Mittwoch, 14. März 2012

Sarkozy: 50 Millionen von Gaddafi und kein bisschen dankbar?

Mowitz
Bei dem um seine Wiederwahl ins französische Präsidentenamt besorgten petit Napoléon in Paris, klopft die Vergangenheit an die Pforten des Élysée-Palastes. Draußen vor der Tür steht nicht Saif al-Islam, Sohn des vom Nato-Mob ermordeten libyschen Präsidenten Muammar Gaddafi, denn der sitzt, für was auch immer, im Kerker. Aber das was Saif al-Islam schon vor einem Jahr in einem Interview mit Euronews forderte ist nun im Palast angekommen. Im Interview verlangte er von "diesem Clown, dass er dem libyschen Volk das Geld zurückgibt, das er zur Finanzierung seiner Wahlkampagne bekommen hat."
“Firstly Sarkozy must repay Libya the money he took for his election campaign. We financed his election campaign and we have all the details and we are ready to publish them. The first thing we ask of this clown Sarkozy is that he repay this money to the Libyan people. We helped him become president so that he would help the Libyan people but he has disappointed us. And very soon we will publish all the details and the documents and banking pay slips.“ Transcript
Er kündigte im Interview auch an, Details und Dokumente der Bankentransaktionen zu präsentieren. Dazu war er nicht mehr in der Lage, denn wie wir noch alle wissen, flog die Nato, unter französischer Führung, die eine Angriffswelle nach der anderen auf libysche Städte und hinterließ eine Spur des Grauens und der Verwüstung. Ganz nebenbei machte man auch Jagd auf Gaddafi nebst Familienangehörigen. Siegerjustiz halt.

Nun übernahm die französische Plattform Mediapart die "Enthüllung" und präsentierte ein Dokument, das bei Ermittlungen gegen einen libanesischen Waffenhändler sichergestellt worden sein soll. So zumindestens erklärte es ein Mediapart-Journalist dem Guardian.

Und was sagt unser président, le petit Sarkozy zu dem ganzen Vorgang? Er dementiert kraftvoll. Was bleibt ihm auch sonst übrig?

FH

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