Samstag, 3. Dezember 2011

Alternativlose Empfehlung des Tages: Not-Regierung

Mowitz

Es ist die Zeit der S?PD-Alt- und Uraltkanzler. Die amtierende scheint nicht mehr gelitten zu sein und torkelt ihrem Ende entgegen. Gazprom Schröder der einer Tätigkeit im krisenfesten Erdgasgeschäft nachgeht, gibt die Losung aus: Not-Regierung aller Parteien in Deutschland! und warnt im EhNaMag gleichzeitig seine Verräterpartei S?PD davor, die Steuersätze für Spitzenverdiener zu erhöhen, die das Land so dringend benötigt. Zählt Schröder, mit einem jährlichen Nebeneinkommen von 250.000 Euro bei Gazprom, selbst zu den Spitzenverdienern der Republik und gelten seine Sorgen letztlich ihm selbst und seiner Klasse? Er würde, falls man ihn fragen würde, seine Besorgnis sicher mit "alternativlos" beschreiben wollen.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Im Hamburger Michel lesen derweil Uraltkanzler Schmidt, V-Mann Ackermann und Bierdeckel Merz der deutschen Wirtschaftselite die Leviten. Der banale O-Ton: Krise nix gut. Ackermann: "Europa neu begründen und die Menschen neu für Europa begeistern". Uraltkanzler Schmidt: "Ein Rettungsschirm, noch ein Rettungsschirm, dann ein Hebel. Alles ziemlich erbärmlich." Bierdeckel Merz von der Atlantik-Brücke: "Schuldenkrise heilsamer Schock, alle haben über ihre Verhältnisse gelebt."

Nichts neues von der Westfront, was ja auch nicht zu erwarten war. Keiner dieser Phantome nennt auch nur in einem verklausulierten Nebensatz die Möglichkeit, das Systerm von Grund auf zu erneuern. Wachstum ohne Schuldenmachen, ist wie Alkohol in Unmaßen zu saufen ohne besoffen zu werden. Wie das im Kapitalismus funktionieren soll, hat mir immer noch keiner erklären können.

Allerdings haben wir noch größere Problerme: Das ZDF hat keinen Nachfolger für Gottschalk - und die deutschen Fußballer sind in einer Todesgruppe gelandet. Na, da fällt doch die aktuelle Sau die gerade durch's Dorf getrieben wird, gar nicht weiter auf:
"Die Nato schlägt kurz vor der Afghanistan-Konferenz in Bonn Alarm: Pakistan und Iran unterstützen demnach die Taliban. Geheimdokumente untermauern den Vorwurf - offenbar werden Trainingslager und Geld für Kampfwillige zur Verfügung gestellt." EhNaMag
James Petras schrieb in "Revoltierende Marionetten: Afghanistan, Irak, Pakistan und die USA":
Imperien können nur dann aufgebaut werden, wenn sich (in den zu unterwerfenden Ländern) Kollaborateure finden, die durch Förderung und Unterstützung dazu gebracht werden können, einer imperialen Macht als Werkzeuge zu dienen. Diese Kollaborateure werden zwar mit äusseren Herrschaftssymbolen und finanziellen Almosen belohnt, sie wissen aber selbst, dass sie ihre Position nur dem Wohlwollen ihrer imperialen Herren verdanken. Sie werden von ihren unterdrückten Völkern und den gegen die Kolonisierung Widerstand Leistenden als "Marionetten" oder "Verräter" verachtet, von westlichen Journalisten und Kritikern als "Hilfswillige" geschont und von den Chronisten und Bürokraten der Imperien als "treue Verbündete" gelobt – so lange sie ihren Förderern und Geldgebern gehorchen.
Der Gehorsam lässt nach in Pakistan - und im Iran sowieso.

FH

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