Dienstag, 25. Oktober 2011

Imperium Americanum weltweit auf Beutezug - Wann wird es sich verschlucken?

Mowitz
"Der Imperialismus ist der Kapitalismus auf jener Entwicklungsstufe, wo die Herrschaft der Monopole und des Finanzkapitals sich herausgebildet, der Kapitalexport hervorragende Bedeutung gewonnen, die Aufteilung der Welt durch die internationalen Trusts begonnen hat und die Aufteilung des gesamten Territoriums der Erde durch die größten kapitalistischen Länder abgeschlossen ist.“ Wladimir Iljitsch Lenin, 1917
Die Hektik mit der Kapitalismusclaqueure sich bemühen, ihre wahre Ideologie mit positiven Begriffen zu ersetzen, um nicht mit dem eigentlichen Namen ihrer Ideologie in Verbindung gebracht zu werden, lässt erahnen wie wichtig dieser Etikettenschwindel ist, wenn es darum geht Menschen für Kriege zu begeistern, von denen sie glauben sie wären ein Kampf zwischen Diktatur und Demokratie, zwischen Gut und Böse. Wobei die Guten im Kapitalismus oder wie er sich lieber selber nennt und sieht, in der Demokratie zu finden sein sollen. Dabei ist Kapitalismus synonym mit Imperialismus, (von lateinisch imperare „herrschen“; imperium „Weltreich“;) auch wenn er als "Marktwirtschaft" oder gar "Soziale Marktwirtschaft" schöngeredet wird. Die Globalisierung, gerne als weltweite, autonome Marktstruktur dargestellt, die nur vom "freien" Markt gesteuert würde. So sagte der damalige Bundesbank-Präsident Hans Tietmeyer bereits am 3. Februar 1996 in Davos, Weltwirtschaftsforum, vor einer Ansammlung Parlamentarier und anderer Machthaber:
"Ich habe bisweilen den Eindruck, dass sich die meisten Politiker immer noch nicht darüber im Klaren sind, wie sehr sie bereits heute unter der Kontrolle der Finanzmärkte stehen und sogar von diesen beherrscht werden."
Womit er durchaus Recht hat und ungestraft weiterhin den Eindruck vermitteln darf, der Markt sei übermächtig, neutral, nicht beherrschbar und geradezu ein mystisches gesichtsloses Monstrum zu unser aller Bestem. Der Vorteil mit der Verbreitung solcher Geschichten besteht darin, dass keiner nach denen sucht die den Markt ausmachen, ihn steuern und weitgehend beherrschen. Wie Trusts, Institutionen, Konglomerate, Konzerne, Fonds etc. Hinter denen steht immer das Kapital, mit ihm folgerichtig Kapitalisten und damit Menschen. In geringer Zahl. Es sind die 1% auf die die Occupy-Bewegung aufmerksam macht und welche 99% der Menschen beherrschen.
Karikatur von Edward Linley Sambourne zum Kap-Kairo-Plan von Cecil Rhodes im Punch, 1892, Wiki
Nun wird zum wiederholten Male Afrika Opfer des ewigen Nimmersatt Kapitalismus in Form westlichen Imperialismus unter Führung der Vereinigten Staaten. Nachdem Libyen unter Dach und Fach ist, ist eine amerikanische Invasion des afrikanischen Kontinents im Gange, schreibt John Pilger, und weiter:
Obamas Entscheidung wird in der Presse beschrieben als „höchst unüblich” und „überraschend,“ ja sogar als „eigenartig.“ Sie ist nichts von alledem. Es ist die Logik der amerikanischen Außenpolitik seit 1945. Nehmen Sie Vietnam. Vorrangig war es die Aufgabe, den Einfluss Chinas zurückzudrängen, eines mächtigen Rivalen, und Indonesien zu „beschützen,“ welches Präsident Nixon bezeichnete als „den reichsten Hort von natürlichen Ressourcen der Region ... den größten Gewinn.“ Vietnam kam nur in den Weg, und die Abschlachtung von über drei Millionen Vietnamesen und die Verwüstung und Vergiftung ihres Landes war der Preis dafür, dass Amerika sein Ziel erreichte. Wie bei allen nachfolgenden amerikanischen Invasionen, einem Strom von Blut von Lateinamerika nach Afghanistan und Irak war die Begründung üblicherweise „Selbstverteidigung“ oder „humanitär“, Wörter, die schon lange ihrer wörterbuchmäßigen Bedeutung entleert sind.

Der Hauptgrund für die Invasion der Vereinigten Staaten von Amerika in Afrika unterscheidet sich nicht von dem, der hinter dem Krieg gegen Vietnam stand. Es ist China. In der Welt selbsterfüllender institutionalisierter Paranoia, die das begründet, von dem General David Petraeus, der vormalige Oberbefehlshaber der Vereinigten Staaten von Amerika und jetzige Direktor der CIA unterstellt, es sei ein Zustand des fortwährenden Krieges, ersetzt China al-Qaeda als die offizielle „Bedrohung“ Amerikas. Als ich letztes Jahr Bryan Whitman, einen stellvertretenden Staatssekretär für Verteidigung im Pentagon interviewte, bat ich ihn, die derzeitige Gefahr für Amerika zu beschreiben. Sichtbar strampelnd wiederholte er: „asymmetrische Bedrohungen ... asymmetrische Bedrohungen.“ Diese rechtfertigen die geldwaschenden staatlich geförderten Waffenkonglomerate und das größte Militär- und Kriegsbudget der Geschichte. Nachdem Osama bin Laden in Luft aufgelöst wurde, übernimmt China die Rolle.
Nachdem Islamisten die Wahlen in Tunesien gewannen, und in Libyen die NATO-Söldner des Übergangsrates NTC die Scharia einführen wollen, werden die Imperialisten als Begründung für die dauernde Besetzung des Kontinents seinen Bürgern neualte Lügen auftischen, in denen es von "radikalen Extremisten" nur so wimmelt. Schon "warnen" westliche Diplomaten vor einer Radikalisierung Nordafrikas, "fürchten" Kopftuchzwang und Alkoholverbot. Aber genau das wollten die USA und ihre Vasallen mit ihrem inszenierten "Arabischen Frühling" erreichen. Eine Begründung für die Neo-Kolonisierung Afrikas. Eine gelenkte Revolution, inszeniert vom Strippenzieher der USA, der CIA.

FH

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