Freitag, 27. Januar 2012

"Wenn Israel den Iran angreift, wird Obama das erst 12 Stunden vorher erfahren."

Nach einem Bericht der Londoner Times wurde dem US-Generalstabschef Dempsey bei seinem Besuch in Israel mitgeteilt, dass Obama erst 12 Stunden vorher über einen israelischen Angriff auf den Iran informiert würde.

Arutz Sheva 7, 22.01.12
( http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/151965#.Txwwy1vyQ2x )

Die London Times berichtete am Sonntag, israelische Offizielle hätten US-Generalstabschef Martin Dempsey bei seinem Israel-Besuch mitgeteilt, Präsident Barack Obama werde höchsten 12 Stunden vor einem israelischen Angriff auf den Iran davon in Kenntnis gesetzt (weitere Infos dazu hier).

Nach dem Bericht wird die Netanjahu-Regierung einen Angriff auf die Islamische Republik auch nicht mit den USA koordinieren; das ist nur das jüngste Beispiel für die mangelhafte Zusammenarbeit zwischen Jerusalem und Washington.

Es bleibt der Spekulation überlassen, ob diese Gerüchte auf Fakten beruhen oder von offizieller Seite bewusst gestreut wurden, um die insgeheim stattfindende militärische Koordination zu kaschieren.

Die Times meldete, ihre Quellen hätten erklärt, Israel rechne damit, dass Präsident Obama versuchen werde, einen israelischen Angriff zu verhindern, wenn er früher informiert würde; er befürchte, der Iran werde dann durch eine Blockade der Straße von Hormuz den Ölpreis in die Höhe treiben und der Wirtschaft der westlichen Länder schweren Schaden zufügen. Wenn der Angriff in den nächsten zehn Monaten erfolge, würde er den Präsidenten Obama vor seiner möglichen Wiederwahl in große Schwierigkeiten bringen.

Präsident Schimon Peres hatte Dempsey wissen lassen: "Ich bin sicher, dass wir in diesem Kampf [gegen den Iran] siegen werden. Dieser Kampf betrifft nicht nur die USA und Israel, es ist ein globaler Kampf, in dem es darum geht, eine sichere Welt für alle Völker zu schaffen."

Dempsey wurde auf seinem ersten offiziellen Besuch in Israel von Verteidigungsminister Ehud Barak und Benny Gants, dem Generalstabschef der Israel Defense Forces / IDF fürstlich bewirtet; letzterer ging sogar so weit, ein IDF-Musikkorps einen berühmten Song Sinatras, der zu den Lieblingssängern Dempseys gehört, intonieren zu lassen.

Dempsey versuchte, die Verschiebung eines Manövers herunterzuspielen, das als die
bisher größte gemeinsame Militärübung der Streitkräfte Israels und der USA angekündigt worden war und an dem sich Tausende Soldaten der US-Army beteiligen sollten (s. hier).

Die Verschiebung wurden mit Haushaltsengpässen, logistischen Problemen und als Reaktion auf das Misstrauen des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu erklärt, der das Engagement des Präsidenten Obama anzweifelt, den Iran an der Entwicklung von Atomwaffe hindern zu wollen.

Dempsey behauptete, die Verschiebung, die Israel bekannt gegeben hatte, gebe beiden Staaten mehr Zeit für die Vorbereitung, damit "ein besseres Ergebnis" erzielt werden könnte.

Der höchste US-General verließ Israel am Freitag, bevor der Sabbat begann.

(Wir haben den aus einer israelischen Website entnommen Bericht komplett übersetzt und mit Links in runden Klammern versehen. Der Einschub in eckigen Klammern stammt vom Autor selbst. Auch er scheint zu vermuten, dass es sich bei dieser durchgesickerten Information um ein taktisches Täuschungsmanöver handeln könnte, um Obama die Möglichkeit zu der Ausrede zu verschaffen, er habe den israelischen Angriff leider nicht mehr verhindern können, müsse jetzt aber dem bedrohten Israel zur Hilfe kommen.)

Übersetzung: Wolfgang Jung, luftpost-kl.de

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen