Sonntag, 6. November 2011

Terrorstaat USA

Mowitz
Für Infoportale im Netz eher keine Überraschung. Nun drohen Syrien und der Iran, die nächsten Opfer auf dem Weg der USA eine ethnische und territoriale Neuordnung im Nahen und Mittleren Ostens durchzuführen, zu werden.

"Die Islamische Republik Iran hat eine Sammlung von Dokumenten angelegt, die die Beteiligung der USA an Terroraktionen vor Augen führen", sagte Kazem Jalali, Mitglied des iranischen Parlaments und Sprecher seines Auswärtigen Ausschusses, in einem Interview mit Fars. Der Iran habe diese 100 Dokumente im Laufe der letzten Jahre gesammelt.

Bereits 2006 veröffentlichte die US-amerikanische Militärzeitschrift Armed Forces Journal (AFJ), Pläne, wie  das Kapital-Imperium es angehen will wenn es ganze Staatenverbände  auflöst, und neue nach eigenen Vorstellungen der ethnischen und weltanschaulichen Zugehörigkeiten entstehen lässt.

Das wichtigste Ziel mit der "Neugliederung" wird die Verfügungsgewalt über die gesammelten Energieressourcen im Nahen und Mittleren Osten sein. Da muss man nicht lange raten wer sich die Kontrolle über das gesamte Erdöl aneignen will und wer die Macht hat, die Welt dabei in den finalen Abgrund zu stürzen. Die Vasallen des Nordatlantikpaktes stehen schon Gewehr bei Fuß und warten auf ihren Einsatzbefehl. Sarkozy machte es bei der Generalprobe in Libyen vor. Deutschland wird diesmal keinen "Sonderweg" gehen, sondern sich militärisch-preußisch korrekt verhalten um bei der Beuteverteilung nicht mit leeren Händen dazustehen.

So ganz nebenbei fällt auf, dass sich das Imperium des Kapitals, keinen Kopf über das bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit für Israel eingeforderte "Existenzrecht" zu machen scheint, das man auf die von der "Säuberung" betroffenen Staaten wohl gar nicht erst zur Sprache bringen will. Man wird ihnen die Wahl "Friss Vogel oder stirb" lassen. Nur Israel wird in seiner auserwählten Einzigartigkeit, zum einzigen Staat auf dem Globus befördert, dem ein Etikett mit der Bezeichnung "Existenzrecht" um den Hals gehängt wird. Desweiteren wird Israel auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Inthronisierung neuer arabischer Diktaturen und dem Erhalt der älteren Diktaturen spielen. Der Schein von "selbständigen" Staaten muss gewahrt bleiben. Ein Mangel an willigen Volksverrätern ist im Nahen und Mittleren Osten so selten wie irgendwo sonst auf der Welt.

Der französische Politologe Dr. Pierre Hillard in einem Interview mit German-Foreign-Policy vom 8.9.2006 auf die Frage: Welche Staaten sind betroffen?
Hillard: Sämtliche Staaten des "Großen Mittleren Ostens". Die Landkarte der US-amerikanischen Militärzeitschrift AFJ (Armed Forces Journal) gibt nur einen Ausschnitt preis. Man muss wissen, dass auch die Staaten Nordafrikas zu Objekten der Zerschlagung gemacht werden. Beispiel Algerien: Seit 2002 unterhalten die Kabylen Algeriens enge Beziehungen zu spanischen Behörden, genauer gesagt zur Generalitat in Katalonien. Diese spanische Region betreibt einen offenen Ethno-Regionalismus und scheint ihn auch exportieren zu wollen. Katalonien saugt sich voll mit europäischen Dokumenten, die in Wahrheit deutsch-europäische Dokumente sind, um mit ethnizistischen Begründungen von Madrid loszukommen. Das interessiert auch die Kabylen in Algerien und alle anderen, die bestehende Staaten in Nordafrika aufbrechen wollen - ein Prozess, der sämtliche Mittelmeeranlieger betrifft.

gfp.com: Welche Ziele verfolgt die Veröffentlichung der Ethno-Karten?

Hillard: Die Veröffentlichung dieser Karten sowie des AFJ-Artikels von Ralph Peters darf man nicht isoliert betrachten. Die Publikation in einer amerikanischen Militärzeitschrift begleitet die seit Jahren ventilierten Konzepte, ein Gebiet namens "Greater Middle East" zu schaffen. Es sind Vorschläge, sozusagen ein Prototyp der beabsichtigten Umstürze und insofern für Modifikationen offen. Man will auch die Reaktionen testen, vorrangig die Reaktionen unter den Muslimen. Das Geschickte an einer solchen Veröffentlichung ist, dass sie Debatten bei den Betroffenen auslöst. Man wird Befürworter und Gegner dieser Kozepte erkennen können, es wird zu Brüchen und Widersprüchen in den islamischen Staaten kommen. Also wird es auch Möglichkeiten geben, auf die eine oder andere ethnische oder politische Gruppe Druck auszuüben, eine dritte zu bevorzugen usw. Allein die Debatte um das Für und Wider ethno-regionalistischer Prinzipien (und Grenzziehungen) befördert die westlichen Interessen - eine sehr perverse Methode. gfp
Naher und Mittlerer Osten vor der US-amerikanischen Neuordnung

Naher und Mittlerer Osten nach der US-amerikanischen Neuordnung

Es ist kaum anzunehmen, dass sich die Vereinigten Staaten durch die Veröffentlichung der Dokumente davon abhalten lassen, ihre Pläne für die ethnizistischen Umsturzversuche im Nahen und Mittleren Osten durchzuziehen und widerspenstige Staaten im Zweifelsfall zu eliminieren. Auch der Iran steht auf der Liste der Zerschlagung von Staaten. Es ist nur sein legitimes Recht sich dagegen zur Wehr zu setzen. Libyen war der Anfang, weitere werden folgen. Bei einer gleichgeschalteten Presse, die sich nur dem großen Geld, nicht der Wahrheit und der Kontrolle der Mächtigen verpflichtet fühlt, muss man heimische Proteste einer abgedankten Friedensbewegung nicht länger fürchten.

FH

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