Montag, 19. März 2012

"Die Mutter aller Bomben" wäre nach Meinung eines Chefs der US-Air Force eine "großartige Waffe" für einen Angriff auf den Iran

Das Pentagon will in einem Krieg gegen den Iran mit konventionellen Superbomben und taktischen Atomwaffen nicht nur die iranischen Atomanlagen, sondern auch die Infrastruktur des islamischen Landes zerstören und möglichst viele Zivilisten umbringen.

Global Research News
Global Research, 10.03.12


Ein hoher General der US-Air Force hat die größte konventionelle Bombe – die 30.000 Pound (13,6 t) schwere Bunkerbrecher-Bombe – als "großartige Waffe" für einen Militärschlag gegen den Iran bezeichnet. (Weitere Infos dazu hier.)

Diese lapidare Feststellung über eine Bombe, die sehr viele Menschen umbringen kann, erfolgte in der gleichen Woche, in der US-Präsident Barack Obama vor "leichtfertigem Gerede" über einen Krieg im Persischen Golf gewarnt hat.

"Dieser Massive Ordnance Penterator / MOP (eine schwere Eindringsprengbombe) ist eine großartige Waffe," erklärte Lt. Gen. (Generalleutnant) Herbert Carlisle, der für Operationen zuständige stellvertretende Stabschef der US-Air Force, und fügte hinzu, diese Bombe werde wahrscheinlich auch eingesetzt, wenn sich Washington zu einem Angriff auf den Iran entschließe.

Die MOP, die auch als "Mutter aller Bomben" bezeichnet wird, soll 200 Fuß (61 m) dicken Stahlbeton durchschlagen können, bevor ihr gewaltiger Sprengkopf explodiert. Sie soll die stärkste konventionelle, nicht atomare Bombe im Waffenarsenal der USA sein und die gewaltigste Zerstörungskraft aller konventionellen Bomben haben, die das Pentagon im Lauf des letzten Jahrzehnts entwickeln ließ.

"Die 30.000 Pound (13.600 kg) schwere Bunkerbrecher-Bombe, sei stark genug, um etwa 200 Fuß Beton durchschlagen zu können, bevor sie explodiere; die Air Force verfüge damit über eine 'großartige Waffe', mit der sie auch die für das iranische Atomprogramm verwendeten Anlagen zerschmettern könnte, sagte ein Air Force-General am Donnerstag. …

Das Pentagon hat sich diese militärische Option für den Fall verschafft, dass es durch diplomatische Bemühungen oder Sanktionen nicht gelingt, Teheran vom Bau einer Atombombe abzubringen.

Verteidigungsminister Leon Panetta hat am Donnerstag in einem Interview mit dem National Journal gesagt, die Planung dafür werde 'seit langem' betrieben. ...

Die starken Sprüche aus dem Pentagon erfolgten, obwohl sich Präsident Barack Obama in dieser Woche 'leichtfertiges Gerede' über eine mögliche Militäraktion gegen den Iran und sonstiges 'Säbelrasseln' mit dem Hinweis verbeten hatte, es bleibe noch Zeit für die Diplomatie.

Auf einer Konferenz der Bank Credit Suisse-McAleese zu Verteidigungsfragen sagte Carlisle auch, in einem Konflikt mit Syrien könnten US-Militäraktionen vom neuen taktischen Denken des Pentagons geprägt sein, das als Air-Sea-Battle (Luft- See-Schlacht) bezeichnet wird.

Dabei handelt es sich um einen stark vernetzten und integrierten Einsatz aller US-Teilstreitkräfte.

Carlisle erklärte, bei dieser Taktik werde ein Land gleichzeitig von verschiedenen Seiten her angegriffen: aus der Luft und von See her ebenso wie aus dem Weltraum, und aus dem virtuellen Raum erfolge ein Angriff (auf seine Kommunikationsnetze); bei den vernetzten Operationen würden Informationen aus verschiedenen Quellen benutzt, die von Satelliten und Sensoren in Tarnkappenflugzeugen oder von unbemannten Drohnen stammen könnten.

'Wir können auch aus dem Weltraum und aus dem virtuellen Raum angreifen – mit Waffen der fünften Generation, die kaum Spuren hinterlassen,' äußerte er.

'Alle genannten Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung und werden bei unseren operativen Planungen auch berücksichtigt,' fügte Carlisle hinzu; weil Syrien und der Iran über bedeutsame Verteidigungsmöglichkeiten verfügten, um potenzielle Angreifer auf Distanz zu halten, sei die neue Strategie der Air-Sea-Battle entwickelt worden, mit der man sie überlisten könne.

