Freitag, 3. Februar 2012

US-Appendix meldet sich zu Wort

Mowitz
Catherine Ashton, mit nicht eindeutigen Aufgaben in der EU versehen, mischt sich nun ungebeten und mit altimperialem britischen Hochmut,
"Rule, Britannia! Britannia, rule the waves; Britons never will be slaves., (Herrsche, Britannia! Britannia, beherrsche die Wellen: Briten werden niemals Sklaven sein)"Wiki
in die am 4. März 2012 anstehenden russischen Präsidentenwahlen ein. Vor dem Europaparlament hatte die "Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik", Baroness Ashton of Upholland, einen dreisten Versuch gestartet die Legitimität der russischen Wahlen in Zweifel zu ziehen bevor sie überhaupt stattgefunden haben.

Worüber sich die Dame niedrigen Adels empört gab, war der Umstand, dass die Wahlbehörden Russlands dem neoliberalen Grigori Jawlinski die Registrierung als Präsidentschaftskandidat verweigerte. So etwas regt auch heute immer noch im Land der eisenen Baroness Thatcher of Kesteven auf, die zu ihrer aktiven Zeit als Ministerpräsidentin Großbritanniens, zusammen mit US-Präsident Ronald Reagan, dem Neoliberalismus, oder wie ihn böse Zungen auch nennen, Raubtierkapitalismus, mit all seinen Verwerfungen, politisch-global zum Durchbruch mitverhalf.

Dass die Wahlbehörden Russlands geltendes russisches Wahlrecht anwandten, nahm die "Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik" nicht zur Kenntnis und forderte keck die russischen Behörden auf, ihre Entscheidung doch zu revidieren.

Donnerwetter auch! Die Überprüfung von Jawlinskis gesammelten zwei Millionen Unterstützerunterschriften ergab, dass etwa 25 Prozent von der Zentralen Wahlkommission als ungültig bewertet wurden. Das scheint nicht Ashton zu interessieren, trotz dass der Anteil ungültiger Unterschriften laut Gesetz nur höchstens fünf Prozent betragen darf.
Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Richtig, Briten werden niemals Sklaven sein, andere schon, nicht wahr Frau Ashton? Wie sicher fühlt sich eigentlich der Westen bei seinen Bemühungen nicht nur den Nahen und Mittleren Osten zu destabilisieren, sondern gleich Russland und China miteinzubeziehen? Gegen Weißrussland wird auch schon seit längerer Zeit schweres Geschütz aufgefahren. Die EU wurde uns doch als das ganz große Friedensprojekt verkauft und jetzt alles in einem Aufwisch? Dass man sich verschlucken wird und ein weltweites Gemetzel unvorstellbaren Ausmaßes auslöst, ist bei den Profitaussichten die man sich einredet ein "gesundes" Risiko.

Die US-amerikanische Regierung hat militärische Ressourcen und kriminelle Energie genug um die Welt in Brand zu setzen und für Europas und Kleinbritanniens Krämerseelen, so hofft wohl Frau Ashton stellvertretend für den Rest der EU, wird auch noch etwas übrig bleiben. Wozu eigentlich noch diesen Krieg anzündeln, wo doch Fukushima still vor sich hinstrahlt und mit dem beschwiegenen Fortschreiten seiner weltweiten Verseuchung die Arbeit eines Atomkrieges schon erledigen wird.

Nachtrag 9. Februar 2012: Russlands Oberstes Gericht bestätigt „Aus“ für Jawlinski im Wahlrennen um Präsidentschaft

FH

Noch ein Clown: FDP-Westerwelle: Putschist als Freiheitsstatue

Anmerkungen

Moskau wirft Ashton Einmischung in Wahlprozess in Russland vor

Fukushima: Ein Atomkrieg ohne einen Krieg - Die verschwiegene Krise einer weltweiten Verstrahlung
BELARUS: Initiative des Westens zur Destabilisierung der Regierung von Alexander Lukashenko?

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