einige AU-Mitglieder, einschließlich Südafrika, für die Resolution 1973 von 2011 des UN-Sicherheitsrates gestimmt. Diese Resolution war ein offensichtliches westliches imperialistisches und kolonialistisches Komplott, Libyen zu invadieren, seine legitime Regierung zu stürzen, sie mit einer Marionetten-Regierung zu ersetzen und eine größere Kontrolle über seine riesigen Energie- und sonstigen Reichtümer zu erwerben.

Dies war offensichtlich für jede Person mit nur einem Minimum an Intelligenz, gesundem Menschenverstand und Kenntniss der Geschichte des Imperialismus und Kolonialismus, insbesondere in Afrika, das die brutalsten und verheerendsten Formen durch sie erlitten hat, die es immer noch zu überwinden versucht. Es ist einfach nicht möglich oder glaubhaft, dass die afrikanischen Führer dieses imperialistische Komplott nicht durchschauten. Die einzige Erklärung für ihre Handlungen und nicht-Handlungen ist, dass sie es vorzogen, mit dem US- und NATO-Imperialismus zu kollaborieren in diesem großen historischen Augenblick der Wahrheit, in diesem großen historischen Moment der Prüfung. Es ist wirklich eine große Schande für die Menschheit im allgemeinen und die Afrikanische Union im besonderen, dass so ein großes imperialistisches Verbrechen und Gräuel zu begehen nicht nur zugelassen, sondern ihm von einigen Mitgliedern der Afrikanischen Union im Sicherheitsrat sogar zugestimmt wurde.

Ich schrieb hierüber den in die Tiefe gehenden Artikel „Gaddafi, Libyen, Konterrevolution und das imperialistische Hyänenpack“ am 25. März 2011, der auf vielen Webseiten in den USA, England, China, Pakistan, Ghana und Nigeria veröffentlicht wurde. Der Link zu einer dieser Seiten findet sich hier.

Zeckmäßigerweise lege ich ihn auch diesem Email bei.

Im Augenblick liegt die größte Gefahr in der Möglichkeit einer Invasion Libyens durch Truppen der NATO. Sie haben bereits straflos und in jeder denkbaren Weise die UN-Resolution bis zum äußersten gedehnt und verletzt. Das Wenigste, was die Afrikanische Union jetzt tun kann, wäre dieser realen Gefahr durch eine glaubhafte eigene Drohung zu begegnen, da die USA und der Westen nur die Sprache Gewalt verstehen und bei Gewalt aufhorchen. Die Afrikanische Union hat jetzt die absolute Pflicht und Verantwortung, öffentlich zu erklären, dass sie, im Falle einer Invasion Libyens durch die Truppen der NATO, ihre eigenen Truppen schicken wird, um ihr zu begegnen und um weitere Verletzungen der UN-Resolution 1973 und weitere Schlächtereien des libyschen und afrikanischen Volkes zu verhindern. Eine solche Position ist machbar und durchführbar. Sie wird auch die Afrikanische Union auf eine hohe moralische, politische und rationale Grundlage stellen und wird ihr internationales Ansehen enorm steigern. Es ist beinahe sicher, dass, falls die Afrikanische Union einen solchen prinzipiellen und festen Standpunkt einnimmt, mächtige Länder wie China und Russland ihr Gewicht in die Waagschale werfen.

Dies ist jetzt der einzig effektive Weg, um die imperialistische Aggression abzuwenden und ihr Komplott zur Plünderung, Beraubung und Kolonialisierung eines Mitglieds der Afrikanischen Union zu verhindern.

Ich fordere, dass dieser Vorschlag den höchsten Beamten der Afrikanischen Union vorgelegt wird und ihm ernste Erwägung engegengebracht wird.

Hochachtungsvoll
Fazal Rahman, Ph.D.
Email: Unpollutedfaz@aol.com
8. Juni 2011

Danke Tlaxcala
Quelle: http://dandelionsalad.wordpress.com/2011/03/27/gadhafi-libya-counter-revolution-and-the-pack-of-imperialist-hyenas-by-fazal-rahman-ph-d/
Erscheinungsdatum des Originalartikels: 11/06/2011
Artikel in Tlaxcala veröffentlicht: http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=5055




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