Carlisle ergänzte, Cyberangriffe (auf die Kommunikationsnetze) könnten in einem Konflikt mit beiden Ländern eine große Rolle spielen. 'Führende US-Politiker haben mehrfach betont, dass keine der Optionen, über die wir verfügen, unter den Tisch fällt,' bemerkte er abschließend." [Reuters, 09.03.2012, Agenturmeldung s. hier]
Über die Entwicklung und Bereitstellung der MOP für einen Angriff auf den Iran hat Michel Chossudovsky bereits 2009 in einem Artikel für Global Research informiert: (s. dazu auch hier)

Von den konventionellen Waffen der USA hat besonderes die "21.500 Pound (10,7 t) schwere "Monsterwaffe" mit dem Spitznamen "Mutter aller Bomben" militärische Bedeutung. Die GBU-43/B oder Massive Ordnance Air Blast bomb / MOAB (die Bombe, die durch eine Luftdruckwelle eine gewaltige Sprengwirkung erzielen kann, s. hier) galt lange "als die stärkste jemals entwickelte nicht atomare Waffe" mit der größten Sprengkraft aller konventionellen Bomben der USA. Die MOAB wurde Anfang März 2003 getestet, weil sie im Irak-Krieg eingesetzt werden sollte. Militärische US-Quellen behaupten, der US-Generalstab habe Saddam Hussein 2003 vor dem Einsatz der "Mutter aller Bomben" gewarnt. [Nach unbestätigten Berichten wurde sie dann auch benutzt.]

Das US-Verteidigungsministerium hat im Oktober 2009 bestätigt, dass es vorhat, die "Mutter aller Bomben" / MOAB gegen den Iran einzusetzen. Wie man hört, wurde die MOAB "so modifiziert, dass sie auch tief verbunkerte iranische Atomanlagen wie Natanz oder Ghom zerstören kann". [Jonathan Karl, Bereiten sich die USA darauf vor, den Iran zu bombardieren?, abc-Nachrichten, 09.10.09, s. hier] Wegen ihrer gewaltigen Sprengkraft würden beim Abwurf einer MOAB aber auch viele unbeteiligte Zivilisten ums Leben kommen. Diese konventionelle "Tötungsmaschine" wird eine Explosionswolke erzeugen, die einem Atompilz ähnelt.

Im Oktober 2009 wurde die Beschaffung von vier MOABs für je 14,6 Millionen Dollar, also 58,4 Millionen Dollar insgesamt, beschlossen. Dieser Betrag schließt die Kosten für die Entwicklung und Erprobung der MOAB und den Umbau von B-2-Tarkappenbombern für den Transport der Bombe ein. Die Beschaffung erfolgte ausdrücklich unter Hinweis auf die Vorbereitung eines Krieges gegen den Iran. Die Ankündigung war in einem 93-seitigen "Anforderungs-Memo" enthalten, aus dem die folgenden Aussagen stammen:

"Das Ministerium braucht dringend eine einsatzfähige Bombe, die tief verbunkerte, stark verteidigte Ziele zerstören kann. Die MOP [Mutter aller Bomben] ist die Waffe, die diesen Anforderungen genügen könnte." Außerdem ist dem Memo zu entnehmen, dass diese Bombe sowohl vom PACOM gefordert wird, das für Nordkorea zuständig ist, als auch vom CENTCOM, zu dessen Befehlsbereich der Iran gehört. "[abc-News; die zitierten Seiten aus dem Anforderungs-Memo sind hier aufzurufen die Hervorhebungen stammen von den Autoren ] (Infos über die US-Regionalkommandos sind hier aufzurufen.)

Das Pentagon plant eine umfassenden Zerstörung der Infrastruktur des Irans und nimmt dabei den Tod sehr vieler Zivilisten in Kauf; dabei sollen nicht nur die konventionellen Superbomben MOAB vom Typ GBU-43/B und die noch stärkere MOP vom Typ GBU-57A/B, sondern auch taktische Atomwaffen eingesetzt werden.

Die MOP wird als "neue Bombe mit gewaltiger Sprengkraft beschrieben, mit der die unterirdischen Atomanlagen des Irans und Nordkoreas zerstört werden können. Die riesige Bombe ist länger als 11 Personen, die Schulter an Schulter stehen [s. Bild oben und hier]

Diese Superbomben sind im Wortsinn wirkliche Massenvernichtungswaffen. Es wird zwar nicht offen darüber gesprochen, aber mit der MOAB, der "Mutter aller Bomben", und der MOP sollen großflächige Zerstörungen angerichtet und möglichst viele Zivilisten umgebracht werden, mit der Absicht, Angst und Verzweiflung zu erzeugen. [s. dazu
auch hier]
Michel Chossudovsky und Finian Cunningham haben zu diesem Bericht beigetragen.

(Luftpost kl.-de hat den Artikel komplett übersetzt und mit Ergänzungen und Links in runden Klammern versehen. Die wichtigste Aussage ist in roter Schrift abgedruckt. Die Ergänzungen und Links in eckigen Klammern haben die Autoren selbst eingefügt.

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