Sonntag, 19. Februar 2012

Reichskriegsminister de Maizière will wieder Heldengedenktag einführen

Mowitz
Als Reichsinnenminister der BRD quatschte de Maizière die Republik noch unsicher und mimte den Blockwart: "Ich bitte alle Bürger, Verdächtiges zu melden", um auch noch im Herbst 2010  vor einen zu erwartenden Terroranschlag zu warnen. Heute will er als Kriegsminister wieder der "Helden" gedenken lassen, die für internationale Kapitalinteressen, im Namen Deutschlands, der Nato, Freiheit, Demokratie und Humanität,  illegale Angriffskriege führen müssen. Die Unschuld des "Verteidigungskriegers" verlor der bundesdeutsche Soldat spätestens mit Deutschlands Komplizenschaft am Überfall, Bombardements mit anschließender Zerstückelung Jugoslawiens. Angriffskriegen gehen immer Trommelfeuer gigantischer Propaganda und verwobener Lügen agierender Spitzenolitiker, sowie Konzernmedien voraus. In so genannten Briefings wird auch heute noch Hitlers universaler Kriegspropagandaratschlag beherzigt: "Dem Volk bestimmte außenpolitische Vorgänge so zu beleuchten, dass die innere Stimme des Volkes selbst langsam nach der Gewalt zu schreien beginnt." So wird mit viel perversem Genuss die Irreführung der Öffentlichkeit betrieben. Diese Irreführungen münden am Ende immer in Massaker, die man vor Kriegsbeginn vorgab mit Krieg verhindern zu wollen. Sozusagen ein alternativlos zynisches Verblödungsargument. 

Die von der NATO immer öfter verkündeten "Kriege gegen den Terror" sind aber nur der Anfang von vielen Kriegen die noch folgen werden, und sich gegen alle Staaten richten, die nicht dem Bild westlicher Kapitaldiktaturen entsprechen - und das ist die Mehrheit der Staaten dieser Welt. Hier kommen die inneren Werte und Zwänge des Kapitalismus zum Tragen: Ewiges Wachstum erfordert ewige Kriege.

"Krieg gegen den Terror", nahm so richtig Fahrt nach 9/11 auf und war das beste was aus Sicht globaler Kapitalinteressen passieren konnte um  eigene Macht- und Profitinteressen bedienen zu können. Unzählige Tote und solche die den Rest ihres Lebens als an Leib und Seele verkrüppelte Menschen dahindarben, sind der Preis für eine von der Nato durchgeführte Politik der Zerschlagung souveräner Staaten. Wie wichtig es den regierenden Kriegsverbrechern ist eigene Bevölkerungen dabei zu täuschen, entschlüpfte der ARD, gewollt oder ungewollt, während des illegalen Nato-Bombardements auf Städte und zivile Einrichtungen in Jugoslawien als sie am 27. Mai 1999 in einer öffentlichen Meldung mitteilte:
"Seit gestern abend ist die Berichterstattung über die NATO-Angriffe eingeschränkt. Bilder von getöteten Zivilisten und verwüsteten Wohnhäusern, werden künftig nicht mehr zu sehen sein. Auf Druck der NATO-Länder wurden die Sendungen des serbischen Fernsehens über Satellit vom europäischen Satellitenkonsortium eingestellt." Irreführung der Öffentlichkeit
Soviel zur Presse- und Informationsfreiheit westlicher "Demokratien".

An diese, von den Machteliten eingesetzten "Helden", die in der neueren Vergangenheit für Deutschland den ersten illegalen Angriffskrieg nach Ende des Zweiten Weltkrieges führten und für den es keinen  Beschluss des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen gab, soll wieder gedacht werden.

Die schamlosen Lügen und Dämonisierungskampagnen die gegen die Serben und Präsident Slobodan Milosevic als Oberdämon inszeniert wurden, sind schon lange im kollektiven Gedächtnis untergegangen und haben Platz für neue, ebenso verbrecherische Kriege, wie gegen Libyen, gemacht. Nun stehen Syrien und der Iran auf der Liste westlicher Kapitalinteressen. Zumindest in Syrien teilt man bereits seine Interessen mit Al-Quaida und fühlt sich dennoch wohl.

Walter J. Rockler, 2002, Anwalt in Washington, war Ankläger im Nürnberger Kriegsverbrechertribunal und schrieb in einem Leserbrief, Das Kriegsverbrechergesetz gilt auch für die Vereinigten Staaten von Amerika, an die Chicago Tribune, wo er am 23. Mai 1999 veröffentlicht wurde, u.a.
Einen Angriffskrieg zu entfesseln ist nicht nur ein internationales Verbrechen, es ist das schwerste internationale Verbrechen, das sich von anderen Kriegsverbrechen dadurch unterscheidet, dass es das gesamte Übel des Ganzen umfasst.

Für solche internationalen Verbrechen, die durch die Nato unter Führung der USA entfesselt werden, sind sicher auch deutsche Soldaten zu Schaden kommen, oder haben sie mit ihrem Leben bezahlt, will also de Maizière wieder einen Heldengedenktag zur Glorifizierung sinnlosen Sterbens einführen. Die Idee kam ihm wohl am Rande eines Truppenbesuchs in den USA, als er CIA-Chef David Petraeus, das große Verdienstkreuz mit Stern, Band und Schlinge um den Hals legte.

FH

Fußnoten
Der 11. September 2001 und der Angriffskrieg der USA im Verbund mit den NATO-Staaten
DILJA/106: Srebrenica oder die Zerschlagung Jugoslawiens - Teil 23 (SB)
Irreführung der Öffentlichkeit

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