Montag, 9. Januar 2012

Atomarer Erstschlag Israels "nicht ausgeschlossen"

Mowitz
Nachdem sich die so genannten "Beweise" der IAEA gegen das iranische "Atomwaffenprogramm" als alte Märchen aus den Zaubertüten westlicher Geheimdienste offenbarten, versuchte es die CIA mit einem Agenten-Thriller. Der wurde mit viel internationalem Presseaufwand und Theaterdonner vom Weißen Haus in die Öffentlichkeit gebracht. Die Story handelte von der Verschwörung eines Gebrauchtwagenhändlers und US-Bürgers iranischer Herkunft mit einem mexikanischen Drogenkartell, die den saudischen Botschafter in den USA ermorden sollte. Die Geschichte wurde auch ganz groß in Deutschland von BILD, BLÖD, & Co. erzählt, fiel aber ebenso platt zu Boden wie alle anderen Lügengeschichten zuvor. Nachdem die Story als schlecht erzähltes Märchen aufgeflogen war, wurde sie still und leise wieder in die Mülltonne gekloppt. Was immer man versuchte, so sind Israel, die USA und der Rest der westlichen Vasallen immer den Beweis für das schuldig geblieben wofür sie den Iran anklagen.

Mit Dreistigkeit und der bedingungslosen Bereitschaft zu lügen, bilden die Konzernmedien in den Vereinigten Staaten, so etwas wie ein "demokratisches" Propagandaministerium. Wobei die regimenahen Medien Großbritanniens und Deutschlands, um keinen Deut besser sind. Gekaufte Journalistenseelen arbeiten bereitwillig den Vorgaben von Politik und Wirtschaft zu. Die Beispiele von Falschdarstellungen lassen sich auch in deutschen Medien endlos nachweisen.

Der ehemalige CIA-Analyst Ray McGovern schrieb über das Komplottmärchen u.a.
"Worauf zu achten sein wird

Wenn es Petraeus politisch nützlich findet, mehr "Beweise" für irgendwelche Vergehen der Regierungen des Iraks und/oder Afghanistans, des Libanons oder Syriens zu erfinden, wird er das tun. Und wenn er behauptet, Anzeichen für ein bedrohliches Atomwaffenprogramm des Irans entdeckt zu haben, ist höchste Aufmerksamkeit angesagt.

Auch ehrliche CIA-Analysten, wie diejenigen, die festgestellt haben, dass der Iran sein Atomwaffenprogramm Ende 2003 eingestellt und diese Arbeiten nicht wieder aufgenommen hat, haben Versorgungsängste, und die meisten müssen eine Familie ernähren und Hypotheken abbezahlen.

Petraeus ist durchaus dazu fähig, sie zu neuen "Erkenntnissen" zu zwingen oder einfach zu entlassen. Dass das auch Geheimdienstleuten passiert, habe ich schon bei einigen Petraeus-Vorgängern erlebt.

Gefügigere Karrieristen können in jeder Organisation aufsteigen, so lange sie bereit sind, dubiose Geschichten zu erfinden, die dem US-Durchschnittsbürger glaubwürdiger erscheinen als das jüngste Märchen über die Verschwörung eines Gebrauchtwagenhändlers und US-Bürgers iranischer Herkunft mit einem mexikanischen Drogenkartell.

Das kann sehr schnell sehr gefährlich werden. Die israelische Führung würde auch die kleinste Ermunterung aus den USA sofort nutzen, um eine kriegerische Auseinandersetzung mit dem Iran zu provozieren. Netanjahu und seine Kumpane warten nur darauf, dass Figuren wie Obama, Holder und Petraeus, die es überall gibt, "geheimdienstliche Erkenntnisse und Tatsachen" – wie damals im Irak – so manipulieren, dass ein Angriff auf den Iran zu "rechtfertigen" wäre.

Die israelische Führung schreckt nicht davor zurück, die USA in einen sehr riskanten Krieg gegen den Iran hineinzuziehen; der ziemlich sicher nicht zu gewinnen ist, wenn es nicht zu einem massiven Waffeneinsatz – vielleicht sogar zum Einsatz einiger taktischer Atomwaffen – kommt. Das würde ein Krieg, der die Kriege im Irak und in Afghanistan wie unbedeutende Scharmützel aussehen ließe. [1]"
Nun scheint man sich nicht länger mehr irgendwelche Mühe zu geben einen Krieg gegen den Iran auch nur  ansatzweise noch rechtfertigen zu wollen. Sogar deutsche Politikberater verlangen eine Lösung, die "in der Regel in einem Gemetzel endeten".
"Der Versuch, im sogenannten Nuklearkonflikt mit Teheran "diplomatische Lösungen zu fördern", gehe "schon lange an den Realitäten vorbei", behauptet ein aktueller Beitrag in der Zeitschrift Internationale Politik, dem einflussreichsten Medium des außenpolitischen Establishments in der Bundesrepublik. Die "iranische Bedrohung" entziehe sich der Logik traditioneller Politik; sie ähnele "klassischen griechischen Tragödien", die "in der Regel in einem Gemetzel" endeten. Berlin dürfe sich Militärschlägen nicht verweigern und müsse die Bevölkerung auf mögliche Folgen, etwa Attentate gegen Ziele in Europa oder höhere Benzinpreise, vorbereiten. Die Forderungen richten sich ausdrücklich gegen eine zweite Fraktion der Berliner Außenpolitik, die den deutschen Interessen mit kooperativen Einflussmitteln ("Wandel durch Annäherung") besser zu dienen meint. Ihr sind expansionsinteressierte Wirtschaftskreise zuzurechnen, die auf Geschäfte mit Iran nicht verzichten wollen. Während die für Militärschläge offene Fraktion publizistisch in die Offensive geht, nehmen die Spannungen am Persischen Golf dramatisch zu. gfp [2]"
FH

Fußnoten

[1] Die von Petraeus geführte CIA bestätigt die "Echtheit" des dem Iran vorgeworfenen Mordkomplotts
[2] Ende im Gemetzel gfp

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen