Montag, 30. Januar 2012

Deutsche Rambos mit privater Firmenhilfe in Windeseile im Einsatz

Mowitz
Nun vermeldet das EhNaMag mit Riesenbuchstaben und trostspendenden Worten, Deutsche die im Ausland verschleppt würden, könnten sich nun der aktiven Fürsorge der Bundespolizei GSG 9 sicher sein, die mit Hilfe einer privaten Leipziger Firma, in Windeseile fast jedes Ziel weltweit erreichen kann und kraftvoll, mit dollen Donnerbüchsen, die Sache regeln wird.

Wie selbstverständlich schreibt das EhNaMag, dass es an Arbeit mit Auslandeinsätzen nicht mangele und nimmt als Beispiel einen bislang unbekannten Entführungsfall auf der philippinischen Insel Mindanao, den der Krisenstab des AA "aufzuklären" versucht. Wer dachte, polizeiliche Ermittlungen liegen in den Hoheitsaufgaben des Staates, in dem das Delikt durchgeführt wurde, sucht vergebens nach derartigen Hinweisen im Artikel. Anscheinend hat man sich entschlossen nunmehr solche Dinge - nach US-amerikanischem Vorbild  - außerhalb der Legalität zu regeln.  Der kleine Aufreißer zum Schluss des GSG 9 Heldenverehrungsbeitrages erinnert hintergründig daran wie  Rambos kurz und bündig, ohne irgendwelche Rechtmäßigkeiten zu hinterfragen, im Mai 2011 Osama Bin Laden in Pakistan erschossen haben sollen und anschließend im Meer entsorgten. Mit illegalen Aktionen auf ausländischen Staatsterritorien, kennen sich Mörderschwadronen, die beim EhNaMag unter "Eliteteams" der Navy Seals firmieren, immer noch bestens aus.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
"Die deutsche Auslandsspionage tarnt ihre Agenten selbst in Kriegsgebieten als Entwicklungshelfer. Dies geht aus übereinstimmenden Berichten über die Festnahme dreier Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan am vergangenen Wochenende hervor. Demnach gaben die drei Spione an, in der sogenannten Entwicklungspolitik tätig zu sein, und nutzten Fahrzeuge und Visitenkarten mit dem Logo der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Die GIZ ist - wie andere deutsche Organisationen auch - in dem Grenzgebiet tätig, in dem der Westen einen auf erheblicher geheimdienstlicher Unterstützung basierenden Krieg gegen Helfer der Aufständischen in Afghanistan führt. Der BND nimmt mit seiner Tarnpraxis eine zusätzliche Gefährdung der Entwicklungshelfer in Kauf. Im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan ist der BND seit den 1980er Jahren aktiv; er unterstützte dort Warlords, die bis heute am Hindukusch Krieg führen. Die damalige BND-Tätigkeit trug auch dazu bei, den Geheimdienst Pakistans zu stärken, der heute als eine der maßgeblichen Kräfte im pakistanischen Establishment gilt." gfp
Bei so vielen regen Aktivitäten deutscher Agenten im Ausland darf wohl mit Recht davon ausgegangen werden, den Terror in Deutschland fest etabliert zu haben. Bald werden fremde Söldner, die sich durch das deutsche Beispiel angesprochen fühlen, wohl in Deutschland sogenannte "polizeiliche" Aufklärungsarbeit übernehmen. Was bei den dilettantischen Einsätzen deutscher Polizisten durchaus von Nutzen sein könnte. Hier schafft man es nicht, trotz persönlichen Umgangs mit seinen V-Leuten, diese von jahrelangen Mordserien abzuhalten. Kriminellen NSUlern bietet sich ganz im Gegenteil noch die Möglichkeit, wie gestern Abend bei Günther Jauch der ehemaliger Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz Peter Frisch enttarnte, bei einer Durchsuchung sich einer der Mörder, Uwe B., einfach ins Auto zu setzten, davonzufahren um nicht mehr gesehen zu werden. Donnerwetter auch!

FH

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen