Montag, 27. Februar 2012

Putin im Visier von Killerkommandos

Mowitz
Der russische Geheimdienst FSO hat ein von langer Hand vorbereitetes Attentat auf Premierminister Putin vereitelt. Bereits im Januar sind dem Geheimdienst Informationen über die Attentatspläne bekannt geworden und hatte ihn die nötigen Maßnahmen ergreifen lassen um es zu verhindern. Der Anschlag sollte unmittelbar nach den Präsidentenwahlen in Russland verübt werden. [1]

Seit längerer Zeit ist das Verhältnis zwischen den USA und Russland nicht sonderlich herzlich und Premiereminister Putin machte Hillary Clinton bereits Anfang Dezember 2011 als "Signalgeberin" für gewisse Figuren in Russland aus. [2]

Die USA sind schon seit Jahren intensiv damit beschäftigt, wie in Afrika und dem Nahen und Mittleren Osten, die Welt nach ihren Vorstellungen mit Destabilisierungsaktionen und völkerrechtswidrigen Kriegen zu verändern, ohne irgendeine Legitimation dafür zu besitzen. Wenn US-Außenministerin Clinton sich "ernsthaft besorgt" [3] gibt, ist Vorsicht angesagt und geheime Aktionen US-amerikanischer Dienste bereits voll im Gange.

Beliebte Spielchen welche die Vereinigten Staaten mit Vorliebe betreiben, sind eigene Wahlbetrügereien auf ihre Gegner zu projizieren.
„Sogar 2008, als es die höchste Wahlbeteiligung seit vier Jahrzehnten gab,“ schrieb Ari Berman letzten September in Rolling Stone, „gingen weniger als zwei Drittel der Wahlberechtigten zu den Urnen. Gemäß einer Untersuchung des MIT wurde 9 Millionen Stimmberechtigten die Möglichkeit verwehrt, ihre Stimmen abzugeben aufgrund von Problemen mit ihrer Registrierung ... lange Schlangen vor den Wahllokalen ... Ungewissheit über das zuständige Wahllokal ... oder Fehlen eines gültigen Ausweises.“ [4]

Karikatur: Lurusa Gross
Putin, schon zu seiner Zeit als Präsident Russlands den Yankees ein Dorn im Auge wurde bei seiner Arbeit Russlands Interessen auch international wahrzunehmen, immer mehr zum "Russenschreck" der Amerikaner. Nach dem leichten Spiel mit Putins Vorgänger auf dem russischen Präsidentenstuhl, Jelzin, dem ein Großteil der russischen Finanzoligarchie ihren formidablen Aufstieg aus dem Nichts verdankt, wurde im August 1999 Putin zum Premierminster ernannt.
"Viele hielten ihn für eine "graue Maus" und sahen in ihm einen Übergangspremier, der von der alten Jelzin-Clique leicht zu kontrollieren wäre. Doch als Jelzin Ende 1999 überraschenderweise als Staatspräsident zurücktrat, nutzte Putin seine Machtmöglichkeiten schnell, um seine Gegner auszuschalten und die Stellung des Staates in der Wirtschaft zu stärken."
Das Öl, Gas und andere Bodenschätze des Riesenreiches Russland schon immer ein begehrliches Gut des internationalen Kapitals war, auch des Wall-Streets-Kapitals, ist kein Geheimnis. Zur dauerhaften Machterhaltung globaler Kapitalherrschaft unabdingbar. In einem Beitrag Putins in "Moskowskije Nowosti" sagte er u.a.
"Wir werden aber konsequent von unseren Interessen und Zielen ausgehen und keineswegs von Entscheidungen, die uns irgendjemand aufzwingt. Russland wird nur dann mit Respekt wahrgenommen und berücksichtigt, wenn es stark ist und fest auf den Beinen steht" [5]
Da passt ein Präsident Putin so gar nicht in die Vorstellungswelt westlicher Kapitalinteressen, denn schon bei der Zähmung privater, neureicher Oligarchen zeigte Putin Geschick und Durchsetzungsvermögen um staatlichen Interessen Gehör zu verschaffen. [6]

FH

Gegenmeinung: Konfrontation an den Grenzen Chinas und Russlands Obama schlägt militärische Pflöcke ein

Fußnoten

[1] Fernsehen: Anschlag auf Putin vereitelt - MEHR
[2] Putin: Clintons Kritik an Duma-Wahl Signal für „gewisse Figuren“
[3] Clinton: USA "ernsthaft besorgt" über Parlamentswahl in Russland
[4] Die hohle Demokratie
[5] Russland und die Welt im Wandel. Vollständiger Wortlaut
[6] Putin und die Zähmung der Oligarchen

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