Samstag, 8. Oktober 2011

Straubhaar - Hell wie der lichte Tag


Thomas Straubhaar, der sich immer wichtig nehmende Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts(HWWI), meldet sich im Gästeblock der WirtschaftsWunder Abteilung der Financial Times Deutschland, (FTD) völlig unnötigerweise zu Wort. Er hatte das Bedürfnis, den geneigten Lesern mitzuteilen, dass er jahrelang falschen Erkenntnissen aufgesessen sei.

So teilt er gleich zu Beginn seiner Betrachtung, gläubigen Finanzwelpen, die unter Nichtökonomen bereits seit langem bekannte Tatsache mit, dass
über Jahrzehnte in der Ökonomie die Überzeugung dominierte, dass auf Finanzmärkten Effizienz die Regel und Marktversagen die Ausnahme sei.
Dieser Glaube, so Straubhaar, habe sich nun als falsch erwiesen. Ganz im Gegenteil, überkam dem Dr. rer. pol., sowie Professor für Volkswirtschaftslehre und Mitinitiator des Hamburger Appell, ein Aufruf hinter dem sich die Propagandamaschine des deutschen Ablegers des Raubtierkapitalismus verbirgt, nun die fromme Erkenntnis, das Herdenverhalten der Börsianer wäre in viel größerem Umfang für das Entstehen von  Finanzblasen verantwortlich, als gemeinhin angenommen. Außerdem, so Botschafter und ISNM-Mietmaul  Straubhaar,  habe auch er nicht kritisch hinterfragt, wer persönliche Interessen an der Verbreitung vom Mythos der Effizienz von Finanzmärkten hat, und wer vom Glauben an diesen Mythos profitiert. Donnerlittchen, und ich dachte immer, dies würde bereits im ersten Semester bei der Vermittlung des rechten Wirtschaftsglaubens durchgenommen.



Keine Berufsgruppe, hat es so wie das Stammtischpersonal der Ökonomie verstanden, sich an die Spitze von Politik und Gesellschaft zu manöverieren und mit schon immer nicht gültigen Floskeln ganze Staaten und Gesellschaften in den Ruin zu treiben. Wie das möglich ist, sieht man am Beispiel eines Nichtdenkers von Straubhaars Kaliber. Dabei ist er nicht einmal die Ausnahme dieses Berufsklüngels, sondern die Regel. Und genau diese Unwissenschaftler waren und sind verantwortlich für die Glaubensvermittlung an immense Rudel von Ökonomiestudenten die allein schon von ihren geistigen Voraussetzungen überfordert sind, die These Numero  1 des Kapitalismus zu hinterfragen - nämlich ob Börsenkurse wirklich alle verfügbaren Informationen rational und richtig widerspiegeln. Das walte die INSM.

FH

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