Sonntag, 2. Oktober 2011

„Geld ist dafür da, bestimmte Systeme zu stabilisieren, die mit der Lebenswirklichkeit gar nichts mehr zu tun haben”

Mowitz
Sogar erzkonservative Intellektuelle, sonst immer mit sich und ihrem Weltbild im Reinen, übergeben ihre, nur auf das Wohl der Wenigen ausgerichteten Heilslehre vom Kapitalismus, von dem sie allen Ernstes glaubten, die Krümel die vom Tisch des Groß- und Finanzkapitals fielen, würden ausreichen um die Systemverlierer auf Dauer bei Laune zu halten.

Die sogenannten Wirtschaftseliten, bestehend aus Kassenwarten deren große Leistung darin bestand, der Führung von Kassenbüchern ein Wissenschaftsimage zu verpassen, und jährlich einen prestigeträchtigen Preis auszuteillen, von dem die meisten leicht zu beeindruckenden Pappnasen glauben es sei ein Nobelpreis. Alfred Nobel hat bei seiner Einführung der Nobelpreise, VWLer bewusst nicht in den Kreis illustrer Nobelpreisträger aufgenommen. Was das internationale Kapital in einer "false flag operation" korrigieren wollte.

Dabei verstanden sie es nicht einmal, den Finanzcrash abzuwenden oder gar die richtige Medizinierung zur Krisenbewältigung vorzuschlagen. Nicht dass zu wenig schwadroniert wurde, ganz im Gegenteil, die Menge der Lösungsvorschläge war und ist so groß, wie die Anzahl der Kassenwarte hergibt. Ob Prof. Sinn oder Unsinn, Prof. Rürup oder Raffelhüschen, in Erinnerung bleibt nur ihr höhnisches Lachen das sie während der Plünderung des Planeten und der Ausbeutung der Menschheit von sich gaben.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Frank Schirrmacher, seit 1994 Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (dahinter steckt immer ein kluger Kopf), ebenfalls bekannt durch seine stockkonservativen Ansichten, stellte gestern im schwedischen Rundfunk seine Lernfähigkeit unter Beweis, was ihn durchaus ehrt.

„Was wir erleben ist,” so antwortete er auf eine Frage, „es stimmt die alte Theorie, dass das Ende des Kommunismus einen enthemmten Kapitalismus produziert, was ich nie für möglich gehalten hätte.” Eine Zukunft für den Kapitalismus, sieht er, der große konservative Vordenker und Babyboomer der Republik, eher nicht. Das mit dem Geld war und ist ihm wohl immer noch nicht ganz geheuer und so stellt er Merkel und ihrem Finanzminister Schäuble, wann immer er sie trifft, die gleiche Frage: „Was wäre geschehen, wenn wir all die Milliarden, die wir seit der Pleite der amerikanischen Lehman Brothers Bank, ins Bankensystem gesteckt haben, in wichtige und richtige Angelegenheiten investiert hätten? Zum Beispiel Bildung, wirkliche Integrationspolitik um Ausländer in eine mehr und mehr alternde Gesellschaft zu locken?” Selbstverständlich hatten weder Merkel noch Schäuble eine Antwort auf die Frage anzubieten. Noch nicht einmal als man unter sich war. Vertraulich und fernab der Öffentlichkeit.

Und so beginnt „er zu glauben, dass die Linke recht hat“ und die Zweifel werden immer größer, ob man richtig gelegen hat, ein ganzes Leben lang. Gerade zeigt sich in Echtzeit, dass die Annahmen der größten Gegner zuzutreffen scheinen.

In den USA, dem Bandenführer des internationalen Finanzkapitals, regt sich seit vielen Jahren erstmals wieder Widerstand von den Leidtragenden des Raubsystems in den USA. Sie fragen sich und andere: Wem gehört die Wall Street? Wobei ein Überschwappen auf die europäischen Teile des Finanzkapitals nicht auszuschließen ist. Ganz im Gegenteil! In Deutschland, tut sich auch bereits etwas.

FH

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Gegenmeinung: Stirbt Europa aus? - Nein, wir holen Nachschub, entvölkern den Nahen und Mittleren Osten und "integrieren" Flüchtlinge.....

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