Mittwoch, 4. Januar 2012

Israelischer Bauboom!

Mowitz
Das musste einfach schiefgehen. Während Israel unverändert weiter Palästinenser ermordet und seine Gotteskrieger sich durch intensive Studien und ausgemachte Pöbeleien dafür fit machen auch formal die Macht zu übernehmen, boomt der Baumarkt an der Grenze zum Libanon.

Wie irgendjemand aus israelischen Armeekreisen mitteilte, will man mit einem einen Kilometer langen Mauerbau eine Lücke zwischen dem israelischen Metulla und dem libanesischen Kfar Kila schließen, weil man sich durch neue, hohe Gebäude die in Kfar Kila errichtet wurden, bedroht fühlt. Diese Gebäude, so schließt Israel messerscharf, könnten auch angewendet werden um in Richtung Israel zu schießen. Erinnert irgendwie an die Kriegspropaganda gegen den Iran, dessen Forschung zur friedlichen Nutzung der Kernenergie, von Israel mit der unbewiesenen Kriegsgrundbehauptung konterkarriert wird, der Iran baue an einer Atombombe. Solche wie Israel schon über 300 hat und deren Existenz Israel offiziell immer noch leugnet. Gefährlich für die Existenz Israels, so der Strolchenstaat, sei nur Irans nichtexistierende Atombombe, denn die könne irgendwann und irgendwie, eventuell und überhaupt mal gegen Israel angewandt werden. Das möchte Israel, mit Hilfe der sich selbst seit dem 1. Januar 2012 offiziell als Polizeistaat bekennenden USA, dass nun endgültig in den Reihen der Unrechtsstaaten übergelaufen ist, der Nato und Europa, durch einen präemptiven Krieg verhindern. (Eine präemptive Maßnahme richtet sich gegen eine Gefahr, die einmal drohen könnte, während eine präventive Maßnahme eine bereits drohende Gefahr abwenden soll.) Das dagegen Israel, bei einem Krieg gegen den Iran, geradezu darauf brennt seine eigenen Atombomben, gegen die Nicht- Atommacht Iran einzusetzen, sollte allen vollständig klar sein auch wenn dieses israelische Szenario in westlichen Medien tabuisiert wird. [1]

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Die nachweislich aggressive Atommacht Israel, nimmt für sich nicht nur das Recht der militärischen Nutzung der Atomkraft in Anspruch, sondern Israel strebt heute auch den Bau eines eigenen Atomkraftwerks an. Bei einer Konferenz in Paris im vergangenen Jahr sagte der israelische Minister für Infrastruktur, Uzi Landau, sein Land wolle zusammen mit Jordanien ein Atomkraftwerk bauen. Frankreich soll die Technologie dazu liefern. Das Kraftwerk soll im Süden des Landes, in der Negev-Wüste, gebaut werden. [2] Was Israel für sich selbst beansprucht, soll als  Kriegsgrund gegen andere Staaten, wie Iran, zur Anwendung kommen.

Israel ist, wie auch die anderen Atommächte Indien und Pakistan, nie dem Atomwaffensperrvertrag beigetreten. Würde Israel Inspektoren der IAEA erlauben sein Atomkraftwerk zu besichtigen? Laut Medienberichten überlegen Fachleute bereits, wie sich ein AKW errichten ließe, ohne das Atomwaffenprogramm zu beeinträchtigen.

Das bei soviel vorauseilendem Kriegswillen das erste Treffen zwischen Palästinensern und Israelis, nach über einem Jahr, zu nichts anderes führte als zu vereinbaren demnächst wieder neue Gespräche  aufzunehmen, erstaunt nicht wirklich.

FH

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Fußnote
[1] Der Dritte Weltkrieg könnte mit einem atomaren Präemptivkrieg gegen den Iran beginnen
[2] Die heimliche Atommacht Israel - Jeder weiß es, keiner spricht über das Atomprogramm

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