Mittwoch, 29. Februar 2012

Zum Schnäppchenpreis von 199.000 Euro XXL++

Mowitz
Für nicht einmal 20 Monate als erster Schnäppchenjäger der Republik, wird ihm der Abschuss nun doch mit, für den Pöbel enormen Summe von 199.000 Euro, plus Büro, Dienstwagen und Personenschutz vergoldet. Und das alles auf Lebenszeit. Es läppert sich im Laufe eines, so wollen wir doch hoffen, noch langen Lebensabend etwas zusammen. Mit 52 Jahren in Rente gehen, nur dem Nichtstun verpflichtet, wobei der Lebensabend noch nicht einmal angebrochen ist. Mit seinen "lieben Mitbürger und Mitbürgerinnen", wie die deutschen Plebejer/Innen von ihrer Obrigkeit in Weihnachts- und Neujahrsansprachen wohlwollend tituliert werden, muss Wulff nicht einen Schuhkarton als Wohnung teilen.  EZB-Chef Mario Draghis Ankündigung, dass das europäische Sozialstaatsmodell ausgedient hat, und man nicht jeden dafür bezahlen könne, nicht zu arbeiten, findet auf Wulff, als Angehöriger einer Kaste die vor dem Gesetz gleicher ist als andere Kasten, glücklicherweise keine Anwendung.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Darum bekommen ehemalige Bundespräsidenten auch keine Pension, sondern einen Ehrensold. Egal wie kurz die Zeit war die sie im Amt verbrachten. Ein Ehrensöldner auf Lebenszeit. Der nächste scharrt schon ungeduldig mit den Hufen um sein Volk mit langen, selbstgefälligen Statements zu belästigen.

Parteistrippenzieher Gabriel, immer großzügig mit dem Geld der Steurzahler wenn es zum Fenster hinausgeschmissen  wird, erklärte mutig und mit ausgestrecktem Wams, er werde nicht fordern, Wulff den Ehrensold zu streichen, nur weil das viele Menschen verlangten. Donnerwetter auch, nix mehr mit Nachtreten jetzt? Aschermittwoch hörte sich das noch ganz anders an: "Merkel habe solche Leute in Amt und Würden gebracht wie Wulff, „der sich wie ein Amigo benimmt, der das Land sich selbst und der CDU zur Beute macht”. Wie auch immer – künftig sollten diese Versorgungsansprüche überdacht werden, fordert Dietmar Bartsch, heimlicher Spekulant auf den Vorsitz der Linkspartei,  wenn auch nicht sofort.

Ab sofort dagegen schickt Die Linke Beate Klarsfeld als ihre Kandidatin ins Wulff-Nachfolgerennen:
"Sollte der Parteivorstand der Linken tatsächlich Klarsfeld in der Absicht nominiert haben, von der politischen Konkurrenz nicht mehr als „krude“ und „verworren“ wahrgenommen zu werden, so hat sie einen Etappensieg erreicht. Der „Endsieg“ bei den nächsten Bundestagswahlen wird ihr dafür verwehrt bleiben. Denn nichts ist überflüssiger als eine Linke, die in entscheidenden Fragen wie Krieg und Frieden keine linken Positionen vertritt."
Die Linke als Doppel S?PD, oder ist das nach 1990 der nächste innerdeutsche Anschluss? Herrn Gauck wirds freuen.

Zum Thema:
Ossietzky: Wulffs Hochverrat

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