Freitag, 25. November 2011

Die Sorgen möchte ich auch haben

Mowitz
Hans im Glück, ehemalige Supereichel der S?PD macht sich wieder Sorgen um Haushaltseinnahmen. Nicht die des Bundes, sondern um seine eigenen. Während die Durchschnittsrente im Westen Deutschlands satte 1176 Euro im Monat betragen, erhält der ehemalige Studienrat, der das Amt des deutschen Kassenwartes als Nachfolger Lafontaines zwischen 1999 bis 2005 ausübte, Eichel, nur magere 7.144,73 Euro Rente im Monat. So sollte man mit einem verdienstvollen, ehemaligen Diener des Volkes im Alter (* 24. Dezember 1941) nicht umspringen. Er machte also das, was die Deutschen am besten können und sie weit über ihre Grenzen hinaus so furchterregend erscheinen lassen. Er zog vor den Kadi.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Eichel diente nicht nur dem Volk, er war auch der Liebling der Finanzindustrie, die froh war den "gefährlichsten Mann Europas" losgeworden zu sein. Bieder muss man sein, oder zumindest einen biederen Eindruck erwecken, um mit treuherzigem Augenaufschlag „schmerzliche Umstrukturierungen zum freien Markt“, durchzuführen, wie es von seinen Auftraggebern erwartet wurde.

Seine so genannte Steuerreform im Jahr 2000 beinhaltete eine deutliche Senkung der Unternehmenssteuer und die Steuerbefreiung für den Verkauf von Aktienpaketen und Tochterunternehmen. Gefälligkeiten ans Kapital, die im Haushalt riesige Lücken aufrissen.
Im Jahr 2000 nahm der Staat 23,6 Milliarden Euro Körperschaftsteuer von den Kapitalgesellschaften ein. Im Jahr nach der Steuerreform brachen diese Einnahmen vollkommen weg und per saldo mussten die Finanzämter stattdessen fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen. Ebenso verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage (z.B. steigende Arbeitslosenzahlen) und Staatsschulden stiegen stark an.
Die "Riester-Rente," eine Erfindung der privaten Versicherungswirtschaft und von gekauften INSM-Mietmäulern wie Rürup, Raffelhüschen u.a. zu Markte getragen, hat Altersarmut als tragende Säule in seiner Konstruktion, was dem rundum verdienstvollen Eichel allerdings nicht zuzumuten ist. Zwar hält ihn das Gericht noch auf der Streckbank, machte ihm aber berechtigte Hoffnung auf eine Rentenerhöhung von knappen 2500 Euro im Monat. Unser aller Hans im Glück eben.

FH

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