Freitag, 9. Dezember 2011

Manipulation, der ultimative Weg zum "Erfolg"

Mowitz
Jamie Dimon, Vorstandschef der amerikanischen Bank JPMorgan Chase & Co., macht einen auf empört, was ja eigentlich ein Vorrecht von uns 99 Prozent ist. Ihn stört die herbe Kritik, die sich vermehrt gegen das Wall-Street-Pack in letzter Zeit richtete. Der Mann hat gelernt, dass Angriff die beste Verteidigung ist und klagt nun die Occupy-Bewegung an sie würde so tun als wären alle die "Erfolg" hätten, also was im gehobenen Volksmund gerne mit, aber Halloooo, "Leistungsträger" beschrieben wird, böse und alle die ein anständiges Vermögen haben, schlechte Menschen sein. "Ich verstehe nicht wie die denken," sagte er laut CNBC, während eines Seminars das die Investmentbank Goldman Sachs arrangiert hatte.

Wie könnte auch der gute Jamie verstehen wie Leute denken, die 2010 keinen Bonus im Wert von 17,4 Millionen Dollar erhalten haben und das nicht bar auf die Kralle mit bald wertlosen Greenbacks, sondern in Form von mehr wertbeständigen Aktien und Aktienoptionen. Goldman Sachs, eine Bank die im vergangenen Jahr ihren Gewinn um 48 Prozent auf 17,4 Milliarden Dollar steigern konnte. Das nannte man bereits kurz vor dem Finanz-Crash auch für "Erfolg" bevor wir 99 Prozent zur Kasse gebeten wurden um für diesen "Erfolg" der Hütchenschieber die nächsten zwei Generationen zu zahlen. Solche Gewinne sind eben nur in einer Blasenökonomie zu machen und wie wir inzwischen gelernt haben sollten, bezahlen nicht die Hütchenschieber Dimons die Zeche, sondern wir. Sollte es da erstaunen, wenn die wirklich Betroffenen ihren Unmut gegen ein System Ausdruck verleihen, das nicht die Realwirtschaft fördert, sondern die Blasenwirtschaft? Das haben sie bisher friedlich gemacht.

Image: Carlos Latuff
Die, die vorbeugend Gewalt ins Gespräch bringen, sind beispielsweise besagte JPMorgan Chase & Co. Bank deren Vorstandsvorsitzender, wir erinnern uns noch, nicht die Menschen verstehen kann, die den, hohoho, "Tüchtigen" ihren Erfolg neiden. Das ist Jamie Dimons JPMorgan Chase & Co. Bank schlappe 4,6 Millionen Dollar wert, die sie der New Yorker Polizei freundlicherweise und ganz ohne Hintergedanken zukommen ließ. Die nahm umgehend an.
"Occupy Wall Street: Viele der Festnahmen gehen brutaler als nötig vonstatten

Marines wollen Demonstranten vor der Polizei schützen

Etwa 700 Menschen wurden festgenommen, weil sie sich auf der New Yorker Brooklyn Bridge versammelt hatten und so den Verkehr blockierten. Immer wieder wird von unnötiger Gewalt bei den Festnahmen durch die Polizei berichtet. Um Unterstützung muss das umstrittene New York City Department freilich nicht bangen. Nun hat die amerikanische Bank JP Morgan Chase (mit Sitz in New York) beachtenswerte 4,6 Millionen Dollar gespendet. Im Budget dürfte das zwar nicht sonderlich gekratzt haben – laut Forbes-Liste ist JP Morgan Chase derzeit die größte Bank der Welt. Doch auffällig ist, dass noch nie zuvor so viel gespendet worden ist und nun die “Sicherheit” der Stadt, gewährleistet durch die Polizei und ihre neue “Security Monitoring Software”, deutlich gestärkt werden soll."
FH

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