Montag, 26. März 2012

Demokratur der Minderheiten

Mowitz
Die gestrige Wahl im Saarland bestätigte den Trend, dass diese Art von bedeutungsloser Volksbefragung nur noch der Erkenntnis dient, dass immer Siege dabei herauskommen. Auch wenn es immer nur Minderheiten sind.

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de
Während die Wahlbeteiligung der Spaßbürger von 67,6 % im Jahre 2009 auf 61,6 % 2012 fiel, tun die medialen Wahrheitsfälscher so, als seien 35,2 % der CDU, oder 30,6 % der S?PD ein "klarer" Auftrag der saarländischen Spaßvögel an die Parteien eine, ho, ho, ho, "große" Koalition zu bilden.

Groß von was? Gemessen an den Wahlberechtigten machten die Stimmen für die CDU nicht mehr als 21,6 % und für die S?PD 18,8 % aus. Zusammen also nicht mehr als 40,4 %. Das reicht aber in einem spaßigen Wahlsystem, um als demokratisch legitimiert, dafür eine Zwei Drittel Mehrheit im Landtag zu erhalten. CDU 19 Mandate, S?PD 17 Mandate. Der Rest im Landtag der Winzlinge erhielt gemeinsam 15 Abgeordnete. (Linke 9, Piraten 4, Grüne 2).

Kommentare der politischen (Ä)lite: "Die haben uns Stimmen geklaut." (Lafontaine) "Ermutigung für die Bundespartei". (CDU-Quasimodo Altmaier). "Viel Lafontaine-Romantik". (S?PD Strippenzieher Gabriel). Äh?

Übrigens, gestern hat Borussia Dortmund mit 6:1 gegen den 1. FC Köln gewonnen. Das nenne ich Sieg. Die Kölner nahmen es mit rheinischer Gelassenheit hin und der führende Geißbock Hennes, siehe hier, kommentierte das Ergebnis: "Et kütt wie et kütt, et hätt noch immer jot jejange."

FH

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen