Freitag, 4. November 2011

Zuviel des Guten - Demokratieversuch wieder eingestampft


Für Unruhe sorgte der viel angewandte und noch mehr missbrauchte Angstmacherbegriff Pleite in unterschiedlichen Variationen. "Bankenpleiten", "IWF-Pleite", "Staatsbankrott" usw. usw., nur von der Pleite des Kapitalismus und der Gelegenheit Kapital gegen Demokratie einzutauschen, wollte keiner reden. Der berühmte "Mut" von Anlegern immer neue Ufer zu erschließen, glänzte durch seine Abwesenheit, jetzt wo doch die Gelegenheit gegeben war zu beweisen, dass es ohne Ausbeutung nicht geht. Über genügend Saboteure verfügen die Kapitalisten um Schaden anzurichten und andere Volkswirtschaften, wie beispielsweise die kubanische, mit einem 50-jährigen Wirtschaftsembargo zu belegen. Nich weil Kuba die USA oder die "freie" Welt bedroht, oder eine "Diktatur" ist, nein ganz einfach darum, weil dem Hegemon der kapitalistischen Welt die Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung Kubas nicht passt. Den Kubanern zu erlauben sich wirtschaftlich frei zu entwickeln und ungestört Handel, wie jedes andere Land auch, mit der Umwelt zu betreiben, wird vom Hegemon mit Sanktionen belegt. Die Kapitalisten wissen sehr genau, einen friedlichen Wettbewerb der Systeme würden sie nie gewinnen. Denn trotz ihrer Sanktionen und dem damit verknüpften Unbill die dem kubanischen Volk angetan wird, haben die Kubaner es geschafft ein Gesundheitssystem auf die Beine zu stellen, von dem die Bürger des Hegemon nicht einmal träumen dürfen. Sogar der Alphabetisierungsgrad ist auf Kuba deutlich besser als beim kapitalistischen Hegemon, den USA.
In den USA wurde 1992 eine große National Adult Literacy Survey (NALS) durchgeführt. Nach Angaben des Instititute of Literacy[8] erreichten zwischen 21 und 23 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, d.h. 44 Millionen Menschen nur das unterste Niveau (Level 1), d.h. sie können nicht genug lesen, um ein Formular auszufüllen, die Beschreibungen auf Lebensmitteln zu lesen oder einem Kind eine einfache Geschichte vorzulesen. wiki
Die Kubaner waren da bedeutend erfolgreicher. Aber wie man inzwischen auch bei uns wissen sollte, ist die Unwissenheit ein Gut, das die Obrigkeit im kapitalistischen System sorgfältig pflegt und seinen Untertanen massiv verordnet. Denn nur so und ausschließlich so, lässt sich die Herrschaft des Kapitals über den Menschen zementieren. Und nicht die von den USA erfundenen islamistischen Terroristen sind der gefährlichste Feind für den Hegemon, sondern sozialistische Gesellschaften.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Chaos ist Voraussetzung für Erneuerung. Man kann es ja nie wissen. Griechenland als Experimentierfeld für wirkliche Demokratie, symbolisch der perfekte Ort. Eine Bevölkerung die den Mumm hat gegen die eigene Obrigkeit aufzubegehren, wie auch gegen deutsche Invasoren, ob sie nun als Truppen des Dutzendjährigen Reiches dort einmarschierten, oder heute als Kapitalistenklüngel, dem Merkel behilflich ist den Griechen noch unter der Guillotine für akute Zahlungsunfähigkeit, die Abnahme deutscher Rüstungsgüter aufzuzwingen. 13% der Deutschen Rüstungsgüter gehen nach Griechenland, 14% in die Türkei. Und im militärischen Teil des westlich-kapitalistischen Bündisses, der NATO, trifft sich die ganze Sippschaft der internationalen Rüstungsindustrie wieder. Dort werden dann unter dem Tagesordnungspunkt "Sichherheit" Pläne für neue "Absatzmärkte" und deren Eroberung geschmiedet. Fragt mal Gaddafi, aber der kann ja nicht länger antworten. Immerhin hat sich die kapitalistische Wertegemeinschaft die Ermordung Gaddafis 50-100 000 Menschenleben kosten lassen, und präsentiert zusätzlich für diesen humanitären Akt des Schutzes der Zivilbevölkerung eine Rechnung über 450 MILLIARDEN Dollar. So hab ich mir die wahren Terroristen schon immer vorgestellt. Massenmord und Landraub muss sich schließlich lohnen. Das wussten Hitler und seine Schergen schon, praktizierten es und fielen am Ende dennoch auf die Nase.

Nach dieser Exkursion zurück zum Tagesgeschäft des europäischen Kapitals und seiner Dienstleister. Mehr echte Demokratie beudeutet weniger Macht und kleinere Absatzmärkte für den Militärisch-industriellen Komplex, weniger Krieg und ein besseres und sichereres Leben für uns alle. Mit Merkels faulen Taschendiebinnentrick, als sie mit Hilfe der Konzernmedien den Deutschen die Ursache der Krise mit "zu hohen Schulden" um den Bart schmierte, und die Griechen sowieso zu früh in Rente gingen und nicht arbeiten wollten, war für den deutschen Michel die Welt wieder in Ordnung. Was für den Michel zu anstrengend ist zu verstehen, ist die Tatsache, dass es kein Geld ohne Schulden gibt und nicht geben kann. Dieses Gelabere von zu hohen Schulden, ist eine scheinheilige Verdummungsmasche der kapitalistischen Herrschaftsordnung, mit der er seine gläubigen Untertanen auf Vordermann hält. Die "Schulden" die global aufgebaut wurden, werden nie und sollen auch nie zurückgezahlt werden. Das ist und war auch nie Sinn und Sache im Kapitalismus. Das sollte Basiswissen eines jeden sein der im Kapitalismus lebt.  Zu gegebener Zeit, und wir nähern uns dem Zeipunkt mit Riesenschritten, wird ein Crash Forderungen und Schulden gegeneinander aufrechnen und diejenigen unter uns die es noch nicht erlebt haben, werden erleben, was es bedeutet eine Weltwirtschaftskrise durchzumachen.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Danach wird es wieder ein Leben geben. Keine Angst. Wie Phoenix aus der Asche, wenn wir nicht diesmal die Gelegenheit beim Schopfe fassen und ein für allemal die kapitalistisch-faschistische Werteordnung auf einer Sondermülldeponie entsorgen.

FH
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