Freitag, 18. November 2011

Kein Ende der Gewalt

Mowitz
Während Deutschland, Großbritannien und Frankreich mit einer UN-Resolution der Gewalt in Syrien ein Ende setzen wollen, um den Fokus von eigenen Problemen abzulenken, dreht sich die Gewaltspirale in den Vereinigten Staaten immer schneller und heftiger. Im Gegensatz zu Syrien, handelt es sich bei den Gewaltaktionen des US-Regimes gegen die eigene Bevölkerung um verifizierte, für jedermann nachprüfbare Tatsachen, während die Ereignisse in Syrien nur in seltenen, nachdenklichen Augenblicken der hiesigen Lügenpresse als nicht nachprüfbar eingeschränkt werden. Die staatlich gelenkte Tagesschau der ARD hämmerte seinen Lesern und Zuhörern aufreißerisch ins Bewusstsein ein: Mehr als 70 Tote innerhalb von 24 Stunden. Die so genannte Redaktion des Staatsfernsehen fügt als kleine Anmerkung eines 48-Sekunden-Videos aus dem Netz noch folgenden Hinweis an:
Die Videos stammen aus dem Internet. Wir haben den Inhalt überprüft, so weit es geht - allerdings stößt die Verifikation von Material, das online zur Verfügung gestellt wird, an Grenzen. Eine vollständige Überprüfung ist nicht möglich.
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Das ehNaMag verbreitet gleichgeschaltete Agenturmeldungen, "Das Volk will die Hinrichtung Assads!", die so überall gedruckt und gesendet werden und als "Quelle" wird im Kleingedruckten ein "nach Angaben von Aktivisten" aus dem Hut gezaubert.

Räumungsbefehle, Verhaftungen und Gewalt gegen die Occupy-Bewegung sind in westlichen Staaten an der Tagesordnung und die Mainstream erfüllt den Befehl ihrer Auftraggeber, das Megaphon nicht bewiesener Anschuldigungen westlicher Kapitalinteressen zu sein und sie als Volksaufstand zu deklarieren. So habe ich mir eine kritische und freie Presse schon immer vorgestellt.

Nicht nur in den Vereinigten Staaten geht alle Gewalt von der herrschenden Klasse aus, in Europa ist es nicht anders. Unterschiede zwischen Entscheidungsträgern der Demokraten oder Republikaner bei der Ausübung ihrer Gewalt gegen das eigene Volk sind nicht auszumachen. Viele der Bürgermeister, die die brutalsten Polizeiaktionen anordneten, sind Demokraten.
Die Obama-Regierung hat dazu fast vollständig geschwiegen. Am Dienstag, als Obama in Asien unterwegs war, antwortete der Pressesprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, auf die Frage nach den Aktionen in New York mit einer Rechtfertigung. „Versammlungs- und Meinungsfreiheit“, sagte er, müssen „abgewogen werden“ mit dem „äußerst wichtigen Bedürfnis, Recht und Ordnung und Gesundheits- und Sicherheitsstandards aufrechtzuerhalten, worum es in diesem Fall offensichtlich ging.“
So weit die hässliche Maske 'demokratischer' Politikdarsteller. Das bißchen 'Demokratie' mit dem man sich im Kapitalismus des internationalen Finanzkapitals rühmte, wurde wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen als Papandreou ein Referendum über die Bedingungen der Versklavung seines Volkes abhalten wollte. Das wäre gefährlich für das Finanz-Sklavensystem  geworden, denn die Griechen hätten es bei rigoroser Anwendung eigener Interessen selbst geschafft, der Welt zu beweisen, dass es sehr viel besser ohne Diktat krimineller  Finanzeliten laufen kann. So wie es die Isländer bereits vorgemacht haben. Darüber schweigen abhängige Lohnschreiber. Könnte es doch ihrer Karriere schaden. Lehren aus Island: Das Volk kann die Macht erringen - Wie der schnelle Fortschritt in Island seit dem Kollaps der Banken zeigt, wird das 21. Jahrhundert das Jahrhundert des gemeinen Mannes sein, von uns. Tun müssen wir es aber selbst.

Yukiya Amano, den Vereinigten Staaten treu ergebener IAEA-Chef, denen er die volle Unterstützung seiner Agentur für Amerikas strategische Ziele, als Dank für den US-Support seiner Kandidatur zum IAEA-Chef, versprach, macht zur Zeit die Welt unsicher und löst dabei sein Versprechen ein, das er den USA vor seiner Wahl gegeben hat. Er alarmiert die Welt. Mit einem Bericht, den die Redaktionen der freien Presse nicht gelesen haben, oder aber verhindert sind, darüber wahrheitsgemäß zu berichten.
Vor der Veröffentlichung des Berichts blühten in Israel und Washington Spekulationen, dass neue Enthüllungen militärische Schläge rechtfertigen würden, mit denen man den Iran daran hindern könnte, sich Atomwaffen zu verschaffen. Stattdessen kritisieren die Experten, dass viele der Informationen Jahre alt, nicht schlüssig und vielleicht nicht ganz echt sind.

Die IAEA gibt zu, dass sich die meisten ihrer veröffentlichten Hinweise auf atomwaffenbezogene Arbeiten im Iran beziehen, die (nach übereinstimmender Einschätzung aller US-Geheimdienste) im Jahr 2003 eingestellt wurden; der bloße Verdacht, dass der Iran diese Arbeiten bis heute fortgesetzt haben "könnte", reicht nicht aus, um den Vorwurf zu begründen, der Iran sei ein Staat, der sich unbedingt Atomwaffen verschaffen wolle.
Hier die deutsche Übersetzung des IAEA-Dokuments.

FH

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